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Fotostrecke: Debütantenball in den USA

Foto: Bongarts/Getty Images

Nationalmannschaft Löw schickt vier Neulinge auf USA-Reise

Der Bundestrainer nutzt die US-Reise des DFB-Teams für Experimente. Weil die Bayern und der BVB-Block fehlen, füllt Joachim Löw die Lücken mit Nachwuchstalenten auf. Gleich vier Spieler hat er für die Duelle gegen die USA und Ecuador erstmals nominiert.

Hamburg - Mit vier Länderspiel-Neulingen wird die USA-Reise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wie erwartet zum Experimentierfeld. Joachim Löw hat die Leverkusener Philipp Wollscheid und Sidney Sam, den Mainzer Nicolai Müller sowie den Freiburger Max Kruse erstmals in den Kader der DFB-Auswahl berufen. "Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Ecuador und die USA eine starke Mannschaft aufs Feld schicken werden", sagte der Bundestrainer am Donnerstag zu den Spielen am 29. Mai in Boca Raton und am 2. Juni in Washington. Die DFB-Auswahl fliegt kommenden Mittwoch nach Miami.

Miroslav Klose, der mit Lazio Rom noch im italienischen Pokalfinale steht, und das Dortmunder Duo Sven Bender und Kevin Großkreutz sollen nachreisen. Die weiteren BVB-Spieler, die am 25. Mai in London das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern bestreiten, stehen Löw wie die Münchner nicht zur Verfügung. Mesut Özil und Sami Khedira sind noch mit Real Madrid im Einsatz.

"Mir sind die Rahmenbedingungen dieser Nominierung natürlich bewusst und auch die Tatsache, dass viele Stammspieler der Nationalmannschaft nicht dabei sein können", sagte der Mainzer Müller. Dennoch sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen.

Insgesamt muss der DFB-Chefcoach auf mehr als ein Dutzend Spieler aus seinem WM-Kandidatenkreis verzichten. Dennis Aogo (Hamburger SV), Andreas Beck (1899 Hoffenheim), Stefan Reinartz (Bayer Leverkusen) und Aaron Hunt (Werder Bremen) kehren nach längeren Pausen zur Nationalmannschaft zurück. Angeführt wird das 23-köpfige Aufgebot von den beiden FC-Arsenal-Profis Lukas Podolski und Per Mertesacker.

Bierhoff: "Wir stehen felsenfest zu unserer Planung"

"Solche internationalen Begegnungen eröffnen einzelnen Spielern immer wieder auch Chancen, sich zu präsentieren. So mancher Spieler, der zuvor noch keine prägende Rolle in der Nationalmannschaft hatte, kann sich beweisen und nun Verantwortung übernehmen", betonte Löw.

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff verteidigte die Terminüberschneidung der US-Tournee mit dem deutschen Wembley-Finale in der europäischen Königsklasse und dem DFB-Pokalfinale am 1. Juni. "Wir stehen felsenfest zu unserer Planung, in die wir bereits frühzeitig und ganz bewusst eingestiegen sind. Unser Ziel war es, den Spielern nach einer anstrengenden Saison eine lange Sommerpause sowie eine zusammenhängende Vorbereitung mit ihren Vereinen zu ermöglichen", so Bierhoff.

"Länderspiele haben immer einen hohen Stellenwert. Für die Spieler, die wir nominiert haben, ist es etwas Besonderes, dabei zu sein", ergänzte Löw, der seinen Notkader mit dem Neulingsquartett Wollscheid, Müller, Sam und Kruse am Dienstag in Frankfurt am Main versammelt. "Alle Vier haben im Laufe der Saison mit ihren Vereinen überzeugt", bemerkte Löw: "Ich freue mich sehr, dass ich nun die Möglichkeit habe, sie auch einmal bei uns in der Nationalmannschaft zu erleben."

aha/dpa
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