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DFB-Test gegen Polen: Jugend forscht

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images

0:0 im Test-Länderspiel Deutsche C-Elf enttäuscht gegen Polen

Jüngste Startelf der Geschichte, zwölf Debütanten: Mit einer C-Elf ist die deutsche Nationalmannschaft im Testspiel gegen Polen nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Das Team dürfte so wohl nie wieder zusammenspielen.

Hamburg - Tore gab es im Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Polen nicht, dafür aber zwei Rekorde: Bundestrainer Joachim Löw bot in Hamburg die jüngste Startelf in der 106-jährigen Länderspiel-Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf, das Durchschnittsalter betrug 21,45 Jahre. Außerdem gaben - inklusive der später eingewechselten Spieler - zwölf Akteure ihr Debüt, so viele wie noch nie in einem Deutschland-Spiel.

In Abwesenheit der Profis aus München, Dortmund und der meisten der im Ausland aktiven DFB-Spieler erreichte die deutsche C-Elf 30 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) in einer schwachen Partie gegen Polen nur ein 0:0. Am 1. Juni tritt Löws Team in Mönchengladbach gegen Kamerun an, danach reduziert der Bundestrainer seinen Kader auf jene 23 Profis, die mit nach Brasilien dürfen. Der letzte Test vor der Abreise steht am 6. Juni in Mainz gegen Armenien an.

Löw wollte natürlich das Beste aus der Partie gegen Polen machen, auch wenn er eine Elf aufbot, die so wohl nie wieder zusammen kommen wird. "Als Trainer muss man auch ein bisschen in die Zukunft schauen", sagte Löw vor dem Spiel. Doch ohne Top-Spieler wie Philipp Lahm, Mario Götze, Marco Reus oder Mesut Özil sah die Formation der Deutschen nur sehr bedingt nach Nationalmannschaft aus.

Dazu passte auch die Kulisse: Nur 37.569 Zuschauer hatten den Weg in die Hamburger Arena gefunden, und es dürfte eine Weile gedauert haben, bis sich das Publikum mit der Darbietung auf dem Rasen angefreundet hatte. In den ersten Minuten passierte wenig. Julian Draxler, an diesem Abend Kapitän des deutschen Teams, kam in der 13. Minute zum ersten Mal halbwegs gefährlich zum Abschluss.

Volland überzeugt nicht - und wird ausgewechselt

Sein Schalker Kollege Leon Goretzka verstolperte in der 25. Minute nach einer Flanke von Oliver Sorg in guter Position. In der 33. Minute vergab Antonio Rüdiger vom VfB Stuttgart die beste Chance der ersten Hälfte. Seinen Kopfball rettete der Kölner Slawomir Peszko auf der Linie.

Die Polen versuchten durchaus, aktiv am Spiel teilzunehmen, und sie kamen immer wieder vor das Tor von Ron-Robert Zieler. Marcin Robaks Kopfball verfehlte das Gehäuse (24.) allerdings deutlich, Mateusz Klich prüfte den deutschen Keeper mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze nicht ernsthaft (32.). Insgesamt hatte Löws Perspektiv-Team die Partie ordentlich im Griff, allerdings ohne ansatzweise zu glänzen - geschweige denn, ein Tor zu schießen.

Zur Pause wechselte der Bundestrainer dreimal, unter anderem nahm Marc-André ter Stegen im Tor Zielers Platz ein. In der 49. Minute brach der ebenfalls eingewechselte André Hahn auf der rechten Seite durch, verpasste es aber, einen von gleich vier gut postierten Kollegen anzuspielen. Kurz danach verfehlte Draxler das Tor per Distanzschuss deutchlich (52.). In der 57. Minute legte Hahn für Max Meyer auf, der Schuss des Schalkers war aber kein Problem für Polens Keeper Artur Boruc. Der als einzige Spitze gestartete Kevin Volland konnte nicht überzeugen, er wurde in der 71. Minute ausgewechselt.

Löw schöpfte sein Wechsel-Kontingent voll aus, insgesamt tauschte er sechs Mal. Darunter litt die Qualität des deutschen Spiels weiter, in der Schlussphase verflachte die Partie endgültig - und ging mit dem einzig logischen Ergebnis unter den Pfiffen der Zuschauer zu Ende.

Deutschland - Polen 0:0
Deutschland:
Zieler (46. ter Stegen) - Rüdiger (46. Höwedes), Mustafi, Ginter, Sorg (82. Günter) - Rudy, Kramer - Goretzka (46. Hahn), Meyer (77. Arnold), Draxler - Volland (71. Jung)
Polen: Boruc - Olkowski, Cionek (77. Wilusz), Szukala, Wawrzyniak - Krychowiak, Klich - Peszko (53. Zyro), Obraniak (53. Linetty), Rybus - Robak (53. Milik)
Schiedsrichter: Borbalan (Spanien)
Zuschauer: 37.569

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