Vermarkter-Vertrag Mainz 05 schließt Millionen-Deal ab

Mainz 05 hat einen lukrativen Deal abgeschlossen. Von einer Sportmarketing-Firma soll der Bundesligist in den kommenden zehn Jahren jede Menge Geld kassieren. Die Rede ist von insgesamt 260 Millionen Euro.

Mainz-Manager Heidel: Frisches Geld für den Bundesligisten
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Mainz-Manager Heidel: Frisches Geld für den Bundesligisten


260 Millionen Euro: So viel Geld bringt Mainz 05 ein neuer Vertrag mit der der Sportmarketing-Firma "Infront Sports & Media". Das berichten übereinstimmend die "Bild"-Zeitung und der "Kicker". Der Verein hat einen Vertrag mit Infront inzwischen bestätigt, konkrete Zahlen nannte er nicht.

In den kommenden zehn Jahren übernimmt die Firma den Berichten zufolge die Vermarktung des Klubs, Mainz erhält zusätzlich zehn Millionen Euro, die bei der Vertragsunterzeichnung fällig wurden. Bislang hatte Mainz sich selbst vermarktet, Anfang Juli war ein Dreijahres-Vertrag mit einem neuen Hauptsponsor unterschrieben worden.

"Wir haben (...) die Marketing-Erlöse des Vereins in den vergangenen acht Jahren verfünffacht. Die anhaltend rasante Entwicklung der Bundesliga verpflichtet uns jedoch in Verantwortung für den Verein, unsere wirtschaftlichen Ressourcen optimal auszuschöpfen und damit unsere Konkurrenzfähigkeit zu erhalten", sagte FSV-Präsident Harald Strutz: "Durch finanzielle Garantien erreichen wir eine hohe wirtschaftliche Planungssicherheit und damit eine Basis für die weitere sportliche Entwicklung von Mainz 05."

Manager Christian Heidel betonte, dass der Klub weiter "das Heft des Handelns in der Hand behält und eigenständig bleibt". Damit, so der "Kicker", hat Mainz seine Werbe-Einnahmen von bisher rund 20 Millionen Euro pro Saison auf etwa 25 Millionen erhöht. Dieser Betrag soll garantiert sein. Sollte die Firma um Direktor Günter Netzer mehr Werbegeld beschaffen, profitiert Mainz von diesen Beträgen anteilig.

Mainz, als einer von vier Bundesligisten noch ein reiner eingetragener Verein ohne ausgegliederte Lizenzspielerabteilung, hatte in der Sommerpause bereits durch Spielerverkäufe einen Transferüberschuss in Millionenhöhe erzielt.

chp/sid



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
ponder 07.08.2015
1. Glückwunsch Herr Heidel
hört sich nach zwar moderater aber risikoarmer Budgetaufstockung an.
patsche2712 07.08.2015
2. Hoffentlich...
...hat Herr Heidel die Handynr. von Lionel Messi. ;-)
skyrunner 07.08.2015
3. Naja...
5 Millionen mehr pro Jahr im Jahr 2015. Soweit so gut. Aber wenn sich die Werbeeinnahmen in der Bundesliga bis ins Jahr 2025 nochmal verdoppeln wie seit 2005, werden die Nachfolger des Herrn Heidel mit den Konsequenzen leben müssen.
tennislehrer 07.08.2015
4. Der Profisport ist nur
noch reiner Kommerz. Mit Wettkampf hat das nichts mehr zu tun.
naeggha 07.08.2015
5. Danke
die BILD sprach bereits von "zusätzlichen 250 Millionen Euro". Spiegel hat den Fehler erkannt und nicht abgeschrieben. Die Zusatzeinnahmen betragen 50 Millionen Euro in zehn Jahren. Der Geldsegen hält sich in Grenzen. Mit der PL kann man so allerdings immer noch nicht mithalten...
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