Nach Champions-League-Ausschluss Legia Warschau will Teammanagerin entlassen

Weil Legia Warschau einen nicht spielberechtigten Profi eingesetzt hatte, schloss die Uefa den Klub aus der Champions League aus. Nun scheint der Verein eine Schuldige gefunden zu haben: Teammanagerin Marta Ostrowska.


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Nach dem Ausschluss aus der Champions League zieht der polnische Fußballklub Legia Warschau personelle Konsequenzen: Teammanagerin Marta Ostrowska muss wohl ihren Posten räumen. Das kündigte Vereins-Mitbesitzer Dariusz Mioduski an. Der Beschluss soll am Freitag offiziell verkündet werden. Ostrowska hatte das Amt 2013 übernommen, sie war die erste weibliche Teammanagerin in Polens erster Liga.

Warschau hatte sich in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League durch zwei Siege (4:1 und 2:0) gegen den schottischen Meister FC Celtic aus Glasgow auf sportlichem Wege für die Playoffs der "Königsklasse" qualifiziert. Weil der in der 88. Minute des Rückspiels eingewechselte Legia-Profi Bartosz Bereszynski nicht spielberechtigt gewesen war, wertete die Uefa das Rückspiel jedoch rückwirkend 3:0 für Celtic. Durch die Auswärtstorregel erreichten die Schotten die Playoffs.

Eigentlich wäre Bereszynskis Drei-Spiele-Sperre nach einer Roten Karte in der vergangenen Europa-League-Saison beim Rückspiel gegen Celtic bereits abgelaufen. Denn vor dem ersten Duell mit den Schotten hatte Warschau bereits zwei Qualifikations-Partien gegen St. Patrick's Athletic absolviert. Offenbar hatte es Legia jedoch versäumt, den Spieler für diese Duelle anzumelden. Den Fehler kreidet der Verein nun Ostrowska an.

Legias anschließender Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas blieb ohne Erfolg, ein Eilantrag gegen den Ausschluss aus der Champions League wurde abgewiesen. Stattdessen spielt der Klub nur um den Einzug in die Europa League spielen. Dort siegte Warschau im Hinspiel beim kasachischen Vertreter FK Aqtöbe 1:0.

mon/Reuters



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quark@mailinator.com 21.08.2014
1. 3:0 ???
Manche Entscheidungen sind wirklich kaum nachvollziehbar. Wenn man 2:0 führt und 2 Minuten vor Schluß jemanden einwechselt, dann kann das Spiel doch wohl kaum 0:3 gewertet werden. Absurd sowas und frustrierend unsportlich. Von mir aus können sie es 2:3 werten, wenn das sein muß, aber 0:3 ??? Einfach idiotisch. Angeblich ist Sport ja so ein tolles Vorbild für Fairness etc. aber _gerecht_ fühlt sich das nicht im mindesten an.
DerUnvorstellbare 21.08.2014
2.
Eine Schande dass Legia disqualifiziert wurde. Und Schande über Celtic dass sie diese UEFA-Entscheidung nicht zurückgewiesen haben.
Bln79 22.08.2014
3. Kurze Regelkunde
Wenn ein Spiel "am grünen Tisch" entschieden wird, oder man quasi disqualifiziert wird, so wird es immer mit 3:0 gewertet.
TheDjemba 22.08.2014
4.
Zitat von DerUnvorstellbareEine Schande dass Legia disqualifiziert wurde. Und Schande über Celtic dass sie diese UEFA-Entscheidung nicht zurückgewiesen haben.
Eher eine Schande, dass Legia unprofessioneller geführt wird, als mancher Sechstligist. Und was Celtic angeht, eine UEFA-Entscheidung zurückweisen? Sollen sie vor den CAS ziehen, weil der Gegner zu blöd war, die Konsequenz aber regelkonform ist? Wenn ein Spieler eingesetzt wird, der nicht eingesetzt werden darf, dann wird das Spiel 3-0 für den Gegner gewertet. Auch wenn Legia augenscheinlich keinen Vorteil durch den eingesetzten Spieler hatte, Regeln sind Regeln. Natürlich ist das für Legia sehr, sehr unglücklich. Aber dass Celtic das 3-0 am grünen Tisch reicht, um eine Runde weiter zu kommen, ist purer Zufall. Hätte Legia das Hinspiel höher gewonnen, würden wir hier nichts zu diskutieren haben.
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