Nach Eklat bei der Copa América Messi darf drei Monate lang nicht für Argentinien spielen

Bei der Copa América hatte Lionel Messi die Rote Karte gesehen, seine Medaille verweigert und den südamerikanischen Verband attackiert. Dieser sperrte den Superstar nun - auch für ein Testspiel gegen Deutschland.

Lionel Messi (Mitte) im Disput mit Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar
Nelson Almeida / AFP

Lionel Messi (Mitte) im Disput mit Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar


Der südamerikanische Fußballverband Conmebol hat Superstar Lionel Messi drei Monate lang für Spiele der argentinischen Nationalmannschaft gesperrt. Das gab der Verband bekannt und belegte den Spieler des FC Barcelona zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 US-Dollar (rund 45.000 Euro).

Grund für die Bestrafung war ein Eklat bei der Südamerikameisterschaft Copa América: Im Spiel um Platz drei gegen Chile (2:1) hatte der 32-Jährige nach einem Gerangel mit Chiles Verteidiger Gary Medel zum zweiten Mal in seiner Karriere die Rote Karte gesehen. Im Anschluss sagte Messi: "Die Korruption und die Schiedsrichter haben es nicht zugelassen, dass wir bei der Show mitmachen. Die Copa ist ein abgekartetes Spiel für Brasilien." Weil er nicht "Teil dieser Korruption" sein wolle, verweigerte er die Entgegennahme der Bronzemedaille.

Messi fehlt im Testspiel gegen Deutschland

Die unmittelbare Folge der Sperre durch die Rote Karte ist ein Fehlen des Angreifers beim ersten Qualifikationsspiel für die WM 2022 im kommenden März. Durch die nun zusätzlich verhängte Sperre werden keine weiteren Pflichtspiele betroffen sein, sondern lediglich vier Testspiele. Im September spielt Argentinien in den USA gegen Chile und Mexiko, am 9. Oktober (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: RTL) ist die Albiceleste in Dortmund zu Gast und tritt gegen das DFB-Team an. Eine weitere Partie ist noch nicht festgelegt, soll aber folgen.

Messi ist nicht der einzige Argentinier, dem seine Beschwerden bei der Copa eine Bestrafung einbrachten. Und die fiel im Fall von Argentiniens Verbandspräsidenten Claudio Tapia drastischer aus: Der 51-Jährige war vor knapp zwei Wochen von seinem Posten im Council des Weltverbandes Fifa abberufen worden, weil er nach der 0:2-Halbfinalniederlage gegen den Copa-Gastgeber und späteren Sieger Brasilien "ernste und schwerwiegende Schiedsrichterfehler" moniert und "die Prinzipien von Ethik, Loyalität und Transparenz" infrage gestellt hatte.

tip/dpa/sid



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World goes crazy 03.08.2019
1. Aber Recht hat er nunmal schon...
Nur hat er leider nicht die Macht sich mit diesem durch und durch korrupten System zu messen. Bei all seiner Popularität und Integrität. Von der FIFA, über die Kontinental- und Landesverbände oft sogar bis in die Regionalverbände zieht sich eine Spur der Vetternwirtschaft und der "Wir-nehmen-uns-so-wichtig-und-haben-die-Macht-deshalb-können-wir-es-uns-erlauben"-Mentalität. Die Rote gegen Messi war die Retourkutsche für seine Schirikritik. Schade, dass die Infantinos und Blatters den Fußball so hart im Griff haben (gut IOC, Handballverband und Co. sind auch nicht besser....). Schon WFV- und BFV-Funktionäre oft genug arrogante Möchtegerns -.- Schade, dass ich diese A*holes auch noch per Mannschaftsbeitrag bezahle (und dafür kein Anspruch auf Mitsprache habe)...
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