Nach Dopingsperre England-Profi Sakho verklagt die Wada auf Zahlung von 14 Millionen Euro

Mamadou Sakho verpasste als Liverpool-Profi das Europa-League-Finale 2016, weil er wegen angeblichen Dopings gesperrt war. Die Entscheidung wurde später wieder zurückgenommen - jetzt will Sakho Millionen von der Wada.
Mamadou Sakho im Trikot des FC Liverpool: Er will viel Geld von der Wada

Mamadou Sakho im Trikot des FC Liverpool: Er will viel Geld von der Wada

Foto: Matt Dunham AP

Vor drei Jahren war Mamadou Sakho Stammspieler des FC Liverpool und hatte die Hoffnung, für den EM-Kader Frankreichs nominiert zu werden. Dann jedoch wurde er wegen eines angeblichen Dopingvergehens gesperrt.

Die Sperre wurde später zwar zurückgenommen, aber Sakho verpasste das Europa-League-Finale 2016 und stand auch nicht im französischen EM-Aufgebot. Der Profi macht dafür die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada verantwortlich und verklagt sie auf Schadensersatz in Höhe von 14,5 Millionen Euro (13 Millionen Pfund).

Bei Sakho war der Stoff Higenamin festgestellt worden, eine fettverbrennende Substanz, die die Wada zunächst als Doping einstufte. Später jedoch urteilte die Uefa-Disziplinarkommission, dass Higenamin nicht auf die Liste der verbotenen Mittel der Wada gehöre, Sakho wurde freigesprochen.

Seinen Platz in der Stammdefensive der Reds konnte er sich jedoch nicht zurückholen, 2017 wechselte Sakho zu Crystal Palace. Der 29-Jährige argumentiert jetzt, dass ihm durch die Wada-Sperre Millionensummen entgangen seien, er sah sich zudem in der Öffentlichkeit als Doper diskreditiert. Auch das will er mit der Klage auffangen.

In einer ersten Anhörung vor dem High Court erwähnte Sakhos Anwalt auch die hohen Anwalts- und Laborkosten, die Sakho habe zahlen müssen, um seine Unschuld zu beweisen. Wada-Anwalt Shane Sibbel wendet dagegen ein, die Wada habe keine Fürsorgepflicht für den Profi. Dass er seine Plätze beim FC Liverpool und in der Équipe Tricolore verloren habe, habe sportliche und disziplinarische Gründe und nichts mit der Dopingsperre zu tun.

aha
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