Kurzpässe Zickler träumt von EM, Schuster entgeht Alptraum

In Österreich fand er sein Glück, und bei der EM würde Stürmer Alexander Zickler ebenfalls gern auflaufen. Bernd Schuster entschuldigt sich für die Leistung von Real Madrid. Der 1. FC Kaiserslautern hat nun einen Teammanager, der woanders Angestellter bleibt.


Hamburg - "Ich muss zugeben: Ich wäre gern dabei. Ein großes Turnier fehlt mir in meiner Karriere. Dem trauere ich hinterher", sagte Zickler, mit 22 Treffern für den österreichischen Erstligisten Red Bull Salzburg im Jahr 2007 weltweit der erfolgreichste deutsche Stürmer, in einem Interview mit der "Welt".

Salzburg-Stürmer Zickler: "Halte Ball lieber flach"
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Salzburg-Stürmer Zickler: "Halte Ball lieber flach"

Allerdings will der ehemalige Bayern-Spieler seinen Wunsch nach einer EM-Teilnahme nicht als Kampfansage an die Nationalspieler Miroslav Klose, Mario Gomez oder Lukas Podolski verstanden wissen. "Nein, Gott bewahre! Gerade Miroslav Klose halte ich für einen der besten Stürmer der Welt. Ich halte den Ball lieber flach und freue mich, dass es für mich derzeit so gut läuft", erklärte der 33-Jährige.

Laut der Internationalen Föderation für Fußball-Historie und -Statistik belegte Zickler 2007 Platz 17 unter den Welttorjägern und war damit einziger Deutscher unter den Top 50. "Ein Gläschen Sekt" habe er sich auf diesen Erfolg schon genehmigt. "Aber ich würde das auch nicht überinterpretieren. Schließlich ist die österreichische Liga eine Nummer kleiner als die Bundesliga", sagte er. Um sicher bei der EM dabei zu sein, will sich Zickler eine Karte für das Gruppenspiel in Wien zwischen seiner Wahlheimat Österreich und Deutschland besorgen.

Bernd Schuster ist seiner ersten Blamage als Trainer von Real Madrid nur knapp entgangen. Im Königspokal rettete erst ein Fernschuss von Guti in der Nachspielzeit zum 2:1 (1:1)-Endstand die B-Auswahl Reals vor dem Aus gegen den Drittligisten FC Alicante. Bereits im Hinspiel war Real nicht über ein 1:1 hinaus gekommen. "Wir haben unnötig gelitten, und zwar in einem Spiel, in dem wir grundlos jede Menge klare Chancen ausgelassen haben", schimpfte Schuster: "Wir bitten um Entschuldigung, es war absolut unnötig, bis zur letzten Minute zu zittern. Wir sind klar die bessere Mannschaft, da gibt es keine Diskussion."

Barcelona strauchelt ebenfalls

Für Real hatte im Estadio Bernabeu Arjen Robben (30.) mit seinem ersten Treffer für die "Königlichen" das Führungstor für die Gastgeber erzielt, bei denen Christoph Metzelder wegen einer Fußsohlenentzündung passen musste. Borja gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für den Außenseiter (64.).

Enttäuschend war auch der Auftritt des FC Barcelona, der gegen das ebenfalls drittklassige CD Alcoyano nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus kam. Nach dem 3:0 aus dem Hinspiel steht Barcelona aber dennoch im Achtelfinale. Im Estadio Nou Camp brachte Santiago Ezquerro (2., 10.) Barcelona früh in Führung. Jorge Perona (69., Elfmeter) und Carlos Arnau (90.) trafen für die Gäste.

Fritz Fuchs wird neuer Teammanager beim abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Der 64-Jährige, der bei einem saarländischen Unternehmen als Angestellter tätig bleibt, ist nach Angaben von Aufsichtsratsmitglied Hartmut Emrich "auf ehrenamtlicher Basis künftig für die Mannschaft und den Sport zuständig". Hauptamtlicher Manager ist Frank Aehlig. Fuchs spielte von 1969 bis 1975 für den 1. FC Kaiserslautern. Anschließend war er Trainer unter anderem in Saarbrücken, Bielefeld, Essen und FC Homburg.

goe/sid/dpa



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