Streit um Sportdirektor-Posten Löw beansprucht alleiniges Sagen bei der DFB-Elf

Joachim Löw hat sich in die Diskussion um den Posten des DFB-Sportdirektors eingeschaltet. Er ist klar gegen eine Verschiebung der Machtverhältnisse: Alle Verantwortung müsse beim Bundestrainer bleiben.

Bundestrainer Löw: "Kompetenter Ansprechpartner"
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Bundestrainer Löw: "Kompetenter Ansprechpartner"


Hamburg - Bundestrainer Joachim Löw möchte nichts von seiner Verantwortung für die Fußball-Nationalmannschaft an einen neuen Sportdirektor abgeben. Der "Bild"-Zeitung sagte Löw: "Der Sportdirektor muss ein kompetenter Ansprechpartner sein. Die sportlichen Richtlinien und letztlich auch die Verantwortung sollten wie bisher beim Bundestrainer bleiben." Die sportliche Linie für die A-Nationalmannschaft bestimme seiner Ansicht nach alleine der Bundestrainer. Damit reagierte der 53-Jährige auf die Forderung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), dem künftigen Sportdirektor mehr Macht einzuräumen.

Dennoch will der Bundestrainer die Entscheidung über seine Zukunft nicht vom derzeit unbesetzten Posten abhängig machen. "Ich habe mir noch keine Gedanken über die Zukunft gemacht. Aber: Der rote Faden muss stimmen. Meiner Meinung nach sollte der Sportdirektor die fußballerische Philosophie, die der Bundestrainer vorgibt, in die U-Teams übertragen."

Zuletzt hatte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig bei der Wahl des neuen Sportdirektors ein Mitspracherecht der Liga gefordert, was vom Deutschen Fußball-Bund aber kategorisch abgelehnt wird. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte gesagt: "Wenn nun ein Mann, der noch kein halbes Jahr bei der DFL angestellt ist, so ziemlich alles und jeden in unserem Verband - dazu noch sachlich falsch - in Frage stellt, ist dies anmaßend und völlig unangebracht."

Am Freitag tagt das Präsidium des DFB. Mit am Tisch sitzen dann auch vier Vertreter der DFL.

psk/dpa/sid



insgesamt 177 Beiträge
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Seite 1
steellynx 19.06.2013
1.
Sollte nicht vielmehr ein System in den Jugendmannschaften etabliert und gezielt gefördert werden, auf dem der Bundestrainer dann aufbauen kann? Trainer wechseln meist schneller als Spielergenerationen wachsen, und das immer nach dem aktuellen Trainer auszurichten würde wenig Erfolg versprechen. Und nein, ich bin kein Löw-Basher, mir gehts da eher ums Prinzip.
mirage122 19.06.2013
2. Kompetenz-Problem?
Zu dem Thema mal ein Zitat von Mikka Häkkinen: "Du gewinnst nie allein. An dem Tag, an dem Du das denkst, hast Du schon verloren!" Werden Sie nicht mehr akzeptiert, Herr Löw?
klaus64 19.06.2013
3. Problem jetzt aussitzen
Der deutsche Fußball sollte diesen Meinungsverschiedenheiten jetzt keine große Bedeutung beimessen. Nach Brasilien wird eine Neuausrichtung fällig sein, denn dann sind Löw und Bierhoff Geschichte.
mickymesser 19.06.2013
4. Alle Macht dem Löw
in dessen Augen sind alle anderen sowie nur Statisten. Die anderen konnen doch den Zusammenhängen und den Visionen die sich diese Lichtgestalt ausgedacht eh nicht folgen. Also schön die Füße stillhalten und Jogi machen lassen gell?
!!!Fovea!!! 19.06.2013
5.
Zitat von sysopGetty ImagesJoachim Löw hat sich in die Diskussion um den Posten des DFB-Sportdirektors eingeschaltet. Er ist klar gegen eine Verschiebung der Machtverhältnisse: Alle Verantwortung müsse beim Bundestrainer bleiben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/loew-beansprucht-alleiniges-sagen-bei-der-dfb-elf-a-906565.html
Ich hoffe doch, dass nach dem Sommer 2014 die Personalie Löw (sofern es keinen WM Titel gibt) beendet ist?! Dann erübrigt sich auch sein Kommentar hierfür. Erst mal was leisten Hr. Löw, dann kann man auch Forderungen stellen.
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