Traditionsreicher Preis Messi und Rapinoe gewinnen Ballon d'Or

Lionel Messi ist nun alleiniger Rekordchampion des Ballon d'Or, sein ewiger Konkurrent Cristiano Ronaldo schaffte es noch aufs Treppchen. Megan Rapinoe krönt ihr Weltmeister-Jahr.
Lionel Messi und Megan Rapinoe

Lionel Messi und Megan Rapinoe

Foto: JOSEP LAGO/ AFP

Lionel Messi hat nach der Wahl zum Fifa-Weltfußballer Ende September nun auch den Ballon d'Or 2019 gewonnen. Das ergab die Kür in Paris. Für den Argentinier vom FC Barcelona ist es bereits die sechste Auszeichnung nach 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015, damit zog der 32-Jährige an Cristiano Ronaldo vorbei und ist nun alleiniger Rekordsieger der wichtigen Individualauszeichnung im Profifußball. Die Trophäe für die beste Fußballerin ging an die US-Amerikanerin Megan Rapinoe.

Im Vorjahr hatte bei den Männern der Kroate Luka Modric die von Sportjournalisten durchgeführte Wahl gewonnen; der Ballon d'Or wird seit 1956 von der französischen Zeitschrift "France Football" verliehen.

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Juventus-Star Ronaldo wurde in diesem Jahr Dritter, die Top Drei beim Ballon d'Or hatte der Portugiese letztmals 2010 verpasst. Platz zwei ging an Liverpools Topverteidiger Virgil van Dijk, er hatte in der vergangenen Saison mit den Reds die Champions League gewonnen. Sein Teamkollege Sadio Mané wurde Vierter. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski war als einziger Bundesliga-Spieler nominiert, er belegte den achten Platz.

Gewinner Messi war mit dem FC Barcelona im Halbfinale an Liverpool gescheitert, dennoch spielte der Argentinier eine überragende Saison 2018/2019 mit 73 Torbeteiligungen (51 Treffer, 22 Vorlagen) in 50 Vereinsspielen.

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Rapinoe auf und neben dem Platz ein Star

Die beste Fußballerin des Jahres Rapinoe hatte mit den USA bei der Weltmeisterschaft in Frankreich triumphiert. Bei der WM überragte die 34-Jährige mit sechs Treffern, neben dem Platz gilt sie als eine der lautesten Fußballerinnen im Kampf um Gleichberechtigung. Rapinoe war bei der Kür nicht anwesend und bedankte sich in einer Videonachricht.

Die englische Nationalspielerin Lucy Bronze (Olympique Lyon) wurde Zweite, Platz drei ging an US-Stürmerin Alex Morgan von Orlando Pride.

Erst seit 2018 wird der "Ballon d'Or Féminin" vergeben. Die Premiere vor einem Jahr wurde von einer sexistischen Frage des Moderators an Gewinnerin Ada Hegerberg überschattet. Statt die Spielerin von Olympique Lyon nach ihren fußballerischen Leistungen zu befragen, wollte der Musiker und DJ Martin Solveig lediglich wissen, ob sie "twerken" könne, also beim Tanzen mit Hüften und Hintern wackeln. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

De Ligt wird Mbappé-Nachfolger

Bei der Wahl des besten Nachwuchsfußballers setzte sich Matthijs de Ligt vor BVB-Profi Jadon Sancho durch. Der 20 Jahre alte Verteidiger hatte in der Vorsaison mit Ajax Amsterdam in der Champions League überrascht. Das Team war erst im Halbfinale gegen Tottenham ausgeschieden. Im Sommer wechselte der Niederländer zu Juventus nach Italien. Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain gewann die Kopa Trophy 2018.

In der neu eingeführten Torhüter-Wahl durfte Liverpools Alisson Becker feiern. DFB-Keeper Marc-André ter-Stegen vom FC Barcelona wurde Zweiter. Die Yashin Trophy ist nach der früheren Torwart-Legende Lev Yashin benannt.

jan/ptz