Kurzpässe Völler spricht Machtwort im Fall Vidal

Einzig und allein Bayer Leverkusen entscheidet über einen möglichen Wechsel von Mittelfeldspieler Arturo Vidal. In Griechenland gibt es einen neuen Wettskandal. Außerdem: Der MSV Duisburg muss ein halbes Jahr auf Kapitän Srdjan Baljak verzichten und Olcay Sahan nach Kaiserslautern ziehen lassen.

Bayer-Sportdirektor Völler: "Der Verein entscheidet"
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Bayer-Sportdirektor Völler: "Der Verein entscheidet"


Hamburg - Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat klargestellt, dass allein sein Club über einen möglichen Abschied von Mittelfeldspieler Arturo Vidal zum FC Bayern entscheidet. Der 23-jährige Chilene hat zuletzt mehrfach mit einem Wechsel zum Rekordmeister kokettiert und gesagt, München sei eine schöne Stadt. "Er ist ein freundlicher Mensch. Wenn jemand ihn nach Rom, Turin oder anderen großen Städten fragt, wird er auch sagen, wie toll es da ist", sagte Völler und betonte: "Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er bei uns ist. Er hat einen Vertrag bis 2012. Der Verein entscheidet."

Für Kapitän Srdjan Baljak vom MSV Duisburg ist die Saison beendet. Der Serbe erlitt im Zweitligaspiel bei Energie Cottbus (1:3) einen Kreuzbandriss und einen Außenbandanriss im linken Knie und wird voraussichtlich sechs Monate ausfallen. Damit fehlt er dem Club auch im DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04 im Berliner Olympiastadion am 21. Mai. Auch Stefan Maierhofer (Mittelfußbruch), Julian Koch (Kreuzbandanriss), Bruno Soares und Ivica Grlic (beide Sperre) werden in Berlin nicht zur Verfügung stehen.

Bundesligist 1. FC Kaiserslautern hat Mittelfeldspieler Olcay Sahan ablösefrei vom Zweitligisten MSV Duisburg verpflichtet. Der 23-Jährige unterzeichnete beim FCK einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2015, der sowohl für die erste als auch für die zweite Liga gilt. Für den MSV bestritt der türkische Nationalspieler 69 Zweitligapartien in denen er elf Tore erzielte.

In Griechenland gibt es einen neuen Wettskandal. In insgesamt 39 Spielen der Superliga und der zweiten Liga sollen seit 2009 die Ergebnisse manipuliert worden sein. Die Staatsanwältin von Athen, Popi Papandreou, untersucht die Fälle und hat sich nach Berichten der Athener Zeitung "Eleftherotypia" vom Montag bereits mit Funktionären der Europäischen Fußball-Union Uefa getroffen. Die Liste mit den betroffenen Spielen wurde mithilfe des elektronischen Uefa-Warnsystems zur Entdeckung von Manipulationen ermittelt, berichtete das Blatt weiter.

Nach der Kritik des niederländischen Fußball-Idols Johan Cruyff an der Umstrukturierung des Rekordmeisters Ajax Amsterdam hat Ajax-Direktor Rick van den Boog seinen Rücktritt zum 1. Juni angekündigt. Cruyff hatte der Clubführung vorgeworfen, keinen Fußballverstand zu besitzen und die strukturelle Krise nicht bewältigen zu können. Seitdem Cruyff seine Reformpläne vorgestellt habe, sei es unmöglich gewesen, die Position des Direktors auszufüllen, erklärte van den Boog, der sein Amt am 1. Januar 2009 angetreten hatte. Zuvor waren als Reaktion auf die Kritik schon Club-Chef Uri Coronel und der Aufsichtsrat zurückgetreten.

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus darf bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland pfeifen. Die 32-Jährige steht auf der Liste der 16 Unparteiischen, die der Weltverband Fifa am Montag für das Turnier bekanntgab. Steinhaus hat in der Zweiten Liga bereits 29 Partien geleitet. Neben Steinhaus wurden auch die Assistentinnen Katrin Rafalski und Marina Wozniak nominiert. Die WM beginnt am 26. Juni mit dem Eröffnungsspiel Deutschland gegen Kanada in Berlin.

Nach drei Niederlagen in den ersten fünf Saisonspielen ist Waleri Karpin als Trainer des russischen Rekordmeisters Spartak Moskau zurückgetreten. Der Traditionsverein war zudem im Viertelfinale der Europa League am FC Porto gescheitert. Der 42-jährige Karpin, der die Mannschaft seit rund zwei Jahren betreut hatte, bleibe jedoch Generaldirektor. Das teilte Spartak auf seiner Internetseite mit.

ham/sid/dpa

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