EM-Klassiker im Liveticker So lief das EM-Finale 1976 zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei

Die Euro 2020 ist abgesagt. Eine gute Gelegenheit, noch einmal EM-Klassiker anzuschauen. Verfolgen Sie das Finale der EM 1976 zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei im (Re-)Liveticker.
Franz Beckenbauer in seinem 100. Länderspiel

Franz Beckenbauer in seinem 100. Länderspiel

imago images/ Sportfoto Rudel
  • 5:7
    Antonin Panenka
    5:6
    Ladislaw Jurkemik
    Hannes Bongartz
    5:5
    4:5
    Anton Ondrus
    Heinz Flohe
    4:4
    3:4
    Zdenek Nehoda
    Rainer Bonhof
    3:3
    2:3
    Marian Masny
    Bernd Hölzenbein
    90'
    2:2
    Dieter Müller
    29'
    1:2
    0:2
    25'
    Karol Dobias
    0:1
    9'
    Jan Svehlik
  • Postgame

  • 3/26/20 9:01 PM
    Ein letzter Gruß in die Nacht. Und falls Sie irgendwo einen Ball finden sollten, wenn Sie mal wiede vor die Tür gehen dürfen, dann könnte es der vom 20. Juni 1976 sein, der gelandet ist. Gute Nacht, alles Gute und gesund bleiben, und Peter Maffay wünscht das sicher auch.
  • 3/26/20 9:01 PM
    Das entscheiden höhere Instanzen als wir, Peter. Ich hätte Lust. Das WM-Finale 1986, das WM-Halbfinale 1982? "Schaun mer mal." Machen Sie's gut und bleiben Sie gesund.
  • 3/26/20 8:58 PM
    Das war es aus Belgrad, beziehungsweise Berlin und Hamburg von uns. Das hat Spaß gemacht. Ich hatte die Partie tatsächlich seit 1976 nicht mehr gesehen. Marco, machen wir da weiter? Gibt ja noch ein paar schöne Partien.
  • 3/26/20 8:57 PM
    Das war ein legendäres Elfmeterschießen, das ist unbestritten. Aber auch ein gut anzuguckendes Spiel, Und das kann man nicht von jedem schlecht gealterten Fußballspiel sagen.
  • 3/26/20 8:56 PM
    Tolles Spiel, verdienter Sieger! Mit zwei ikonischen Elfmetern, die bis ans Ende aller Fußballtage bleiben werden.
  • 3/26/20 8:55 PM
    Der Ball von Hoeneß.
  • 3/26/20 8:54 PM
    Für die Scheißstimmung ist er doch selbst verantwortlich.
  •  

    Game over! Final Score: 5:7

  • Shootout

  •  

    Goal! Tschechoslowakei Antonin Panenka

    Warum bleibt Maier nicht stehen?
  •  

    Penalty missed! Deutschland Uli Hoeneß

    NACHTHIMMEL.
  •  

    Goal! Tschechoslowakei Ladislaw Jurkemik

    Der Vorletzte.
  •  

    Goal! Deutschland Hannes Bongartz

    Das war sicher.
  •  

    Goal! Tschechoslowakei Anton Ondrus

    Maier immer daneben.
  •  

    Goal! Deutschland Heinz Flohe

    Cool.
  •  

    Goal! Tschechoslowakei Zdenek Nehoda

    Ein Tor für Darmstadt.
  •  

    Goal! Deutschland Rainer Bonhof

    Bonhof trifft immer.
  • 3/26/20 8:49 PM
    Auf gehts, Uli.
  •  

    Goal! Tschechoslowakei Marian Masny

    Das war schon problemlos.
  • 3/26/20 8:48 PM
    Die Zuschauerrtribüne mittlerweile komplett eingenebelt. Nikotin ist kein Verbrechen.
  • 3/26/20 8:46 PM
    Langsam mal in die Luft gucken. Ja, da ist er, der Nachthimmel von Belgrad.
  • 3/26/20 8:45 PM
    Jetzt schon mal für den vierten deutschen Elfmeter ein gutes Buch von 1976 zur Hand nehmen. Charles Berlitz, Das Bermuda-Dreieck. Dort wird sich der Ball vermutlich (auch nicht) auffinden.
  • 3/26/20 8:44 PM
    Jetzt fehlen natürlich Müller und Breitner bei den Elfmeterschützen. Dann muss wohl ein anderer Bayern-Kollege ran.
  • 3/26/20 8:44 PM
    Aber Beckenbauer als fünfter deutscher Schütze wird's schon richten.
  • 3/26/20 8:43 PM
    Sie können schon einmal diese Kopfhaltung einnehmen.
  • 3/26/20 8:43 PM
    Irgendwann tickern wir hier aber auch mal ein Spiel ohne Elfmeterschießen.
  • 3/26/20 8:42 PM
    That's it.
  • Overtime 2

  • 120'+1
    Das wär's gewesen: Müller nimmt eine Hoeneß-Flanke volley und verzieht knapp.
  • 119'
    "Highly entertaining" flötet unser Kommentator und wir mögen nicht widersprechen.
  • 119'
    Noch zwei Minuten: Alle Feldspieler wollen nur noch Hoeneß schießen sehen.
  • 118'
    Beckenbauer am Ball - das Blankoschreiben, dass nichts schiefgehen kann.
  • 118'
    Bongartz holt eine Ecke heraus und galoppiert zur Fahne.
  • 115'
    Helmut Schön an der Außenlinie weiß natürlich, dass seine nervenstarken Spieler bei diesem Elfmeterschießen nicht zu bezwingen sind. Hohe Daumendichte.
  • 115'
    Der nächste klare Elfmeter. Aber Gonella denkt: Ach, Leute, ihr habt ja nachher noch genug davon.
  • 114'
    Endlich kann man den Satz schreiben, es hat lang genug gedauert: Das Spiel plätschert dahin.
  • 113'
    Es gibt keinen Anlass, aber ich habe ein so schönes Foto von Beckenbauer, dass ich es zeigen muss.
  • 112'
    Noch zehn Minuten. Hoeneß ordert schon mal das Fernrohr. Später, als Bayern-Manager, hat er es dann an die Konkurrenz weitergegeben.
  • 111'
    Natürlich! In Erbach. Props an den Haartrockner EK-661/67. Unvergessen.
  • 110'
    Rowenta - gibts die eigentlich noch? Damals unverzichtbar an der Werbebande.
  • 110'
    Brutal gefährliche Flanke in den deutschen Strafraum und Beckenbauer lässt den Ball einfach nur gelangweilt mit dem ausgestreckten Bein so weit abprallen, wie zwingend nötig.
  • 108'
    Alle Spieler wankten zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch über den Platz. Die CSSR-Spieler fallen schon um, wenn sie Vogts nur sehen.
  • 108'
    Ihr letztes WM-Spiel sollte die Tschechoslowakei übrigens ebenfalls gegen Deutschland spielen: das Viertelfinale 1990. Das "vergessene Spiel" des Weltmeisters bei jenem Turnier. Beckenbauer soll den im Achtelfinale noch so starken Klinsmann ja angebrüllt haben "Du bist nicht der weiße Pele!".
  • 107'
    Schnell noch, die Zeit rennt. Björn Borg gewann das Wimbledonturnier in jenem Sommer, und Niki Lauda verunglückte auf dem Nürburgring. Ein dramatisches Jahr, auch im Sport.
  • End Overtime 1

  •  
    Nach der ersten Verlängerungs-Hälfte weiter Remis. Weiter gehts. Das Elfmeterschießen rückt immer näher.
  • Overtime 1

  • 105'+2
    Jupp Derwall an der Seitenlinie. Von ihm hätte ich immer gedacht, dass er als Pastor in jedem Fall glücklicher geworden wäre.
  • 105'+1
    Meine erste Länderspielerinnerung ist ja das 1:2 gegen Algerien bei der WM 1982.
  • 105'
    Ja, Marco, das war 76 schon tatsächlich der Abgesang der Weltmeister, so ein bisschen wie Yordan Letschkow 94. 1978 bei der WM wurde es dann ganz schlimm. Das 0:0 gegen Italien oder das Spiel gegen Tunesien, gut, dass man das als Liveticker 76 noch nicht wusste.
  • 104'
    Maier hält noch mal einen. Drei Jahre stand er noch im Tor, bis ihn ein Autounfall die Karriere kosten sollte.
  • 103'
    Von dem EM-Torschützenkönig Dieter Müller war seit dem Tor nicht mehr sehr viel zu sehen. Ohnehin war das Turnier sein Karriere-Highlight im DFB-Dress. Er machte nur 12 Länderspiele, nach Cordoba 78 war Schluss für ihn. Mit Helmut Schön, so hieß es, kam er nie so wirklich parat.
  • 103'
    Peter, du kennst mich. Ich bin ja eher der Typ für die ganz großen Zusammenhänge. Diese deutsche Elf war schon auf dem absteigenden Ast, bei der WM 1978 kam das Aus gegen Österreich. Bei der EM standen sich Deutschland und CSSR im ersten Gruppenspiel wieder gegenüber. Bei der DFB-Elf gab es vom 1976er-Finale nur noch einen "Überlebenden": Bernhard Dietz.
  • 101'
    Für die ARD kommentierte Ernst Huberty das Finale, vorher Rolf Kramer im ZDF das Halbfinale. Zwei Meister der gedrosselten Emotion, um es mal diplomatisch auszudrücken.
  • 99'
    Immer noch ein unterhaltsames Spiel. Der Fußball des Jahres 1976 in jedem Fall ansehnlicher als die Musik-Playlist. Oder die Bestsellerliste mit dem Pseudohumoristen Kishon, Simmel und Willi Heinrich.
  • 98'
    Bongartz kam auch nur auf vier Länderspiele. Unknown pleasure: 2007 war er Sportdirektor beim griechischen Klub Xanthi FC.
  • 97'
    Auch in der Verlängerung hielten sich beide Teams nicht lange mit dem Mittelfeld auf: Flohe prüft Viktor, schöner Schuss.
  • 96'
    Zu Panenka: Wie mehrere CSSR-Spieler trudelte auch er seine Karriere in Österreich aus. Für einen EM-Helden liest sich seine Karriere-Biografie erstaunlich: Sankt Pölten. Slovan Wien, ASV Hohenau, Kleinwiesendorf, ASKO Steyermühl.
  • 94'

    Substitution - Tschechoslowakei Out: Karol Dobias. In: Frantisek Vessely.

    Auch der zweite Torschütze geht. Vesely war später unter anderem bei Rapid. Weniger Tage zuvor hatte er - ebenfalls eingewechselt - einen Treffer gegen die Niederlande erzielt, der zum Finaleinzug führte.
  • 94'
    Panenka wird sich noch rächen.
  • 93'
    Vogts hält bei Panenkas Sololauf einfach mal den Fuß rein und ist völlig überrrascht, dass er den Ball ohne Foul gewinnt.
  • 93'
    Hannes Bongartz eröffnet die Verlängerung mit einer gefährlichen Situation im Strafraum. Sein Vorname war für mich als Kind immer eher mit Hannes Burgsmüller verbunden, dem Jungen aus den Vorstadtkrokodilen.
  • End Half 2

  •  
    Ein Kassenschlager 1976 war übrigens auch "Rocky" mit Sly Stallone. So müssen sich die deutschen Spieler im Moment fühlen.
  •  
    Und auf der Tribüne wird weiterhin gemütlich geschmaucht.
  •  
    Wahrscheinlich ist Gary Lineker in diesem Moment sein berühmter Spruch eingefallen.
  •  
    Das war tatsächlich die allerletzte Szene. Schiedsrichter Gonella, der bisher kaum aufgefallen ist, pfeift sofort ab.
  • Half 2

  • 90'

    Goal! Deutschland Bernd Hölzenbein

    Bonhofs Ecke fällt genau auf Hölzenbeins Kopf. Der kann es in Endspielen auch ohne Schwalbe. "Drin isser" würde Dieter Kürten gesagt haben. Verlängerung.
  • 90'
    Letzte Minute. Noch einmal Eckball. And now Goal.
  • 89'
    Bei Gladbach wurde ja auch jeder Neuzugang erst in einen Zweikampf mit Vogts geschickt. Danach wurden die ersten Verträge wieder aufgelöst.
  • 89'
    Schwarzenbeck mit einem schwachen Abschluss. Das muss es doch gewesen sein...
  • 88'
    Vogts holzt wirklich in einem fort. Sensationell.
  • 88'
    Die letzten Minuten. Das wird nichts mehr. Ahrensfluch.
  • 86'
    Beckenbauer vor dem gegnerischen Strafraum. Es muss wirklich sehr ernst sein.
  • 85'
    Klares Foul an Dieter Müller im Strafraum. Aber kein Elfmeter. Zeiten wie beim Videobeweis. Hoeneß hätte den garantiert verwandelt.
  • 83'
    Helmut Schön führt bereits sein berühmtes verzweifeltes Gesicht spazieren.
  • 83'
    Beckenbauer hat wirklich keinen normalen Ball gespielt. Alles gelupft, gezwirbelt, Außenrist, Hacke.
  • 83'
    Die Zeit rinnt dahin in diesem Finale, und acht Minuten vor Schluss hatte man nicht mehr das Gefühl, dass sich hier etwas tut. Aber das Spiel kann doch nicht so einfach so zu Ende gehen. Nein.
  • 81'
    Hannes Bongartz im Spiel. In einem EM-Finale. Fans der Hymne von Wattenscheid 09 bekommen einen wehmütigen Moment.
  • 80'
    Ein Schalker, der später auch noch Pfälzer wurde. Es wird immer schlimmer. Wir lösen gleich auf. Stichwort: Spargel.
  • 80'

    Substitution - Deutschland Out: Erich Beer. In: Hannes Bongartz.

  • 80'

    Substitution - Tschechoslowakei Out: Jan Svehlik. In: Ladislaw Jurkemik.

    Jurkemik. Einer der wenigen, die es später nicht nach Österreich zog. Er bevorzugte ein exotischeres Ziel: die Schweiz. St. Gallen und Chur sollten es als Stationen für den späteren slowakischen Nationaltrainer sein.
  • 79'
    Apropos Verschieberei. Gleich kommt ein Schalker ins Spiel.
  • 78'
    Ohnehin war 1976 damals ja noch ein Olympiajahr mit Winter-und Sommerspielen. So etwas bekommen wir ja bald auch wieder, wenn diese Verschieberei so weitergeht. Erst Winter in Innsbruck, und mein Bruder saß mit einer Kinder-Skibrille vorm Fernseher und guckte Gold-Rosi beim Gewinnen zu.
  • 78'
    "Uuiuiuiuiui." (Fritz von Thurn und Taxis)
  • 77'
    Erich Beer. ERICH BEER. Der Chancentod hat einen Namen. Seuchenvogel sollte man in diesen Zeiten ja nicht unbedingt schreiben. Apropos: Bei den Sommerspielen 1976 von Montreal gewann Lasse Viren zwei Mal Gold.
  • 76'
    Peter, du hast es geschafft. Ich winke bei einem Pass von Beer schon vorm Rechner ab.
  • 75'
    Sepp Maier, die Katze von Anzing, war 1976 auch schon nicht mehr so behende. Hier unterschätzt er eine tschechoslowakische Flanke, die streift die Latte. Nächste Aufregerszene.
  • 75'
    Ich habe mir auch mal die deutschen Albumcharts 1976 angeschaut: NUR Compilations, zweimal Best of (Abba, Roger Whittaker) und nur ein "normales" Album. Von Otto Walkes.
  • 74'
    Wo ich bei Flohe eben schon mal das Attribut cool vewendet habe. Auch das ist natürlich 1976. 12 Wochen lang die Nummer eins.
  • 73'
    Ich werfe mal einen kritischen Blick auf die Bandenwerbung. Kümmerling, Granini, Portas. Vor meinem geistigen Auge macht Otto Rehhagel Werbung für alle drei in einem Spot.
  • 72'
    Herrlich, die DFB-Spieler mit den runterhängenden Strümpfen. Flohe ganz vorne dabei.
  • 71'
    Den Gögh-Kalauer kann ich auch mit allen vorbereiteten Hoeneß-Witzen wohl heute nicht mehr unterbieten. Schaun mer mal.
  • 70'
    Hoeneß kann auch anders. Er trifft seinen Gegenspieler voll am Kopf. Abteilung Attacke. Das hätten Andere in anderen Jahrzehnten auch mit Rot bestraft.
  • 70'
    Gögh verletzt. Wohl am Ohr. (Scherz!)
  • 69'
    Zum Hoeneß-Elfmeter nachher bereite ich schon mal "Fly Robin Fly" von der Silver Convention vor.
  • 69'
    Ich habe das Spiel ja zuvor noch nie ganz gesehen, das ist ja aufregender als gedacht.
  • 68'
    Jetzt mal ein Gegenangriff und was für einer: Masny mit einer Flanke, die aus jeder Faser nach dem Attribut "butterweich" schreit und Nehoda köpft den Ball an den Pfosten.
  • 67'
    Die tschechoslowakische Abwehr stellt sich hinten rein und verteidigt wie die Römer im Asterix. Das passt natürlcih hinten und vorne nicht. Die DFB-Elf hat ganz offensichtlich keinen Zauerbtrank. ich schreibe dies nur, um sanft die Information einzustreuen, dass der meistgesehene Film des Jahres 1976 Asterix erobert Rom war.
  • 65'
    Uli Hoeneß. Schön, dass du es ansprichst. Wir wissen ja alle, worauf es heute hinausläuft. Ich habe mal nachgeschaut, wie viele Elfmeter Hoeneß vor jenem Abend überhaupt auf seiner Visitenkarte hatte: drei. Einen in der Bundesliga (verwandelt), sogar zwei in der Nationalelf. Beide bei der WM 1974. Gegen Schweden hatte er getroffen, gegen Polen verschossen.
  • 64'
    Die CSSR wie in einem Rope-a-Dope-Kampf von Ali in den Seilen. Nächste dicke Chance für die DFB-Elf, aber Viktor wieder zur Stelle. Ali, der in jenem Jahr übrigens drei WM-Kämpfe absolvierte und alle gewann.
  • 62'
    Beckenbauer aus dem Fußgelenk mal eben über 70 Meter, der Ball kommt in den CSSR-Strafraum, Dietz und Hoeneß schaffen es irgendwie, den Ball statt ins Tor an den Pfosten zu befördern. Da konnte man schon ahnen, dass es nicht der Uli-Hoeneß-Abend wird.
  • 60'
    Wenn gerade kein Tor fällt, ist es im riesigen Belgrader Beton so still wie, wie - wie heutzutage manchmal in der Allianz-Arena. Eigentlich die typische Siebzigerjahre-Geräuschkulisse.
  • 60'
    Und als Bundesligarekordschütze der Hertha wurde er von Michael Preetz abgelöst. Auch das noch.
  • 59'
    Schöner Beer-Absatz bei Wikipedia: "Er hatte 1979 vor, in die USA oder zu Racing Strasbourg zu wechseln, doch dann wurde es Ittahad Dschidda in Saudi-Arabien."
  • 58'
    Erich Beer. Muss man mehr sagen? Das ist wieder nicht das 2:2. Die nächte Chance, die der Berliner versemmelt.
  • 58'
    1976 standen übrigens auch zwei deutsche Teams im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger: Eintracht Frankurt und BSG Sachsenring Zwickau. I'm not kiddin'.
  • 56'
    1976, das soll hier noch kurz erwähnt werden, wo Rainer Bonhof wieder am Ball ist, war auch das jahr, das jeder Gladbach-Fan mit einem Trauma verlassen hat. Im März spielt die Borussia im Landesmeister-Cup bei Real Madrid nach einem 2:2 im Hinspiel. Zwei Treffer beim Stand von 1:1 werden dem Team aberkannt, der Name des Schiedsrichters Leonardus van der Kroft ist seitdem berühmt. Borussia scheidet aus, und van der Kroft wird nie mehr international pfeifen.
  • 56'

    Yellow Card Tschechoslowakei Karol Dobias

  • 55'
    Auch Moder zog es Anfang der Achtziger nach Österreich: Er wechselte zum Grazer AK und hat dort eine Meisterschaft und einen direkt verwandelten Eckball zu Buche stehen.
  • 54'
    Moder tanzt 20 Meter vor dem Tor die deutschen Abwehrspieler aus, dass man Tränen in die Augen bekommt. Seinen feinen Schuss kann Maier im deutschen Tor gerade noch so um den Pfosten drehen.
  • 52'
    Ich warte jetzt schon eine geraume Zeit auf eine ruhigere Spielphase, um endlich ein ABBA-Video zu posten. Beckenbauer verschleppt Spiel und Ball und tut mir den Gefallen. 1976 war wohl DAS ABBA-Jahr. Fernando, Dancing Queen, Money, Money, Money. Must be funny.

  • 52'
    Masny gefällt mir sehr. Toller Fußballer, der wie so viele Akteure dieser Elf nach seinem 32. Geburtstag ins Ausland wechseln durfte und dies auch tat. Wie so viele zog es ihn nach Österreich: 1983 unterschrieb er beim SC Neusiedl am See.
  • 50'
    Wir sind wieder zurück im Spiel, und Erich Beer hatte das 2:2 wieder mal auf dem Fuß - und wieder mal wurde es nichts. Im Gegenzug hätten beinahe die Tschechoslowaken erhöht. Es ging jetzt doch wieder munter hin und her.
  • 49'
    Auch auf CSSR-Seite gibt es zwei Spieler, die bereits verstorben sind: Goloman Gögh kam 1995 bei einem Autounfall ums Leben, der später eingewechselte Frantisek Vezely erlag 2009 einem Herzversagen.
  • 47'
    Zur zweiten Hälfte griff Helmut Schön zu dem bewährten Mittel und wechselte Heinz Flohe ein, jenen genialen coolen Kölner Mittelfeldspieler, der leider nicht mehr lebt. Es gibt einen wunderbaren Dokumentarfilm über ihn. "Der mit dem Ball tanzte".
  • 47'
    Direkt nach Wiederanpfiff eine große Chance für die CSSR. Svehlik hat am Sechzehner nur noch Beckenbauer vor sich, was ihn ungehörigerweise nicht einschüchtert. Er visiert den rechten Winkel an, verzieht aber um wenige Zentimeter.
  • 45'

    Substitution - Deutschland Out: Herbert Wimmer. In: Heinz Flohe.

  • End Half 1

  •  
    Pause in Belgrad, die CSSR führt 2:1, und ich würde so in der Rückschau sagen, leistungsgerecht.
  • Half 1

  • 45'+1
    Auf der Bank neben Helmut Schön sein Assistent Jupp Derwall, Häuptling Silberlocke. Und natürlich Erich Deuser, der legendäre Masseur.
  • 45'
    Apropos Gladbach (Achtung, jetzt wird's wild): Der HSV wurde im selben Jahr Pokalsieger. Als Südwestvertreter war u.a. aus meiner Heimatstadt der ASV Idar-Oberstein dabei (Zweitrundenniederlage bei Westfalia Herne). Wir wir alle wissen, liegt Idar-Oberstein im Kreis Birkenfeld und beim SC Birkenfeld (in den Achtzigern fast in die 2. Liga aufgestiegen) spielte einst Runald Ossen, der zwischendurch auch drei Jahre bei Darmstadt 98 aktiv war - gemeinsam mit Nehoda. Bäm!
  • 44'
    Dietz, Vogts, Schwarzenbeck. Gegen diese Abwehr ging keiner ohne blaue Flecken nach Hause. Und mitten unter ihnen der leichtfüßige Beckenbauer, der die Anderen die Drecksarbeit erledigen ließ. Arbeitsteilung nach Adam Smith.
  • 43'
    Aber schon ne tolle Mannschaft, die die CSSR da auf dem Platz hatte. Seltsamerweise hat es für diese Generation nie zu einer WM-Teilnahme gereicht. 1974 und 1978 waren sie nicht dabei, weil sie in ihrer Quali-Gruppe jeweils Zweiter hinter den Schotten wurden. Die damals ja noch ne ganz große Nummer waren. Darf man den Mittzwanzigerkollegen auch nicht mehr erzählen.
  • 41'
    Mit Bonhof und Wimmer sind an diesem Endspiel nur zwei Spieler vom amtierenden deutschen Meister Borussia Mönchengladbach beteiligt. Die Borussia hatte zuvor ihre erste Meisterschaft unter Udo Lattek errungen, ihre vierte in den Siebzigerjahren. Wer damals Gladbachfan war, war Erfolgsfan. So wie ich. Nicht ahnend, welche Täter auf mich warten würden.
  • 39'
    Die Tschechoslowaken verwalten jetzt den Vorsprung, würde man heute sagen. Umso mehr fällt beim Zugucken auf, wie sehr die Trikots über den Oberkörpern damals gespannt haben.
  • 38'
    Ein kurzes Rauszoomen und der Blick auf den Klubfußball: Die Bayern wurden zwar zum dritten Mal in Folge Europapokalsieger, doch mit diesem EM-Finale endete auch ihr jahrelanger Höhenflug. Beckenbauer ging bald darauf, in der folgenden Bundesligasaison wurden sie nur Siebter, im Europacup flogen sie im Viertelfinale gegen Kiew raus.
  • 37'
    Blick auf die Zuschauertribüne. Die Leute ziehen relaxed an ihren Zigaretten. Es war eine andere Welt.
  • 37'
    Und Steve Jobs Apple. ABER: Carl Gustav heiratet eine Stewardess. Das war übrigens an eben jenem 10. Geburtstag, wie ich gerade noch mal nachgeschaut habe. Zurück zum Fußball.
  • 35'
    Das wurde jetzt sehr plötzlich etwas schwer, lieber Peter. Ich lege noch mit einem dramatischen Ereignis nach: U2 gründeten sich in Dublin.
  • 34'
    Zeit also, kurz ins Jahr 76 einzutauchen. Ein politisch unruhiges Jahr, in dem hier Fußball gespielt wurde. Mao starb, und der Viererbande erging es anschließend nicht besser, Ulrike Meinhof wurde tot in ihrer Zelle aufgefunden, Wolf Biermann wurde ausgebürgert, es gab das Geiseldrama von Entebbe - alles nicht schön.
  • 33'
    Wir verraten kein großes Geheimnis, dass Dieter Müller mit seinem vierten Treffer bei diesem Endturnier auch den Titel als Torschützenkönig sicher hatte. Den Schwung nahm er auch mit in die folgende Bundesligasaison - da kam der Kölner auf 34 Treffer.
  • 31'
    So, drei Tore innerhalb von 30 Minuten. Wer jetzt denkt, das kann so weitergehen, den muss ich enttäuschen. Die nächste Stunde wird ruhiger.
  • 29'

    Goal! Deutschland Dieter Müller

    Tore wie beim Brezelbacken. Bonhof und Wimmer setzen sich auf dem Flügel durch, Dieter Müller kann im Moment machen, was er will, er trifft ins Tor: Vierter Treffer in drei Tagen. Diesmal stand er allerdings auch sehr frei.
  • 27'
    Und fast gleich das 3:0 hinterher. Masny ist schneller als Vogts, was nicht so schwer ist. Aber er schiebt den Ball knapp am langen Eck vorbei. Klare Verhältnisse im Moment.
  • 25'

    Goal! Tschechoslowakei Karol Dobias

    Diesmal machte nicht Vogts, sondern der Kaiser selbst den Fehler. Den Ball Dobias vor die Füße geköpft, der bedankte sich. 2:0.
  • 24'
    Nach 20 Minuten hatte sich die DFB-Elf gefangen und drängte auf den Ausgleich. Selbst Georg Schwarzenbeck traute sich mal über die Mittellinie, das war bei dem Bayern-Vorstopper schon eine kleine Sensation.
  • 24'
    Viktor war auch einer der ganz großen Torhüter der osteuropäischen Schule. 1968, 1972, 1973, 1975 und 1976 wurde er zum Tschechoslowakischen Fußballer des Jahres gewählt. 1977 musste er wegen Rückenproblemen seine Karriere beenden. Sein Ruhm hallt bis heute nach: Der beste Torhüter einer Fußballsaison in Tschechien erhält den Ivo-Viktor-Preis.
  • 23'
    Die DFB-Elf ließ sich diesmal nicht so zurückdrängen wie gegen die Jugoslawen. Bernd Hölzenbein hatte den Ausleich auf dem Fuß, aber Ivo Viktor reagierte stark. Hölzenbein hat sich das mit dem Tor noch aufbewahrt.
  • 21'
    Bei der CSSR ragten im Mittelfeld der blonde Koloman Gögh und Marian Masny hervor. Typen, die heute wahrscheinlich in der Premier League Unsummen verdienen würden. Aber die Zeit war nicht so.
  • 19'
    Gerd Müller hatte keine Lust mehr, Klaus Fischer dufte nach dem Bundesligaskandal erst ab 1977 im Nationalteam ran und Klaus Toppmöller (er hatte in seinem ersten Länderspiel den Siegtreffer gegen Spanien erzielt und das Team zur Endrunde geschossen) hatte sich in seinem Sportwagen zerlegt und anschließend eine 15-stündige Wanderung durch den Hunsrück angetreten, bis er wieder auftauchte.
  • 19'
    Freistoß von Rainer Bonhof, das konnte damals auch keiner so gut wie er. Aber knapp daneben, die DFB-Elf liegt weiterhin 0:1 zurück.
  • 18'
    Dabei hatte Beer in der abgelaufenen Saison 23 Tore erzielt - so viele wie Gerd Müller. Drei der vier wohl besten Stürmer waren allerdings bei diesem Turnier gar nicht dabei. Aus unterschiedlichen Gründen...
  • 18'
    Beckenbauer auch nach 100 Länderspielen mit dieser unvergleichlichen Lässigkeit an der Grenze zur Arroganz, aber nur ganz selten darüber hinaus gehend. So wie er spielten tatsächlich nur wenige.
  • 16'
    Erich Beer hat schon ein paar Minuten später den Ausgleich fast parat. Aber Erich Beer und Nationalmannschaft - das war keine besonders glückliche Verbindung. Ich weiß noch: Mein Vater schlug immer die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er ihn in der Startaufstellung erspähte. "Der Beer wieder - der muss irgendwas von dem Schön wissen."
  • 16'
    Das wird den fußballaffinen Literatur-Kollegen Volker Weidermann besonders freuen, wenn wir das erwähnen: Er spielte beim SV Darmstadt 98!
  • 14'
    Nehoda spielte Anfang der Achtziger auch in Deutschland. Weißt du, bei welchem Zweitligisten, Peter?
  • 13'
    Der Torschütze Jan Svehlik war einer von acht Slowaken in der Startelf der CSSR. Nur Torwart Ivo Viktor und die beiden Stars Panenka und Nehoda waren Tschechen.
  • 12'
    Die Deutschen 1976 hatten ein bisschen was von den Deutschen 2016. Sie schienen eine goldene Ära vor sich zu haben, doch ein paar Rücktritte später (und einem Trainer, der trotz Titel weitermachte) ging es so langsam bergab. Dank individueller Klasse wuchtete man sich noch einmal durchs Turnier, doch die große Klasse war weg.
  • 11'
    Nach neun Minuten liegt die DFB-Elf also wieder früh hinten, wie 1974 gegen die Niederlande, wie im Halbfinale gegen die Jugoslawen. Aber man weiß: Da sollte sich der Gegner nicht zu sicher fühlen.
  • 9'

    Goal! Tschechoslowakei Jan Svehlik

    Berti Vogts kennt das schon mit Fehlern in Endspielen am Anfang. Diesmal spielt er schön im Sechzehner den Tschechoslowaken in die Füße. Maier ist erst noch dran, beim Nachschuss geht nichts mehr. 1:0.
  • 8'
    Trainiert wurde das Team von Vaclav Jezek. Der wurde später zum Jahrhunderttrainer in seinem Land gewählt. Wohl vor allem wegen dieses Abends.
  • 8'
    Beckenbauer ist es als freischaffendem Künstler nach wenigen Minuten schon langweilig im Defensivverbund. Der deutsche Libero mischt schon mächtig am gegnerischen Strafraum mit.
  • 6'
    Die Tschechoslowaken waren seit Oktober 1974 ungeschlagen. Die DFB-Elf hätte also eigentlich gewarnt sein müssen.
  • 5'
    Was die Spieler kurz vor dem Anpfiff erfuhren: Auf Antrag des DFB wird es bei einem Remis nach 120 Minuten kein Wiederholungsspiel, sondern ein Elfmeterschießen geben.
  • 5'
    Erich Beer, hier in Berlin, wo ich wohne, in manchen versprengten westlichen Gegenden tatsächlich noch eine Kultfigur. So wie Harald Juhnke. Na, ja, fast.
  • 1'

    Livecast started!

    Das Finale läuft!
  • Pregame

  • 3/26/20 6:28 PM
    Uli Hoeneß wirft einen Blumenstrauß im hohen Bogen ins Publikum. Ich möchte bezweifeln, dass er so hoch schießen könnte.
  • 3/26/20 6:28 PM
    Die Bayern und Beckenbauer hatten ja zuvor wieder mal den Europapokal der Landesmeister gewonnen mit 2:0 gegen AS Saint-Etienne. Zum dritten Mal nacheinander, das war ein Triple, das den Namen wirklich verdiente.
  • 3/26/20 6:26 PM
    Beckenbauer wurde 1976 auch zum vierten (und letzten) Mal "Deutschlands Fußballer des Jahres". "Europas Fußballer des Jahres" auch noch. Aber: Gerade einmal drei Länderspiele sollte der "Kaiser" noch absolvieren...
  • 3/26/20 6:25 PM
    Vor der Partie wurde der Kaiser geehrt, für Franz Beckenbauer war dieses Endspiel das 100. Länderspiel. Keiner im DFB-Dress hatte das vor ihm geschafft. Das waren sogar noch mehr Einsätze als für Kommissar Keller. Erik Ode hatte als "Der Kommissar" im Januar 1976 nach 97 Folgen aufgehört. "Tod im Transit", unvergessen. Udo Vioff als Bösewicht.
  • 3/26/20 6:23 PM
    Helmt Schön hatte zum Finale dosiert umgebaut. Dieter Müller war jetzt gesetzt und spielte von Beginn an. Dietmar Danner blieb draußen und kam auch nie mehr zu einem Länderspiel zurück. Heinz Flohe, der Co-Matchwinner saß allerdings wieder zunächst auf der Bank.
  • 3/26/20 6:19 PM
    Ich kontere eiskalt.

  • 3/26/20 6:18 PM
    Bevor Peter uns allen die Gehörgänge mit Abba und Boney M verstopft, dann noch ein wahres musikalisches Highlight des Jahres 1976.
  • 3/26/20 6:17 PM
    Die Zuschauer in Belgrad waren nach dem verlorenen Halbfinale der Jugoslawen so frustriert, dass viele dem Endspiel ohne ihr Team fernblieben. So ist das Roter-Stern-Stadion beim Finale nur mäßig gefüllt. 100.000 passen da hinein, es wird ja auch das europäische Marakana genannt - gerade mal 30.000 sind gekommen, um zu sehen, wer Europameister wird.
  • 3/26/20 6:15 PM
    Ein Wahnsinnsspiel, dieses Halbfinale. Die Jugoslawen spielten mit Danilo Popivoda, Branko Oblak und Dragan Dzajic, das waren wirklich Ikonen, wie in einem Rausch in der ersten Halbzeit. Dann brachte Trainer Helmut Schön Heinz Flohe für den Gladbacher Dietmar Danner (ja, auch der war mal Nationalspieler) ins Spiel, später Dieter Müller für Wimmer, und die beiden Kölner wuppten das. Das 2:2 war übrigens Dieter Müllers allererste Ballberührung als Nationalspieler. Dagegen kann Lars Ricken (Lupfen, jetzt) einpacken.
  • 3/26/20 6:12 PM
    Die Deutschen, bei denen aus der Weltmeisterelf Gerd Müller, Jürgen Grabowski, Wolfgang Overath und Paul Breitner nicht mehr mit dabei waren, setzten sich in einer dramatischen Partie gegen die Gastgeber durch. Nach 0:2 Rückstand gab es noch ein 4:2 nach Verlängerung und einen neuen Helden namens Müller: Dieter Müller erzielte nach seiner Einwechslung in der 79. Minute nicht nur den 2:2-Ausgleich in der 82. Minute, sondern auch beide Treffer in der Verlängerung - wohlgemerkt in seinem ersten Länderspiel.
  • 3/26/20 6:07 PM
    Für das Finalturnier in Jugoslawien hatten sich neben den beiden Genannten die Niederlande und Gastgeber Jugoslawien qualifiziert. Bereits die Halbfinals hatten es in sich: Die CSSR besiegte Vizeweltmeister Niederlande 3:1 nach Verlängerung - drei Rote Karten gab's obendrauf in jener Partie.
  • 3/26/20 6:02 PM
    Übrigens wurde der Gastgeber erst nach den Viertelfinals bestimmt, also im Frühjahr 76. Eines der Teams, das bis unter die besten Vier gekommen war, bekam den Zuschlag - in diesem Fall Jugoslawien.
  • 3/26/20 6:02 PM
    Der Weg in dieses Finale hatte wenig damit zu tun, wie heute Europameisterschaften ausgespielt werden. In acht Qualifikationsgruppen traten die (damals nur) 32 Uefa-Verbände gegeneinander an, danach wurde ein Viertelfinale in Hin- und Rückspiel ausgetragen und diese vier Gewinner qualifizierten sich für die EM-Endrunde, die Mitte Juni 1976 in Zagreb und Belgrad ausgetragen wurde.
  • 3/26/20 5:58 PM
    Die Qualifikation hatte tatsächlich nicht umsonst den Bestandteil Qual im Wort. Gegen Bulgarien mühte sich der Weltmeister zu einem 1:1 durch ein Elfmetertor von Manfred Ritschel von den Offenbacher Kickers. Den kennt heute außerhalb Hessens vermutlich wirklich niemand mehr. Aber auch ein Highlight: Beim 8:0 gegen Malta gelang Berti Vogts sein einziges Länderspieltor in 96 Einsätzen - per Kopf zum 7:0. Deutschland kam am Ende nur weiter, weil Malta überraschend gegen Griechenland gewann. Was da heute bei Twitter los wäre.
  • 3/26/20 5:57 PM
    Deutschland, der Weltmeister von 1974, hatte sich durch die Qualifikation gequält. Gegen Griechenland konnte man weder Hin- noch Rückspiel gewinnen, gegen Malta gab es ein schnödes 1:0. Im Viertelfinale setzte man sich dann gegen Spanien durch. Die CSSR setzte sich in ihrer Gruppe vor England und Portugal durch und bezwang im Viertelfinale den "großen Bruder" UdSSR.
  • 3/26/20 5:54 PM
    Ich war da zwei Jahre alt, muss mit duften Geschichten also leider passen. Enough Smarttalk, kommen wir (erstmal kurz) zum Spiel!
  • 3/26/20 5:53 PM
    1976 war tatsächlich das erste Sportjahr, an das ich auch heute noch richtig prägnante Erinnerungen habe. Leider auch an die Musik von damals. Das alles werde ich in diesem Liveticker gnadenlos ausschlachten.
    Und deshalb geht es hier, um die Stimmung des Abends etwas vorzugeben, gleich mit guter Laune los oder dem, was man 1976 für gute Laune hielt (zudem auch eine Reminiszenz an den damaligen Bundeskanzler, der im Herbst 76 knapp die Wiederwahl schaffte).
  • 3/26/20 5:52 PM
    Hallo auch von mir, das Spiel fand am 20. Juni 1976 statt, einen Tag nach meinem zehnten Geburtstag. Wobei ich nicht weiß, was das aussagt, dass ich mich mehr an das Spiel als an meinen Geburtstag erinnere. Ich weiß nur noch, ich wünschte mir zur Feier des Tages, im Gartenhäuschen zu übernachten, so Karl-May-mäßig. Da mein kleiner Bruder aber in der Dämmerung dann so viel Angst bekam, sind wir alle inklusive Bettzeug wieder brav zurück ins Haus.
  • 3/26/20 5:45 PM
    Warum wir das hier überhaupt tun und was den Reiz ausmacht, alte Fußballspiele noch einmal zu schauen, das hat Peter sehr schön aufgeschrieben.
  • 3/26/20 8:22 AM
    Herzlich willkommen zu einem weiteren (Re-)Liveticker während der fußballfreien Zeit. Am Montag hatten Peter Ahrens und Marco Fuchs sich ja dem EM-Klassiker Deutschland vs. England aus dem Halbfinale 1996 gewidmet, heute schauen sie das Finale der EM 1976, Deutschland vs. Tschechoslowakei. Um 19.30 Uhr ist bei uns Anpfiff, die Vorberichte starten entsprechend. Viel Vergnügen!
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