Fußball in Frankreich AS Monaco zahlt 15,7 Millionen für 20-Jährigen

Der französische Vizemeister sorgt mit einem Transfer für Aufsehen: Obwohl die Uefa den AS Monaco im Rahmen des Financial Fairplay beobachtet, verpflichtet der Oligarchenklub einen 20-Jährigen für 15,75 Millionen Euro. Die Summe gilt als viel zu hoch.
Monacos Bernardo Silva: Vertrag bis 2019

Monacos Bernardo Silva: Vertrag bis 2019

Foto: VALERY HACHE/ AFP

Hamburg - Der portugiesische Fußball-Jungprofi Bernardo Silva wechselt für 15,75 Millionen Euro von Benfica Lissabon zu AS Monaco. Der Transfer des 20-Jährigen wurde vom portugiesischen Rekordmeister bekannt gegeben. Monaco teilte mit, Silva habe beim Tabellenfünften der französischen Ligue 1 und Champions-League-Achtelfinalisten einen Vertrag bis 2019 unterzeichnet. Der offensive Mittelfeldspieler war im Sommer nach Monaco ausgeliehen worden.

Die Höhe der Ablösesumme sorgt für Aufsehen, portugiesische Medien bezeichnen sie als extrem übertrieben. Den Marktwert des Profis, der vom Cristiano-Ronaldo-Manager Jorge Mendes betreut wird, schätzt tranfermarkt.de auf 3,5 Millionen Euro.

Der französische Klub steht im Rahmen des Financial Fairplay unter der Beobachtung der Uefa. Zwar musste der Klub bislang noch keine Strafe zahlen, aber die Uefa soll klargemacht haben, dass das Geschäftsmodell des Klubs gegen die neuen Finanzregeln verstößt. So erzielt Monaco nur geringe Einnahmen aus Ticketverkäufen, Merchandising und TV-Erlösen, für die jährlichen Verluste in zweistelliger Millionenhöhe gibt es keine überzeugende Erklärung.

Bei Benfica war Silva in der vergangenen Saison nur bei drei Pflichtspielen eingewechselt worden und stand dabei insgesamt 31 Minuten auf dem Feld. Für das Team des Fürstentums spielte er häufiger - 21-mal - und erzielte ein Tor.

Dennoch hatte Monacos portugiesischer Trainer Leonardo Jardim kurz vor Weihnachten im Interview der Sportzeitung "Record" erklärt: "Bernardo Silva ist in Portugal nicht sehr bekannt. Dort hat er nur für die B-Elf von Benfica gespielt. Seit Saisonbeginn hat er sich erheblich verbessert, er hat aber noch viel Arbeit vor sich."

cte/dpa
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