Makaay-Zank Deportivo-Boss verhöhnt die Bayern

Der Streit zwischen dem FC Bayern und La Coruña geht in die nächste Runde. Für Deportivo-Präsident Augusto César Lendoiro sind die Münchner Verantwortlichen Anfänger, die vom Fußballgeschäft nichts verstünden. Bei den Verhandlungen über den Wechsel Roy Makaays habe er deshalb leichtes Spiel gehabt.


 Augusto César Lendoiro: "Die Bayern haben uns die Sache sehr leicht gemacht"
DPA

Augusto César Lendoiro: "Die Bayern haben uns die Sache sehr leicht gemacht"

La Coruña - "Die Bayern spielen guten Fußball, aber sie verhandeln sehr schlecht", sagte Lendoiro laut spanischer Presseberichte vom Mittwoch. Münchens Manager Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hätten beim Makaay-Wechsel "anfängerhafte Fehler" begangen. "Die Bayern haben uns die Sache sehr leicht gemacht", urteilte der Clubchef des spanischen Erstligisten.

"Sie haben in ihrer Jugend Fußball gespielt. Dagegen hat unsereins gelernt, wie man Verhandlungen führt", verteilte Lendoiro eine weitere Spitze Richtung Rummenigge und Hoeneß, die früher als Fußballprofis aktiv waren. Ein Fehler der Münchner, so der Deportivo-Boss, habe darin bestanden, dass sie den Makaay-Repräsentanten Rob Jansen zum Unterhändler des Clubs gemacht hätten.

Auf die Drohung Rummenigges, bei der Fifa juristische Schritte gegen La Coruña einzuleiten, reagierte Lendoiro gelassen: "Wenn jemand Grund zu einer Klage hat, sind wir das. Der FC Bayern hat ein Übereinkommen mit Makaay publik gemacht, obwohl der Spieler zu diesem Zeitpunkt noch bei uns unter Vertrag war."

Hoeneß pfiff inzwischen Rummenigge zurück. "Der Fall ist für uns erledigt. Es wird keine Klage gegen La Coruña geben, wir werden auch die Fifa nicht anrufen", sagte der Manager im "Tagesspiegel". Makaays Wechsel zum FC Bayern war am Freitag nach zähen Verhandlungen für eine Ablösesumme von 18,75 Millionen Euro perfekt gemacht worden.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.