Ex-Bayern-Profi Sagnol entschuldigt sich nach Rassismusvorwürfen

Der frühere Bayer-Profi und heutige Trainer Willy Sagnol macht einen Rückzieher: Nach seinen umstrittenen Äußerungen über afrikanische Fußballer hat sich der Girondins-Coach entschuldigt.

Bordeaux-Coach Sagnol: "Es tut mir leid"
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Bordeaux-Coach Sagnol: "Es tut mir leid"


Hamburg - Nach den Rassismusvorwürfen gegen Willy Sagnol hat sich der frühere Fußballprofi des FC Bayern München in seinem Heimatland Frankreich entschuldigt. "Es tut mir leid, wenn sich jemand von meinen Aussagen (über afrikanische Spieler) schockiert, gedemütigt oder verletzt gefühlt hat", erklärte der Trainer des französischen Erstligisten Girondins de Bordeaux am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel beim RC Lens.

In seiner Erklärung betonte Sagnol allerdings, er sei missverstanden worden, weil er sich "nicht klar genug" ausgedrückt habe. Der 37-Jährige hatte im Interview der Zeitung "Sud Ouest" gesagt, der "typische afrikanische Spieler" sei nicht teuer, er sei "kampfbereit" und agiere auf dem Feld "kraftvoll". Das sei im Fußball, so Sagnol, aber nicht alles. "Fußball ist auch Technik, Intelligenz, Disziplin. Man braucht alles. Auch Spieler aus dem Norden", sagte er.

Nicht wenige interpretierten diese Worte Sagnols als rassistische Attacke gegen Afrikaner. Der im Tschad geborene Ex-Präsident von Olympique Marseille, Pape Diouf, rief die afrikanischen Profis der Ligue 1 dazu auf, aus Protest gegen Sagnol für einen Spieltag in den Streik zu treten. Die Sozialistische Partei (PS) forderte eine Strafe durch den französischen Nationalverband FFF.

aha/dpa



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