HSV-Profi Holtby über Spielverweigerung "War absolut nicht in Ordnung"

Er stand nicht in der Startelf, deshalb wollte er nicht mit zum Spiel fahren: HSV-Profi Lewis Holtby sorgte für einen Aufreger vor der Zweitligapartie gegen Union Berlin. Nun entschuldigte er sich öffentlich.

Lewis Holtby
Stuart Franklin / Getty Images

Lewis Holtby


Lewis Holtby hat nach seiner Suspendierung beim Zweitligisten Hamburger SV öffentlich einen Fehler eingestanden. Der 28-Jährige hatte vor dem 0:2 bei Union Berlin darum gebeten, nicht mit nach Berlin reisen zu müssen. Der HSV hatte daraufhin verkündet, dass Holtby in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen werde. Im Sommer endet sein Vertrag.

"Die Reaktion war emotional, geschah im Affekt und war absolut nicht in Ordnung - das habe ich nach einer kalten Dusche wenige Minuten nach dem Training eingesehen und umgehend die Entscheidung gegenüber dem Trainer revidiert", teilte Holtby mit. "Leider wurde mir die Tür nicht mehr aufgemacht, was ich mir aber unbedingt gewünscht hätte. Ich werde die Entscheidung des Vereins akzeptieren müssen."

Holtby habe kurz nach seiner Aussage gewusst, dass dies ein Fehler gewesen sei, hatte auch HSV-Coach Hannes Wolf bestätigt. Er hatte seinem Spieler zuvor eröffnet, dass dieser voraussichtlich nicht in der Startelf stehen werde. "Aber du bekommst es dann nicht mehr gedreht, wenn es ausgesprochen ist, dass ein gesunder Spieler nicht mit zum Spiel will", sagte Wolf.

Nach Angaben von HSV-Sportvorstand Ralf Becker wird Holtby, der seit 2014 für den HSV spielt, auch nicht mehr am Training des Profiteams teilnehmen. "Für uns ist klar, und das wird auch bis zum Ende der Saison so bleiben, dass es keinen Sinn mehr macht", sagte Becker in Berlin.

Mit der sechsten Partie ohne Sieg in Serie sind die Hamburger aus den Aufstiegsrängen gerutscht und liegen drei Spieltage vor Schluss nur noch auf Platz vier.

bka/dpa



insgesamt 49 Beiträge
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spon1899 29.04.2019
1.
Holtby denkt anscheinend unter der Woche vor allem immer daran wie er einen möglichst coolen Insider-Torjubel präsentieren kann. Vernünftig trainieren ist da nicht so wichtig.
tucson58 29.04.2019
2. Wie war das nochmals ?
Holtby hatte doch freiwillig auf ein Millionengehalt bei anderen Clus im In;- und Ausland verzichtet um dem HSV beim direkten Aufstieg zu helfen ....jetzt streikte er wo es zu entscheidenden Spielen kommt ? Ich habe den Schmarren damals schon nicht geglaubt und belegt mir ehute das ich wohl richtig lag. den wollte gar keiner und schon gar nicht für die Konditionen die ihm der HSV gibt , bzw bald gab !
entsetzt04.09.2015 29.04.2019
3. Verein macht großen Fehler
Holtby wird motivierter denn je sein, durch seinen verbalen Ausrutscher. Das kann der HSV gebrauchen, wenn sie wieder Aufsteigen wollen.
Mustermann64 29.04.2019
4.
tja, hätte er ihn mal spielen lassen, und zwar seit Wochen, dann hätten der HSV vermutlich ein paar mehr Punkte.
toninotorino 29.04.2019
5. Schade
Ich muss Holtby in Schutz nehmen. Für mich einer der sympathischsten Profis. Von starken Emotionen geleitet. Mir wesentlich lieber, als stromlinienförmige "Technokraten". Wem ist das nicht schon selbst passiert? Menschlich kann ich es verstehen.
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