Lizarazu Geld an die Eta? Niemals!

Der französische Baske Bixente Lizarazu vom Deutschen Meister FC Bayern München hat sich erstmals öffentlich zum Erpresserbrief der baskischen Terrororganisation Eta geäußert.


Bixente Lizarazu: "Gegen meine Prinzipien"
DPA

Bixente Lizarazu: "Gegen meine Prinzipien"

Madrid - "Es wäre gegen meine Prinzipien gegangen, das geforderte Geld zu zahlen", sagte der aus dem französischen Baskenland stammende Bayern-Verteidiger in einem Interview mit dem Madrider Sportblatt "AS". "Wir wissen doch alle, wozu diese Gelder verwandt werden."


Distanz zu Athletic Bilbao


Lizarazu spielte damit darauf an, dass die Eta ihre Terrorkampagne größtenteils mit Mitteln finanziert, die sie als so genannte "Revolutionssteuer" durch Erpressung eintreibt. Der Spieler hatte es bislang vermieden, sich zum Thema des Baskenlands und der Eta zu äußern. Er pries die Unterstützung, die ihm seine Mitspieler im Bayern-Trainingslager in Marbella an der Costa del Sol in Südspanien zuteil werden ließen.

"Hier sind Spieler aus vielen Ländern und Kulturen zusammen. Es ist interessant zu sehen, wie sie zusammenleben, sich füreinander interessieren und sich anzupassen versuchen", sagte er. Damit ging Lizarazu zugleich auf Distanz zu seinem vorigen Club Athletic Bilbao, der grundsätzlich nur baskische Spieler verpflichtet. "Bei Athletic messen sie diesem Thema große Bedeutung bei. Die Club-Offiziellen bestanden immer darauf, dass man sagte, ein Baske zu sein." Er zähle sich aber zwei Kulturkreisen zugehörig, dem baskischen und dem französischen, betonte Lizarazu.



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