Immer noch nicht Meister Paris Saint-Germain geht 1:5 beim OSC Lille unter

Paris Saint-Germain muss nach einem turbulenten 1:5 beim Tabellenzweiten aus Lille weiter auf den vorzeitigen Titelgewinn in Frankreichs erster Liga warten. Starstürmer Mbappé wirft dem Team "fehlende Persönlichkeit" vor.

PSGs Kylian Mbappé
Christophe Ena / AP

PSGs Kylian Mbappé


Paris Saint-Germain hat das Topspiel beim OSC Lille 1:5 (1:1) verloren und konnte nach einer blamablen Leistung auch am 32. Spieltag den vorzeitigen Titelgewinn noch nicht perfekt machen.

Thomas Meunier (7.) per Eigentor, Nicolas Pépé (51.), Jonathan Bamba (65.), Gabriel (71.) und José Fonte (84.) trafen für Lille. Juan Bernat erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (11.). Noch vor der Pause sah er aber die Rote Karte, weil er den davonstürmenden Gegenspieler Pépé am Arm festgehalten hatte. Wegen intensiver Diskussionen nach dem Platzverweis dauert die erste Hälfte der Partie 53 Minuten.

Bereits in der Vorwoche hätte das Team von Trainer Thomas Tuchel ein Sieg zum Titelgewinn gereicht, ein 2:2 gegen Racing Straßburg inklusive einer kuriosen Klärungsaktion von Eric Maxim Choupo-Moting war jedoch zu wenig. In Lille hätte PSG sogar ein Unentschieden gereicht. Stattdessen brachte der Tabellenzweite dem Starensemble die höchste Pflichtspielniederlage seit dem 1:6 im Champions-League-Achtelfinale beim FC Barcelona im März 2017 bei. In der französischen Liga ist es gar das erste Mal seit Dezember 2000, dass PSG fünf Gegentreffer kassierte.

Trotz dieser zweiten Saisonniederlage liegt Paris sechs Spieltage vor Saisonende weiter komfortable 17 Punkte vor Lille. PSG hat zudem noch ein Spiel in der Hinterhand.

"Wir werden Meister werden, aber so dürfen wir nicht verlieren", sagte PSG-Stürmer Kylian Mbappé nach der Partie. "Das ist nicht normal. Uns fehlt Persönlichkeit, das ist einer unserer Fehler, das müssen wir korrigieren. Wir haben wie Anfänger gespielt."

Tuchel wollte sich dieser Meinung nicht anschließen. Er verwies stattdessen auf die angespannte Personalsituation und darauf, dass ihm nur 15 Spieler für die Partie zur Verfügung gestanden hätten. "Das ist nicht zu machen. Sogar Thilo Kehrer, der für Thiago Silva ins Spiel kam, war krank", sagte der Trainer: "Wir haben nicht genug Spieler. Darüber redet nur keiner, weil wir gewinnen, aber das heute war einfach zu viel."

sak/sid/rtr



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