Kurzpässe Wenger kommandiert, Rummenigge zweifelt

Mehr als einmal hat es Gerüchte um einen Wechsel von Ashley Cole vom FC Arsenal zum FC Chelsea gegeben. Nun hat Arsenal-Coach Arsène Wenger dem Verteidiger ein Ultimatum gesetzt. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schaut indes skeptisch auf den bevorstehenden Bundesliga-Start.


Hamburg - Arsène Wenger, Coach des FC Arsenal, hat Abwehrspieler Ashley Cole eine Frist von einer Woche für seinen Wechsel zum Liga-Rivalen FC Chelsea gegeben. "Ich weiß nicht, was in den nächsten Tagen mit Cole passiert, aber für mich ist die Zeit gekommen, eine Entscheidung zu treffen", so Wenger. Vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel des Teams gegen Dynamo Zagreb deutete der Trainer an, dass der Club ohne den wechselwilligen 25-Jährigen besser dran sei. "Wir haben den Vorteil, dass wir uns nie abhängig von Namen gemacht haben", sagte Wenger, "Ich habe Spieler in meinem Team, die gut genug sind - egal, wer den Club verlässt."

Arsenal-Trainer Wenger: "Nie abhängig von Namen"
AFP

Arsenal-Trainer Wenger: "Nie abhängig von Namen"

Cole, dessen Ablösesumme vertraglich auf 16 Millionen Pfund festgesetzt ist, war mit seinen Wechselabsichten bereits vor knapp 18 Monaten Teil eines Premiere-League-Skandals, als er sich unerlaubterweise mit Chelsea-Trainer Jose Mourinho und einem anderen Clubvertreter traf, um Vertragsmodalitäten zu besprechen. Sowohl der Verteidiger als auch die Chelsea-Verantwortlichen wurden damals mit Geldbußen belegt.

Der Vorstandschef von Fußball-Meister Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, prophezeit seiner Mannschaft einen schwierigen Beginn der neuen Bundesliga-Saison. "Wir werden am Anfang schon damit rechnen müssen, dass der Start nicht optimal sein wird. Wir wissen, dass es etwas holprig wird", sagte Rummenigge drei Tage vor dem ersten Spiel gegen Borussia Dortmund dem DSF. Außerdem habe der zum FC Chelsea gewechselte Michael Ballack im Team eine Lücke hinterlassen. "Durch den Weggang von Michael Ballack gibt es ein Vakuum in der Mannschafts-Hierarchie", sagte Rummenigge, "und das müssen die Spieler, die hohe Ansprüche haben, einfach zu ihren Gunsten nutzen und ausfüllen."

Stürmer Alexander Zickler rechnet trotz seiner derzeit guten Form nicht mit einem Comeback in der deutschen Nationalmannschaft. "Da muss schon viel passieren, dass ich da dabei bin", sagte der 32-Jährige von Red Bull Salzburg vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen den FC Valencia der Zeitung "Die Welt". In den ersten vier Saisonpartien hat Zickler sieben Tore erzielt. Im DFB-Team spielte er zwölf Mal, zuletzt im Oktober 2002 gegen Bosnien-Herzegowina.

kob/sid/dpa



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