Lübeck - Duisburg 4-6 n.Elfm. Kein Happy-End für Drittligisten

Der VfB Lübeck kämpfte tapfer, verpasste aber eine Pokalüberraschung. Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg hatte im Elfmeterschießen das glücklichere Ende für sich.


Lübeck -Der MSV Duisburg hat sich ins Achtelfinale des DFB-Pokals gequält. Der Bundesliga-Absteiger setzte sich beim Regionalliga-Spitzenreiter VfB Lübeck erst durch einen glücklichen 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen durch und feierte unter seinem neuen Trainer Seppo Eichkorn den zweiten Sieg.

Nach regulärer Spielzeit und der Verlängerung hatten die Gastgeber den "Zebras" ein 1:1 (0:0) abgetrotzt. Dennis Kruppke hatte Lübeck in Front geschossen (56.) und Sercan Güvenisik (62.) den Ausgleich vor 5200 Zuschauern erzielt. Im Elfmeter-Roulette erzielten Marian Kovacevic und Goran Milovanovic die entscheidenden Treffer.

Der Zweitligist erarbeitete sich in der ersten Halbzeit zwar kein optisches Übergewicht, dafür aber die besseren Torchancen. Doch im Abschluss ließen die Meidericher die Feinabstimmung vermissen. So spielte Marcus Wedau nach 30 Minuten vor dem gegnerischen Tor einen Querpass statt selbst aus günstiger Position zu schießen. Nur Sekunden später verpasste der neue MSV-Stürmer Gustav Policella, der vom Ligarivalen FSV Mainz 05 gekommen war, in seinem dritten Einsatz für Duisburg eine Flanke um Haaresbreite.

Lübeck überzeugte vor allem durch Lauffreudigkeit. Der Drittligist war stets bemüht, eine Überzahl herzustellen, um die Räume für den MSV eng zu machen. Darunter litt allerdings das Offensivspiel. Erst nach der Halbzeitpause wurde der VfB gefährlich, doch konnten sich die Hanseaten über Kruppkes Führungstor nur sechs Minuten freuen.



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