Dämpfer im Kampf um die Königsklasse Leverkusener Siegesserie endet in Mainz

Leverkusen hatte einen Lauf: noch kein Spiel verloren in diesem Jahr. Doch die Mainzer beendeten die schöne Serie. Weil sie bissiger waren und das Spiel in der entscheidenden Phase an sich rissen.
Serie gerissen: Gegen Mainz klappte das sonst so erfolgreiche Kombinationsspiel nicht

Serie gerissen: Gegen Mainz klappte das sonst so erfolgreiche Kombinationsspiel nicht

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Alex Grimm / Getty Images

Der FSV Mainz 05 hat die beeindruckende Siegesserie von Bayer Leverkusen gestoppt. Zum Auftakt des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga fügten die 05er den Gästen beim 3:2 (0:1) die erste Niederlage in diesem Jahr zu und greifen nun sogar in den Kampf um die internationalen Startplätze ein.

Vor 10.000 Zuschauern brachten Top-Torjäger Patrik Schick (35. Minute) und Joker Lucas Alario (74.) die Gäste zweimal in Führung, doch Aarón Martín (57.), Jean-Paul Boetius (84.) und Marcus Ingvartsen (88.) drehten die Partie zugunsten der 05er, die mit dem fünften Heimsieg in Serie ihren Vereinsrekord aus dem Jahr 2009 unter Trainer Thomas Tuchel egalisierten.

Die erste Chance hatten die Gäste. Kerem Demirbay prüfte in der 6. Minute Mainz-Torwart Robin Zentner. Die Mainzer machten dann allerdings das Spiel und den bissigeren Eindruck. Bayer hatte Mühe, Raum für das in dieser Saison so erfolgreiche Kombinationsspiel zu finden. Anders die Gastgeber. Anton Stach (13.) und Silvan Widmer (16.) scheiterten mit Schüssen an einem gut aufgelegten Lukáš Hrádecký, der stark parierte.

Die Mainzer waren ohne personelle Änderungen in die Partie gegangen. Trainer Bo Svensson vertraute der gleichen Startelf wie in der Vorwoche beim 1:1 in Freiburg. Bayer-Trainer Gerardo Seoane tauschte einmal: Abwehrspieler Jonathan Tah kehrte nach überstandenem Infekt zurück und ersetzte den angeschlagenen Mitchel Bakker.

Mainz blieb dran

Die Mainzer waren in der ersten Halbzeit nah an der Führung, doch auch die größte Möglichkeit nach einer halben Stunde führte nicht zum Erfolg. Jonathan Burkhard legte frei vor Hrádecký auf seinen Sturmpartner Karim Onisiwo ab, doch der Österreicher wurde noch entscheidend gestört.

Besser machte es Leverkusens Top-Torjäger Patrik Schick: Der Tscheche versuchte es aus etwa 20 Metern mit einem Schuss und hatte Glück, das FSV-Kapitän Moussa Niakhaté den Ball unhaltbar für Torwart Zentner abfälschte. Es war das erste Gegentor für die Mainzer im heimischen Stadion seit dem 21. November beim 1:1 gegen den 1. FC Köln. Danach hatten die 05er vier Heimspiele in Serie zu null gewonnen.

Schick musste kurz nach Wiederbeginn verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Lucas Alario (48.), der dann kurze Zeit später zusah, wie die Mainzer das Spiel wieder an sich rissen: Martín sorgte mit einem sehenswerten Freistoßtor für den Ausgleich. Das vermeintliche Führungstor durch Onisiwo wenig später wurde nach Videobeweis von Schiedsrichter Benjamin Cortus zurückgenommen (63.) – der Treffer auf der anderen Seite von Alario nach schöner Bayer-Kombination zählte dagegen.

Aber Mainz blieb dran und der eingewechselte Jean-Paul Boëtius schlenzte den Ball vom Strafraumrand ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich. Die Svensson-Elf bewies Charakter und mit viel Willen stocherte Joker Marcus Ingvartsen den Ball durch die Bayer-Abwehr zur 3:2-Führung.

oka/dpa