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03. April 2012, 23:15 Uhr

Sieg gegen AC Mailand

Rekord-Torjäger Messi schießt Barça ins Halbfinale

Der Titelverteidiger ist weiter: Gegen den AC Mailand gewann der FC Barcelona das Rückspiel und steht im Halbfinale der Champions League. Lionel Messi verwandelte zwei Elfmeter und stellte mit nun 14 Treffern im Wettbewerb einen neuen Rekord auf.

Hamburg - Weltfußballer Lionel Messi hat beim 3:1 (2:1)-Sieg gegen den AC Mailand einen weiteren Rekord aufgestellt. Der Star des FC Barcelona schoss sein Team im Viertelfinal-Rückspiel (Hinspiel 0:0) mit seinen Treffern Nummer 13 und 14 (11. Minute/41.) in dieser Champions-League-Saison ins Halbfinale - eine neue Bestmarke. Neben Messi traf Andrés Iniesta (53.) für Barça. Milan durfte nach Antonio Nocerinos zwischenzeitlichem 1:1-Ausgleich (32.) nur kurz hoffen.

Im Halbfinale könnte Barcelonas Gegner FC Chelsea heißen. Die Londoner gewannen ihr Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon 1:0 und haben im Rückspiel am Mittwoch Heimrecht (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Der Titelfavorit aber heißt weiter FC Barcelona - vor allem dank Messi. Mit seinen beiden Treffern überflügelte der 24-Jährige den bisherigen Saisonrekord, den er gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy hielt, um zwei Tore.

Zugleich stellte er die historische Bestmarke im alten Landesmeister-Cup von José Altafini ein, der in der Saison 1962/1963 für den AC Mailand 14 Treffer erzielte. Messi könnte nun als erster Spieler zum vierten Mal in Serie erfolgreichster Torschütze in Europas Eliteliga werden. Insgesamt hat der Argentinier nun schon 51-mal in der Königsklasse getroffen. Er zog damit am Franzosen Thierry Henry (50) vorbei und hat nur noch den Schalker Raúl (71) und van Nistelrooy (56) vor sich.

Nocerini gelingt der zwischenzeitliche Ausgleich

Barça machte wie erwartet von Beginn an Druck. Zweimal vergab Messi noch die Chance zum 1:0. Zunächst konnte Mailands Torwart Christian Abbiati seinen Flachschuss aus neun Metern parieren, dann vergab der Rekord-Torjäger aus kurzer Entfernung. Sein dritter Torschuss aber fand sein Ziel. Luca Antonini hatte Messi nach einem Konter im Strafraum gefoult, den Elfmeter verwandelte der Argentinier selbst.

Auch danach beherrschten die Hausherren die Partie. Das Tor jedoch erzielten die Gäste. Robinho und der frühere Barça-Stürmer Zlatan Ibrahimovic bereiteten vor, Nocerino vollendete zum 1:1. Damit wären die Italiener eine Runde weiter gewesen.

Doch der Schreck bei den Katalanen währte nicht lang. Nur neun Minuten später zeigte der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers erneut auf den Elfmeterpunkt. Alessandro Nesta hatte Sergio Busquets im Strafraum bei einem Eckball festgehalten. Diesmal suchte sich Messi die rechte Torecke aus und traf erneut.

Kurz nach der Pause zeigte die Elf von Trainer Josep Guardiola dann, dass sie auch aus dem Spiel heraus treffen kann. Messis Schuss wurde abgeblockt, der Ball kam zu Iniesta und der Welt- und Europameister schob zum 3:1 ein. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Mailand war nicht mehr in der Lage, die Gastgeber noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Am Ende hätte Barça sogar höher gewinnen können.

FC Barcelona - AC Mailand 3:1 (2:1)
1:0 Messi (11., Foulelfmeter)
1:1 Nocerino (33.)
2:1 Messi (41., Foulelfmeter)
3:1 Iniesta (53.)
Barcelona: Valdés - Alves, Piqué (75. Adriano), Mascherano, Puyol - Busquets - Xavi (63. Thiago), Iniesta - Fàbregas (78. Keita) - Messi, Cuenca
Mailand: Abbiati - Abate, Nesta, Mexès, Antonini - Ambrosini - Nocerino, Seedorf (61. Aquilani) - Boateng (70. Pato, 83. López) - Robinho, Ibrahimovic
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)
Zuschauer: 94.629
Gelbe Karten: Mascherano (2), Cuenca - Antonini (2), Nesta (4), Seedorf (2), Robinho, Mexès (2), López, Nocerino (3)

luk/dpa/sid

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