Kurzpässe Woronin will bleiben, Japan die WM

Berlin statt Liverpool: Dem Ukrainer Andrej Woronin gefällt es in der Hauptstadt - er will nicht zurück auf die Insel. Japan hat angekündigt, sich um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu bewerben, Cottbus nach Warnungen der Polizei ein Testspiel abgesagt.


Hamburg - Stürmer Andrej Woronin ist zuversichtlich, nach Ablauf seiner Leihfrist im Sommer 2009 bei Hertha BSC zu bleiben. "Es gab ein Gespräch mit Hertha. Ich gehöre noch zwei Jahre Liverpool, weiß nicht, wieviel Ablöse ich kosten würde. Aber ich glaube, wenn Hertha und ich uns einig sind, wird mir Liverpool keine Steine in den Weg legen", sagte der ukrainische Nationalspieler der "Bild"-Zeitung.

Stürmer Woronin: "Hertha und ich, das passt"
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Stürmer Woronin: "Hertha und ich, das passt"

"Hertha und ich, das passt. Ich wurde gut vom Team aufgenommen. Mit Trainerstab und Manager gibt's auch keine Probleme. Viele Mitarbeiter haben mir bei der Geburt meines Kindes und beim Umzug geholfen. Fußballerisch läuft's auch. Wichtig ist, was Hertha will", bekräftigte Woronin. Viel wird davon abhängen, ob der FC Liverpool bei der in Medienberichten genannten Ablöseforderung von vier Millionen Euro bleibt.

Ze Roberto II will nicht mehr für Schalke 04 spielen Der im Januar 2008 für rund drei Millionen Euro zu den Königsblauen gewechselte brasilianische Stürmer sagte dem Internet-Sportportal globoesporte: "Ich kehre nicht mehr nach Deutschland zurück." Er habe auf Schalke viele Probleme erlebt, die ihn davon abhielten, dort seine Karriere fortzusetzen. Sein Berater würde schon Angebote aus Brasilien sondieren, um eine Rückkehr so schnell wie möglich in die Wege zu leiten. Ze Roberto II, der erst drei Bundesligaspiele absolvierte, beklagt vor allem, dass er weder unter Mirko Slomka noch unter Fred Rutten eine echte Chance bekommen habe. Zudem könne er sich nicht mit den frühen Trainingszeiten und den niedrigen Temperaturen in Deutschland anfreunden.

Japan hat Bewerbungen um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 angekündigt. Trotz der Olympia-Bewerbung Tokios für 2016 wolle er "diese Herausforderung annehmen", sagte der Präsident des japanischen Fußball-Verbandes JFA, Motoaki Inukai. Das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa hatte zuvor auf seinen Sitzungen am Rande der Club-WM in Tokio beschlossen, nur einen Bewerbungsprozess für beide Endrunden durchzuführen und die beiden Ausrichter im Dezember 2010 bekanntzugeben. Interessierte Nationen können sich ab Januar 2009 bei der Fifa bewerben. Möglich ist dabei eine Kandidatur für nur eine oder beide Endrunden.

"Die Weltmeisterschaft und Olympische Spiele sind völlig unterschiedliche Veranstaltungen. Einige Leute behaupten, es wäre zuviel für Japan, beides auszurichten", sagte Inukai: "Aber Japan kann es schaffen. Japan ist sicher und unsere Zuschauer haben gute Manieren." 2002 hatte Japan die WM-Endrunde gemeinsam mit Südkorea ausgerichtet. Bisher haben Belgien und die Niederlande Interesse an einer gemeinsamen Gastgeberrolle bekundet, außerdem wollen Australien, Mexiko, die USA, England, Spanien und China Bewerbungen einreichen.

Nach einer Warnung der Polizei wird Bundesligist FC Energie Cottbus das am 24. Januar geplante Testspiel beim Oberligisten BFC Dynamo absagen. "Uns wurde von der Polizei geraten, nicht zu spielen. Die szenekundigen Beamten aus Berlin und Cottbus sind sich einig, dass das Risiko zu groß wäre", bestätigte Energie-Pressesprecher Ronny Gersch der "Berliner Zeitung". Mit einer Vertragsstrafe rechnet Energie jedoch nicht. "Wir gehen davon aus, dass der BFC unsere Gründe respektiert", so Gersch. Der FC Energie will nun am selben Tag ein Testspiel beim Chemnitzer FC bestreiten.

Beim Oberliga-Spitzenspiel Tennis Borussia gegen den BFC Dynamo war es zu heftigen Ausschreitungen gekommen, bei denen 58 Personen verletzt worden waren. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes belegte den BFC Dynamo "wegen fortgesetzt unsportlichen Verhaltens" mit einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro.

Der spanische Erstligist UD Almería hat seinen Trainer Gonzalo Arconada mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Tabellen-16. der Primera Divisiòn zog damit die Konsequenzen aus den Niederlagen der vergangenen Wochen. Arconada, ein Bruder des legendären spanischen Nationaltorwarts Luis Miguel Arconada, ist in dieser Saison der fünfte Trainer in der spanischen Liga, der vorzeitig seinen Posten räumen musste.

fsc/dpa/sid



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