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Premier League: Agüero lässt ManCity jubeln

Foto: SCOTT HEPPELL/ AP

Premier League ManCity feiert Titel in letzter Minute

Was für eine verrückte Partie! Der letzte Spieltag der Premier League war nichts für schwache Nerven. Mit zwei Toren in der Nachspielzeit hat sich Manchester City den ersten Titel seit 44 Jahren gesichert. Das Nachsehen hatte im Fernduell Erzrivale Manchester United.

Hamburg - Dramatischer kann die Entscheidung zur Meisterschaft kaum noch laufen: Manchester City hat zum ersten Mal seit 44 Jahren den Titel in England gewonnen - und das in letzter Minute. Am letzten Spieltag der Premier League drehte der Club eine irre Partie gegen die Queens Park Rangers und siegte schließlich 3:2 (1:0).

"Die ganze Saison war verrückt. Aber was heute passiert ist, war unglaublich", sagte City-Trainer Roberto Mancini: "Ich glaube, dass wir so ein Finale noch nie gesehen haben. Wir hatten es nicht verdient zu verlieren. Wir hatten viele Chancen."

Dabei lagen die "Citizens" bis zur 90. Minute 1:2 zurück. Erst in der Nachspielzeit trafen Edin Dzeko (90+1.) und Sergio Agüero (90+3.) und erfüllten City somit den Traum vom Titel. Manchester war zunächst durch Pablo Zabaleta (39.) in Führung gegangen, QPR hatte die Partie anschließend durch Djibrill Cissé (49.) und Jamie Mackie (66.) gedreht.

"Ich habe nie aufgehört, an den Sieg zu glauben", sagte City-Kapitän Vincent Kompany: "Als Dzeko getroffen hat, hat mich das an so viele ähnliche Momente in dieser Saison erinnert. Es gab keinen Grund, nicht mehr an den Erfolg zu glauben."

City brauchte für die Meisterschaft unbedingt einen Sieg, da zeitgleich Stadtrivale United gegen Sunderland in Führung lag und schließlich durch einen Treffer von Wayne Rooney (20.) 1:0 (1:0) gewann. In der Tabelle haben beide Clubs nach dem 38. Spieltag 89 Punkte, City aber die um acht Treffer bessere Tordifferenz.

Barton fliegt nach Tätlichkeit vom Platz

City spielte über eine halbe Stunde in Überzahl. Joey Barton (55.) hatte nach einer Tätlichkeit gegen Carlos Tevéz die Rote Karte gesehen. Barton hatte Citys Stürmer, nachdem er ihn schon zuvor gefoult hatte, von hinten gegen den Oberschenkel getreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Barton durch sein Fehlverhalten auffiel. Im Mai 2008 wurde er wegen Körperverletzung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, dann allerdings schon nach 74 Tagen wieder entlassen. Er war in Liverpool in eine Schlägerei verwickelt gewesen.

Vier Monate später benahm er sich auf dem Platz daneben. Wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Teamkollegen erhielt der 29-Jährige eine Sperre von zwölf Spielen, sechs davon auf Bewährung, und eine Geldstrafe von umgerechnet 30.000 Euro. Schon 2005, damals noch für Manchester City spielend, hatte Barton seine Zigarre auf einer Weihnachtsfeier im Auge eines Nachwuchsspielers ausgedrückt.

leh
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