Kurzpässe Zé Roberto fehlt länger, Ermittlungen gegen Bancé und Franz

Der HSV kann wohl erst im Februar wieder mit Zé Roberto planen. Nach den Vorfällen um Maik Franz und Aristide Bancé hat der DFB Ermittlungen aufgenommen. Im Spiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und 1860 München gibt es offenbar keine Anhaltspunkte auf eine Spielmanipulation.

HSV-Spieler Zé Roberto: Rückkehr erst im Februar
ddp

HSV-Spieler Zé Roberto: Rückkehr erst im Februar


Hamburg - Der Hamburger SV muss über den Rückrundenstart hinaus auf Zé Roberto verzichten. Nach seiner Knöcheloperation am 27. November trägt der Brasilianer drei Wochen lang Gips. "Danach bekomme ich zwei Wochen einen speziellen Schuh, erst dann kann ich mit dem Training beginnen", sagte der 35-Jährige am Montag.

Damit fehlt Zé Roberto mit Sicherheit am 16. Januar im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg und wird voraussichtlich erst im Februar wieder dabei sein. Wegen des Afrika-Cups in Angola (10. bis 31. Januar) fehlen dem HSV zudem Guy Demel (Elfenbeinküste) und Jonathan Pitroipa (Burkina Faso) in den ersten Partien der Rückrunde.

Die angeblich rassistischen Beleidigungen von Eintracht-Verteidiger Maik Franz gegenüber FSV-Stürmer Aristide Bancé nach dem Derby zwischen Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 am vergangenen Samstag beschäftigen den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Wie der DFB am Montag mitteilte, wurden Ermittlungsverfahren sowohl gegen Franz als auch gegen Bancé eingeleitet, der seinem Gegenspieler nach dem Schlusspfiff den Mittelfinger gezeigt hatte.

"Es ist unter aller Sau, dass er sowas behauptet"

Der DFB-Kontrollausschuss wird beide Spieler zeitnah zu den Vorfällen anhören. Danach wird über den weiteren Fortgang der Verfahren entschieden. Bancé hatte nach dem 0:2 der Mainzer schwere Vorwürfe gegen Franz wegen angeblicher rassistischer Aussagen und weiterer Beleidigungen erhoben. "Franz hat meine Eltern beleidigt, mich einen dreckigen Neger und nach Schlusspfiff noch Hurensohn genannt", sagte Bancé in der Sendung "Flutlicht" des SWR.

Franz wies die Vorwürfe zurück. "Es ist unter aller Sau, unterste Schublade, dass er sowas behauptet. Das zeigt seinen Charakter. Bancé hat Bockmist gebaut und will nun davon ablenken. Ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagte der Eintracht-Verteidiger der "Bild"-Zeitung. Die Vorwürfe seien "frei erfunden". Unabhängig vom Ermittlungsverfahren des DFB wird Bancé für seinen Mittelfinger von Seiten des FSV mit einer Geldstrafe belegt.

Dem DFB und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Zweitliga-Partie zwischen dem SC Rot-Weiß Oberhausen und dem TSV 1860 München (0:1) manipuliert worden ist. Zuvor hatte Oberhausen "schnellstmögliche Aufklärung"vom DFB gefordert. Unmittelbar vor der Partie hatte der DFB die Mannschaften und den Schiedsrichter informiert, dass es ungewöhnliche Ausschläge auf dem internationalen Wettmarkt mit Bezug auf die Begegnung gegeben habe.

Adriano brasilianischer Meister

Top-Stürmer Adriano hat nach der Rückkehr in seine Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro gleich im ersten Jahr die brasilianische Meisterschaft gewonnen. Der 27-Jährige wurde mit 19 Toren zudem neben dem Nationalmannschaftskollegen Diego Tardelli (Atletico Mineiro) Torschützenkönig der brasilianischen Serie A.

Dagegen muss der frühere Bundesliga-Profi Marcelinho (Hertha BSC Berlin, VfL Wolfsburg) mit Coritiba FC nach einem 1:1 im "Abstiegsendspiel" gegen Fluminense Rio de Janeiro den Gang in die zweite Liga antreten. Fluminense, das vor Wochen noch abgeschlagen Schlusslicht war, rettete sich mit sieben Siegen und vier Unentschieden aus den letzten elf Spielen.

Nach der Gruppenauslosung sind die Tickets für die WM 2010 in Südafrika heiß begehrt. Binnen zwei Tagen gingen fast 220.000 Anfragen für die Eintrittskarten auf der Internetseite des Weltverbandes Fifa ein. Exakt 219.162 Ticketanfragen habe man in den 48 Stunden nach der Zeremonie am Freitagabend in Kapstadt bekommen. "Wir sind erfreut über das bis jetzt gezeigte Interesse. Es zeigt die Wirkung, die die Auslosung auf die Fußballfans und die WM im kommenden Jahr hatte", sagte Horst R. Schmidt vom Organisationskomitee am Montag in einer Fifa-Mitteilung.

jar/sid/dpa



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