Primera División 15-Jähriger bricht Altersrekord mit Debüt gegen Real Madrid

Fast 81 Jahre hielt der Rekord, ab sofort ist Luka Romero der bislang jüngste eingesetzte Spieler in Spaniens höchster Fußballliga. Sein Vater und seine Trainer wehren sich gegen Vergleiche mit Lionel Messi.
Mallorcas Co-Trainer Dani Pendín: "Wir haben ihn beobachtet, seit er zwölf Jahre alt war"

 Mallorcas Co-Trainer Dani Pendín: "Wir haben ihn beobachtet, seit er zwölf Jahre alt war"

Foto: JUANJO MARTIN/EPA-EFE/Shutterstock

Real Madrid und der FC Barcelona liefern sich in Spanien ein enges Duell um die Meisterschaft. Mit dem 2:0-(1:0)-Sieg gegen RCD Mallorca verteidigte Real am Mittwoch die Tabellenführung. Für die Königlichen war es nur ein weiterer Schritt zum erhofften Titel, für die Geschichte der Primera División war das Spiel jedoch ab der 84. Minute ein historisches: Da nämlich betrat Mallorcas Talent Luka Romero den Rasen. Der Teenager ist nun mit 15 Jahren und 219 Tagen der jüngste Spieler, der je in der spanischen ersten Liga eingesetzt wurde.

Romero sicherte sich damit einen fast 81 Jahre alten Rekord. Der bis dato jüngste Spieler in Spaniens erster Liga war Francisco Bao Rodríguez, genannt Sansón, der im Dezember 1939 im Alter von 15 Jahren und 255 Tagen für Celta Vigo gespielt hatte.

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An der Niederlage konnte zwar auch Romero nichts mehr ändern, trotzdem gehörten dem Jungen mit dem Vokuhila die Schlagzeilen. Und natürlich wurde dort auch immer wieder sein Spitzname "Mexikanischer Messi" aufgegriffen, obwohl sich Romeros Umfeld oft dagegen gewehrt hat.

"Ich mag keine Vergleiche mit Messi. Das setzt einen 15-jährigen Jungen massiv unter Druck", sagte Romeros Vater Diego einmal der spanischen Nachrichtenagentur Efe. Luka habe mit Messi einen einzigartigen Spieler, von dem er lernen könne.

"Er muss seine eigene Geschichte schreiben"

Wahrscheinlich rühren die Vergleiche mit Lionel Messi von oberflächlichen Gemeinsamkeiten her. Wie der Weltfußballer ist Romero eher klein, hat einen starken linken Fuß und ist dribbelstark. Romero ist in Mexiko geboren, hat aber wegen der Herkunft seiner Eltern auch die argentinische Staatsbürgerschaft.

Für die U15 Argentiniens hat Romero im vergangenen Jahr bei der Südamerikameisterschaft sechs Spiele bestritten und dabei zwei Tore erzielt. Mallorcas Co-Trainer Dani Pendín sagt über Romero: "Er ist der Protoyp der argentinischen Nummer 10, aber er erinnert mich sehr an David Silva."

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Seit seiner Kindheit lebt Luka Romero, dessen Vater selbst Fußballer war, in Spanien. Als seine Familie nach Mallorca zog, fing er an für RCD Mallorca zu spielen.

"Wir haben ihn beobachtet, seit er zwölf Jahre alt war, aber wir wollten ihn nie zu früh fördern, denn auch wir müssen vorsichtig sein", sagte Pendín. "Wir haben ihn spielen sehen, und er hat in seiner Altersklasse unglaubliche Dinge getan, aber körperlich war er noch nicht voll entwickelt, und das könnte ihm Probleme bereiten, wenn er auf A-Nationalspieler trifft." Mittlerweile sei aber eine Entwicklung zu sehen.

Vielleicht kann sich Romero mit fortschreitender Entwicklung auch von den Messi-Vergleichen lösen. "In seinem Pass steht Luka Romero, nicht Lionel Messi", hat schon Argentiniens Jugend-Trainer Alejandro Sagesse gesagt: "Er muss seine eigene Geschichte schreiben."

ptz
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