Kurzpässe Wolfsburg holt Martins, Ribéry kontert Kritik

Verstärkung für den Top-Sturm: Wolfsburg hat Angreifer Obafemi Martins von Newcastle United verpflichtet. Franck Ribéry hat die Kritik von Franz Beckenbauer zurückgewiesen. Der Internationale Sportgerichtshof verdonnert Adrian Mutu vom AC Florenz zu einer Rekord-Geldstrafe.


Hamburg - Mittelfeldspieler Franck Ribéry vom FC Bayern München hat die Kritik von Franz Beckenbauer an seiner Person und dem seit Wochen anhaltenden Theater um einen möglichen Wechsel zu Real Madrid entschieden zurückgewiesen. "Ich habe mich außerhalb des Platzes und auch auf dem Spielfeld immer wie ein Profi benommen. Ich ändere mich nicht, ich bin immer noch derselbe", sagte Ribéry der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

Mittelfeldspieler Ribéry: "Bayern-Verantwortliche mögen mich"
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Zudem bedankte sich Ribéry beim Bayern-Vorstand, der ihn gegen Beckenbauer in Schutz genommen hatte. "Ich habe es sehr geschätzt, wie sie mich nach der Kritik des Herrn Beckenbauer verteidigt haben", sagte der Franzose, und fügte hinzu: "Die Verantwortlichen des FC Bayern wollen mich nicht gehen lassen. Sie mögen mich. Wenn ich die Bayern aber doch irgendwann mal verlassen sollte, möchte ich das in einem guten Verhältnis tun."

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg hat den nigerianischen Angreifer Obafemi Martins verpflichtet. Der 24-Jährige kommt vom englischen Premier-League-Club Newcastle United und unterzeichnete einen Vier-Jahres-Vertrag. Das teilte der VfL mit. "Das ist genau der Typ Spieler, den wir in Ergänzung zu Grafite und Edin Dzeko gesucht haben. Er ist nicht nur schnell, sondern hat auch bewiesen, dass er torgefährlich ist", sagte Cheftrainer Armin Veh. "Für sein noch jugendliches Alter hat er in Italien und England schon viel Erfahrung gesammelt und er kennt auch die Champions League."

Martins spielte seit der Saison 2006/2007 für Newcastle United und erzielte in 88 Premier League-Spielen 28 Tore. Zuvor war er vier Jahre lang in der Serie A für Inter Mailand aktiv. 2006 wurde er mit Inter italienischer Meister. "Ich freue mich, dass der Wechsel zustande gekommen ist. Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt, ich bin glücklich, für den deutschen Meister spielen zu dürfen. Das ist eine große Herausforderung", sagte Martins. Das Trikot der nigerianischen Nationalmannschaft trug der Wolfsburger Neuzugang bislang 21-mal und erzielte dabei 13 Treffer.

Stürmer Adrian Mutu vom italienischen Club AC Florenz muss die vom Weltverband Fifa verhängte Rekord-Geldstrafe von 17,2 Millionen Euro wegen Drogenmissbrauchs an seinen ehemaligen Verein FC Chelsea zahlen. Das entschied der Cas in Lausanne. Damit wies der Internationale Sportgerichtshof den Einspruch des rumänischen Nationalspielers gegen die Strafe zurück.

Der 30-Jährige wurde im September 2004 positiv auf Kokain getestet und weltweit für sieben Monate gesperrt. Der FC Chelsea, der 2003 dem FC Parma rund 19 Millionen Euro Ablöse für Mutu überwiesen hatte, löste einen Monat später den Vertrag mit dem Rumänen auf.

Angreifer Ioannis Amanatidis hat nach seiner Absetzung als Kapitän von Bundesligist Eintracht Frankfurt die angedrohten Konsequenzen gezogen. Der 27-Jährige gab sowohl sein Amt als stellvertretender Spielführer als auch seine Mitgliedschaft im Mannschaftsrat der Hessen auf. "Wenn ich Konsequenzen ankündige, dann ziehe ich sie auch. Sportlich mache ich ganz normal weiter, ich werde weiter für den Verein alles geben", erklärte Amanatidis.

Der Streit um den Griechen sorgt bei der Eintracht ausgerechnet vor dem brisanten Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Sonntag beim Drittligisten Kickers Offenbach (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) für Unruhe. Am vergangenen Mittwoch hatte Frankfurts neuer Trainer Michael Skibbe bekanntgegeben, dass der Schweizer Abwehrspieler Christoph Spycher Amanatidis als Spielführer der Hessen ablösen wird.

pfz/luk/sid/ap



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