Neuer Trainer für Lok Moskau Gisdol konnte es mit seinen »Werten nicht vereinbaren« – jetzt übernimmt Zinnbauer

Der ehemalige HSV-Coach Joe Zinnbauer wird Trainer beim russischen Erstligisten Lokomotive Moskau. Sein Vorgänger Markus Gisdol hatte mit Gewissensbissen hingeschmissen.
Joe Zinnbauer im Jahr 2015 als Trainer des HSV

Joe Zinnbauer im Jahr 2015 als Trainer des HSV

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP

Der Deutsche Josef Zinnbauer ist neuer Trainer des russischen Fußball-Erstligisten Lokomotive Moskau. Der 52-Jährige löst beim dreimaligen russischen Meister den ehemaligen deutschen Nationalspieler Marvin Compper ab. Der Ex-Profi, der im März dieses Jahres die Nachfolge von Markus Gisdol angetreten hatte, soll jedoch weiter zum Trainerstab gehören.

»Marvin ist das wichtigste Element im Trainerstab«, sagte der 52-jährige Zinnbauer in einem am Sonntag auf der Vereinsseite veröffentlichten Interview . Er habe vorher mehrmals mit ihm telefoniert. »Wir verstehen uns gut, wir haben die gleiche Fußballphilosophie. Ich kann sagen, dass Marvin und ich auf einer Wellenlänge liegen«, sagte Zinnbauer. Der frühere Mittelfeldspieler hatte in der Saison 2014/2015 in der Bundesliga den Hamburger SV trainiert, wurde nach nur 24 Spielen mit einem Punktedurchschnitt von einem Zähler aber wieder entlassen.

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Zinnbauer war zuletzt bei den Orlando Pirates (2019 – 2021) in Südafrika. Zuvor war er nach seinem Engagement beim HSV kurzzeitig Trainer der zweiten Mannschaft, ehe es ihn zum FC St. Gallen (2015 – 2017) zog.

Markus Gisdol hatte seinerzeit das Traineramt bei Lokomotive Moskau wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine niedergelegt. Der ehemalige Trainer der Bundesligisten TSG Hoffenheim, Hamburger SV und des 1. FC Köln sagte damals: »Fußballtrainer ist für mich der schönste Job der Welt. Ich kann meiner Berufung aber nicht in einem Land nachgehen, dessen Staatsführer einen Angriffskrieg mitten in Europa verantwortet. Das geht mit meinen Werten nicht überein.«

Zinnbauer wird der dritte Deutsche bei Lokomotive Moskau. Neben Marvin Compper hat Lok Moskau in Thomas Zorn auch einen Deutschen als Sportdirektor.

vgl/dpa
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