Ligapokal-Halbfinale Bajramovic stiehlt Kuranyi die Show

Der FC Schalke 04 ist mit seinen prominenten Neuzugängen gut in die Saison gestartet. Durch ein 2:1 (1:0) gegen Werder Bremen zog der Vizemeister ins Finale um den Ligapokal ein. Dort geht es für die Schalker gegen Kuranyis Ex-Club Stuttgart.


Torschütze Sand: Im Jubel mit Schalkern Asamoah (l.) und Zlatan Bajramovic
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Torschütze Sand: Im Jubel mit Schalkern Asamoah (l.) und Zlatan Bajramovic

Gelsenkirchen - Im ersten Pflichtspiel dieser Saison stahl Zlatan Bajramovic den Star-Einkäufen Kevin Kuranyi und Fabian Ernst die Show. Der Ex-Freiburger erzielte mit einem sehenswerten Volleyschuss in der 34. Minute den Führungstreffer der Gelsenkirchner. Stürmer Ebbe Sand (71.) erzielte das hoch verdiente 2:0 für die Königsblauen, die vor mehr als 56.000 Zuschauern in der Veltins-Arena mit einer über weite Strecken starken Leistung Appetit auf die erneute Jagd auf Rekordmeister Bayern München machten. Nelson Valdez (90.) konnte für Werder nur noch verkürzen.

Schiedsrichter Helmut Fleischer zog sich beim 2:0 den Unmut der Bremer zu. Stürmer Ebbe Sand rempelte im Fünf-Meter-Raum Torhüter Tim Wiese um. "Ein klares Foulspiel" nach Meinung von Trainer Schaaf, doch die Pfeife des Referees blieb stumm, Sand köpfte ungehindert ein.

Bei ihrem Debüt standen vor allem der Ex-Bremer Ernst und Kuranyi, der für knapp sieben Millionen Euro aus Stuttgart gewechselt war, unter aufmerksamer Beobachtung. Beide fügten sich gut in das flüssige Kombinationsspiel der Gastgeber ein. Mit schnellen Pässen hebelte die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick die Bremer Viererkette ein ums andere Mal aus und erspielte sich zahlreiche gute Torchancen. Das einzige Manko: Aus den vielen Möglichkeiten machten die Gastgeber zu wenig.

Die erste Großchance hatte Kuranyi, der in der zehnten Minute aus kurzer Entfernung an Wiese scheiterte. Sein Sturmkollege Sand verfehlte zweimal mit Kopfbällen nur knapp das Bremer Tor (23./51.). Auch ein Schuss von Ernst strich am Pfosten vorbei (30.). Bei fast allen Schalker Offensivaktionen war Spielmacher Lincoln beteiligt, der nahtlos an die starken Leistungen der vergangenen Saison anknüpfte. Auch dem Führungstor ging eine Flanke des Brasilianers voraus, Bajramovic traf den Ball volley, der unglückliche Wiese konnte ihn nicht mehr um den Pfosten lenken.

Die Bremer, die in der Vorrunde Bayer Leverkusen mit 1:0 ausgeschaltet hatten, kombinierten zwar phasenweise recht ansehnlich, waren vor dem Schalker Tor aber meist ungefährlich. Lediglich Tim Borowski hatte in der 26. Minute eine gute Torchance.

Schalke 04 - Werder Bremen 2:1 (1:0)
1:0 Bajramovic (34.)
2:0 Sand (71.)
2:1 Valdez (90.)
Schalke: Rost - Altintop, Bordon, Krstajic, Kobiaschwili - Ernst, Poulsen (54. Varela), Bajramovic - Lincoln (85. Hoogland) - Sand, Kuranyi (58. Asamoah)
Bremen: Wiese - Davala, Fahrenhorst, Pasanen, Schulz - Frings, Baumann (79. Hunt), Borowski (46. Vranjes) - Micoud - Klasnic (46. Valdez), Klose
Zuschauer: 56.781
Schiedsrichter: Fleischer (Hallstadt)
Gelbe Karten: - / Baumann, Micoud, Davala



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