Messi, Ronaldo, Lukaku und Co. Das sind die wichtigsten Transfers des Sommers

In Paris und Manchester wird groß eingekauft, Weltstars wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo wechseln den Klub. Zeitgleich herrscht in der Bundesliga große Zurückhaltung: Der Transfersommer in Bildern.
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Dribblings, Tore, Vorlagen: Man nenne eine Offensivkategorie, Lionel Messi gehört in ihr zu den absolut besten Spielern auf diesem Planeten. Und das seit anderthalb Jahrzehnten. Das Trikot des FC Barcelona trug der als Teenager aus Argentinien gekommene 34-Jährige sogar noch länger. Entsprechend tränenreich gestaltete sich Messis Abschied im Sommer: Barça hatte sich durch Misswirtschaft in die Lage gebracht, den Vertrag mit dem Superstar selbst zu deutlich reduzierten Bezügen nicht verlängern und Messi zum Spielbetrieb anmelden zu können. So verschlug es den großen One Club Man des europäischen Profifußballs zum Starensemble von Paris Saint-Germain.

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Auch Real Madrid verlor einen Talisman ablösefrei nach Paris: Kapitän Sergio Ramos wechselte von den Königlichen in den Prinzenpark, auch dank des Abwehrveteranen liest sich der Kader, der Mauricio Pochettino zur Verfügung steht, mehr und mehr wie eine Weltauswahl.

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Darf es noch der eine oder andere Kapitän mehr sein? Georginio Wijnaldum führt die niederländische Nationalmannschaft an, auch den Mittelfeldspieler zog es in diesem Sommer nach Paris. Der ehemalige Liverpooler kostet noch dazu ebenfalls keine Ablöse – und ist damit Teil eines spektakulären Quartetts.

Foto: FRANCK FIFE / AFP
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Denn auch Gianluigi Donnarumma hat als Kapitän die AC Milan verlassen, ohne, dass PSG für den Transfer eine Ablöse hätte zahlen müssen. Zwar machen Handgelder, Beraterhonorare und Spitzengehälter diese Transferoffensive für die vom Emirat Katar finanzierten Franzosen noch immer zu einer kostspieligen Angelegenheit, für den italienischen Titelhelden und besten Spieler der vergangenen Europameisterschaft, der auf Jahre hinweg zu den besten Keepern der Welt zählen dürfte, ist ein besserer Deal aber wohl kaum vorstellbar.

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Ebenfalls aus Mailand, aber vom Stadtrivalen Inter und mit einer Ablösesumme von 60 Millionen Euro für einen stolzen Preis kam Achraf Hakimi nach Paris. Der ehemalige Dortmunder setzte seinen kometenhaften Aufstieg zu einem der besten Außenverteidiger der Welt in Italien nahtlos fort, beim Scudetto-Gewinn der Nerazzuri war Hakimi Stammkraft.

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15 Millionen Euro zahlte der FC Chelsea vor zehn Jahren für den jungen Romelu Lukaku, 15 Spiele machte er für die Blues. Einen Treffer erzielte der Belgier damals nicht. Seitdem reifte Lukaku beim FC Everton, Manchester United und Inter Mailand zu einem der besten Mittelstürmer seiner Generation. Im ersten Spiel nach seiner Rückkehr zum Champions-League-Sieger brauchte Lukaku bezeichnenderweise nur 15 Minuten, um einen Treffer zu erzielen. Dafür kostete er diesmal aber auch stolze 115 Millionen Euro Ablöse.

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Das Abenteuer FC Barcelona scheint für den französischen Weltmeister Antoine Griezmann vorerst beendet. Der Angreifer kehrt nach zwei Jahren bei den Katalanen zu Atlético Madrid zurück – allerdings vorerst nur auf Leihbasis. Griezmann war erst 2019 für 120 Millionen Euro von Madrid zu Barcelona gewechselt.

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Auch, wenn jede Menge A-Prominenz des Fußballgeschäfts in den letzten Monaten den Klub gewechselt hat: Niemand war in diesem Sommer teurer als ein 25-Jähriger von Aston Villa. 117,5 Millionen Euro ließ sich Englands Meister Manchester City dem Vernehmen nach die Dienste von Jack Grealish kosten, eine Summe, die auch damit zu tun hat, dass Grealish zu den Gesichtern der so erfolgreichen neuen Generation in der englischen Nationalmannschaft gehört. Als Dribbler auf dem linken Flügel soll er für das Team von Pep Guardiola den Unterschied machen.

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13 Jahre ist dieses Foto von Cristiano Ronaldo im Trikot von Manchester United alt. Nach einer Ära bei Real Madrid und einer von guten individuellen Leistungen, aber für Ronaldo-Verhältnisse mäßigem mannschaftlichen Erfolg geprägten Drei-Jahres-Abstecher zu Juventus will der heute 36-Jährige es an alter Wirkungsstätte noch einmal wissen. Doch braucht es den Ausnahme-Mittelstürmer im Old Trafford überhaupt noch? Mit Mason Greenwood, Anthony Martial und Edinson Cavani kämpfen vier Angreifer um einen Startplatz im Sturm der Red Devils.

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Weniger prestigeträchtig, dafür umso wichtiger dürfte der Transfer von Jadon Sancho für United werden. Der beim Stadtrivalen City ausgebildete, in Dortmund dann zum Weltklassespieler gereifte Außenstürmer kostete den Klub aus Manchester dem Vernehmen nach 85 Millionen Euro. Der sportliche Gegenwert, den man sich von Sancho erwartet, ist entsprechend groß – nicht umsonst hatte man schon in den letzten Transferfenstern immer wieder versucht, den Wechsel zurück auf die Insel möglich zu machen.

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Und auch in der Abwehr darf Ole Gunnar Solskjær ab dieser Saison mit einem prominenten Zugang arbeiten: Raphaël Varane wurde Weltmeister mit Frankreich, gewann als Spieler von Real Madrid viermal die Champions League – und bildet nun gemeinsam mit Harry Maguire eine Ausnahme-Innenverteidigung bei United. Nach Jahren der Dominanz durch den Stadtrivalen City könnte die neu zusammengestellte Mannschaft Manchester wieder rot färben.

Foto: TONY OBRIEN / REUTERS
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Eigentlich sollte er an der Seite von Lionel Messi stürmen, nun muss Memphis selbst in die Rolle des Schlüsselspielers in der Offensive des FC Barcelona wachsen. Bislang überzeugte der ablösefrei von Olympique Lyon gekommene Angreifer in jedem Spiel, doch das Erbe des vielleicht besten Fußballers aller Zeiten rund um das krisengeschüttelte Camp Nuo anzutreten, wird eine Löwenaufgabe für den 27-Jährigen.

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Die Lücke, die Ramos und Varane im Abwehrzentrum von Real Madrid hinterlassen hat, muss gefüllt werden. Entscheidend dafür mitverantwortlich ist David Alaba: Nach 13 Jahren beim FC Bayern München wechselte der Österreicher ablösefrei nach Spanien und trifft dort Carlo Ancelotti wieder, der auch in München eine gute Saison lang als Trainer tätig war. Unter dem Italiener stieg Alaba sofort zu einer wichtigen Figur im Team auf, nach drei Spieltagen sind die Madrilenen Tabellenführer in La Liga.

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Im Mittelfeld ist Real vergleichsweise prominent besetzt, doch die Tage von Toni Kroos und Luka Modrić werden angesichts des fortgeschrittenen Fußballer-Alters der beiden Superstars schon bald gezählt sein. In ihre Fußstapfen treten darf Eduardo Camavinga: Mit 16 schon Stammspieler bei Stade Rennes, mit Erfahrung in der Champions League und der französischen Nationalmannschaft, dazu immer noch erst 18 Jahre alt. Camavinga kann einer der besten Spieler der Welt werden, gemessen an seinem Potential sind die kolportierten 31 Millionen Euro Ablöse ein fairer Preis auf dem heutigen Transfermarkt.

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Rodrigo wer? Der Name Rodrigo de Paul dürfte selbst manch regelmäßigem Champions-League-Zuschauer vor diesem Sommer nicht geläufig gewesen sein. Atlético Madrid holte den Argentinier für 35 Millionen Euro Ablöse aus Udine in die spanische Hauptstadt und sicherte sich so die Dienste eines zentralen Mittelfeldspielers, der technische Klasse mit einem hohen Arbeitsaufwand gegen den Ball verbindet – und das seit Jahren, aber eben nur bei einem italienischen Mittelfeldklub. Nun bekommt de Paul beim spanischen Meister die große Bühne, die er mit dem Nationalteam im Sommer bereits erfolgreich bespielte: Beim Copa-América-Triumph Argentiniens war de Paul ein Leistungsträger.

Foto: Rodrigo Jimenez / EPA
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Und in der Bundesliga? Da blieb das ganz große Transferspektakel in diesem Sommer aus. Mit den Superreichen in Paris und England kann der FC Bayern München als letzter echter Spitzenklub der Bundesrepublik in keinem Wettbieten mithalten. Dafür verstanden sich die Bayern einmal mehr darauf, die ligainterne Konkurrenz um ihre wichtigsten Personalien zu erleichtern: Kurz vor Toreschluss wechselte nach Trainer Julian Nagelsmann und Innenverteidiger Dayot Upamecano auch noch Mittelfeld-Anführer Marcel Sabitzer von RB Leipzig zum Rekordmeister.

Foto: Revierfoto / imago images/Revierfoto

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So viele namhafte Transfers im selben Sommer hat es schon lange nicht mehr gegeben: Mal trotz, mal wegen der wirtschaftlichen Nachwirkungen der Coronapandemie haben die europäischen Fußballklubs überaus veränderungsreiche Monate hinter sich.

Vor allem finanzstarke Riesen wie Paris Saint-Germain oder die Teams der englischen Premier League haben mit spektakulären Verpflichtungen dafür gesorgt, dass sich die Kräfteverhältnisse national wie international weiter verschieben.

Welche Wechsel sorgten für Aufsehen, welche Teams haben sich am besten verstärkt? Die wichtigsten Transfers des Sommers im Überblick.

ced
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