Assistent übernimmt Luis Enrique tritt als spanischer Nationaltrainer zurück

Wegen persönlicher Probleme hat Trainer Luis Enrique zuletzt auf der Bank der spanischen Nationalmannschaft gefehlt. Nun ist er zurückgetreten.

Luis Enrique ist nicht mehr Trainer von Spanien
Domenic Aquilina / EPA-EFE/REX

Luis Enrique ist nicht mehr Trainer von Spanien


Luis Enrique ist nicht mehr Trainer der spanischen Fußballnationalelf. Der 49 Jahre alte Coach habe seine Posten zur Verfügung gestellt, teilte Verbandspräsident Luis Rubiales vor Journalisten in Madrid mit. Die Nachfolge tritt sein bisheriger Assistent Robert Moreno an, der den 49-Jährigen bereits bei den vergangenen drei Länderspielen vertreten hatte. Zu den Gründen der Entscheidung von Luis Enrique wurde zunächst nichts mitgeteilt.

Die spanische Sporttageszeitung "Marca" schrieb , Enrique höre wegen der nicht näher bekannten familiären Probleme auf, wegen derer er bereits seit März auf der Bank des einstigen Welt- und Europameisters gefehlt hatte. Enrique habe immer die Unterstützung des spanischen Verbandes gehabt.

"Das ist ein bittersüßer Tag, mehr bitter als süß", sagte Nachfolger Moreno. "Ich habe immer davon geträumt, Spanien-Trainer zu sein, aber nicht so." Moreno wird erstmals Cheftrainer sein. Bisher war er der klassische zweite Mann: Sowohl bei AS Rom als auch bei Celta Vigo und dem FC Barcelona sowie zuletzt der Nationalmannschaft war er Luis Enriques Co-Trainer. Während eines zweiten Engagements bei Celta war sein Chef Juan Carlos Unzue.

Laut Verband habe Moreno immer mit Enrique in Kontakt gestanden, als er ihn bei der Nationalmannschaft vertrat. Spanien steht mit zwölf Punkten aus vier Spielen an der Spitze der Qualifikationsgruppe F vor Rumänien und Schweden, die je sieben Punkte haben. Als Nächstes spielt Spanien Anfang September gegen Rumänien.

Enrique hatte erst im vergangenen Sommer die Nachfolge von Fernando Hierro angetreten. Der wiederum hatte sich nach seinem erfolglosen WM-Intermezzo in Russland verabschiedet. Hierro war kurz vor Beginn der WM-Endrunde als Notnagel eingesprungen: Julen Lopeteguis Wechsel zu Real Madrid war bekannt geworden, der Verband fühlte sich bloßgestellt und feuerte ihn.

ptz/dpa



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