Manager von Mainz 05 Heidel kritisiert Transferpolitik des FC Bayern

Mainz-05-Manager Christian Heidel hat das Vorgehen des FC Bayern bei Spielertransfers verurteilt. "Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen deutschen Meister", sagte er. Schlechte Erfahrungen mit den Bayern hätten die Mainzer beim Wechsel von Jan Kirchhoff gemacht.

Manager Heidel: "Auf einen kurzen Anruf warten wir nach wie vor"
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Manager Heidel: "Auf einen kurzen Anruf warten wir nach wie vor"


Hamburg - Mit seiner Einkaufstour in der Bundesliga macht sich der FC Bayern München derzeit nicht gerade beliebt. Nun hat Manager Christian Heidel von FSV Mainz 05 deutliche Kritik an der Informationspolitik des deutschen Rekordmeisters bei Transfers geübt: "Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen deutschen Meister", sagte Heidel auf einer Podiumsdiskussion laut kicker.de.

Auslöser für die Heidels Reaktion war der überraschende Wechsel des Nationalspielers Mario Götze von Borussia Dortmund zu den Münchnern zur neuen Saison. Der Transfer war am Dienstag bekanntgeworden und hatte beim BVB vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch gegen Real Madrid (4:1) für Wirbel gesorgt.

Der 05-Manager ist zudem immer noch über das Verhalten der Münchner im Zuge der Verpflichtung des Mainzer Verteidigers Jan Kirchhoff verstimmt. "Irgendwann haben wir erfahren, dass bei den Bayern ein Medizin-Check stattfindet. Auf einen kurzen Anruf, dass unser Spieler unter Vertrag genommen wurde, warten wir nach wie vor", sagte Heidel. Der 22-jährige Kirchhoff wechselt zur kommenden Spielzeit ablösefrei von Mainz nach München.

joe/sid



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tylerdurdenvolland 26.04.2013
1. Jammer, jammer, jammer....
Kirchhoffs Vertrag läuft aus, warum sollte der Verein der Ansprechpartner sein? Und das "ist nicht würdig für einen deutschen Meister"? Nun, wenn Herr Heidel mal bei einem deutschen Meister arbeitet, werden wir gespannt beobachten wie man das richtig macht. Ich lobe hier keineswegs den FCB, aber dieses Gegreine aus ganz offensichtlichem Eigeninteresse ist Heuchelei pur!
to5824bo 26.04.2013
2. Bayerns Maxime
Zitat von sysopGetty ImagesMainz-05-Manager Christian Heidel hat das Vorgehen des FC Bayern bei Spielertransfers verurteilt. "Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen deutschen Meister", sagte er. Schlechte Erfahrungen mit den Bayern hätten die Mainzer beim Wechsel von Jan Kirchhoff gemacht. http://www.spiegel.de/sport/fussball/manager-von-mainz-05-heidel-kritisiert-transferpolitik-des-fc-bayern-a-896640.html
"Wir können es, also tun wir es". Das ist die einzige und erbärmliche Maxime, an der der FC Bayern sein Handeln orientiert. So gewinnt man vielleicht Meisterschaften und Pokale, aber man verliert die Herzen der Fans.
hfftl 26.04.2013
3. .
Kirchhoff wechselt ablösefrei, das heißt, sein Vertrag läuft aus und wird nicht verlängert - was hat Herr Heidel da für Ansprüche zu stellen? Der Wechsel geht ihn doch unter den Voraussetzungen überhaupt nichts mehr an.
andi5lebt 26.04.2013
4.
Meint der mit unwürdig die Götze-Geschichte, wie der Artikel impliziert, oder die Kirchhoff-Kommunikation? Im 2.Fall kann ich ihn etwas verstehen, wenn das alles so stimmt. Andererseits wenn des Spielers Vertrag ausläuft ist das doch eigentlich gar nicht mehr seine Sache, was der danach macht?! Müßte theoretisch mein neuer Arbeitgeber meinen alten anrufen um ihn zu informieren, wenn ich nach Vertragsende woanders anfange? Und warum es unwürdig ist, wenn sich der reichste und erfolgreichste Club mit den besten Spielern verstärken will, muß ich ja nicht verstehen. Dortmund kann nicht erwarten, wenn es sich mit relativ(!!!) niedrig bezahlen guten Spielern ins Schaufenster stellt, das niemand kuckt. Schätzungsweise werden in naher Zukunft diverse Spieler diverse Angebote kriegen, bei denen ihre Berater mit den Ohren schlackern. Dann kommts auf Dortmund an, wie sie damit umgehen. Das ist der Lauf der Welt. Auch Klopp hat sich ja nach der ersten Enttäuschung bemüht, das klarzustellen. Und Dortmund wird im kleineren Rahmen das Gleiche machen. Und massiv Gehälter erhöhen müssen, wenn sie Spieler halten wollen. Lewandowski ist der erste Test. Hummels und co werden folgen. Natürlich ist Dortmund cool, während es so herrlich opportun ist, auf Bayern einzuhauen. Und dazu wie immer der Hinweis: Im Gegensatz zu diversen englischen, italienischen oder spanischen Clubs macht der der FCB das mit Geld daß er sich verdient hat. Unter anderem durch Erfolg durch koninuierliche Verstärkung und Verbesserung. Niemand hat denen das Geld einfach "gegeben". Wenn mein Nachbar den besseren Job hat und das größere Auto fährt als ich, ist das wohl kaum seine Schuld.
hans_uwe2@yahoo.de 26.04.2013
5. ...
Zitat von sysopGetty ImagesMainz-05-Manager Christian Heidel hat das Vorgehen des FC Bayern bei Spielertransfers verurteilt. "Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen deutschen Meister", sagte er. Schlechte Erfahrungen mit den Bayern hätten die Mainzer beim Wechsel von Jan Kirchhoff gemacht. http://www.spiegel.de/sport/fussball/manager-von-mainz-05-heidel-kritisiert-transferpolitik-des-fc-bayern-a-896640.html
@Spiegel wie wäre es mit Hintergrundinfos, wieso Heidel genau Bayern München kritisiert? Lt. DFB Statuten muss ein Verein, welcher an einem Spieler interessiert ist, den Heimatverein des Spielers informieren, ja sogar um Erlaubnis fragen, ob er mit dem Spieler um einen Wechsel verhandeln darf. (es sei denn, der Vertrag des Spielers endet innerhalb der nächsten 6 Monate) Dies hat Bayern München wohl im Fall Kirchhoff, Rode und Götze versäumt. In dem Maße wohl mit Vorsatz. Aber unterem dem DFB scheint nicht jeder Club gleich zu sein! Das wissen wir ja. Hans-Uwe
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