Community Shield Manchester City besiegt Liverpool im Elfmeterschießen - Sorge um Sané

Manchester City gegen den FC Liverpool - das war das größte Duell der vergangenen Premier-League-Saison. Im ersten Aufeinandertreffen der neuen Spielzeit holte City gleich den ersten Titel - und bangt um Leroy Sané.

Manchester City jubelte nach dem Elfmeterschießen
Matthew Childs / REUTERS

Manchester City jubelte nach dem Elfmeterschießen


Manchester City hat zum sechsten Mal das FA Community Shield gewonnen und den Pokal nach 2018 verteidigt. Der englische Meister siegte im ersten Titelduell der Saison 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den FC Liverpool. Nach der regulären Spielzeit hatte es durch die Tore von Raheem Sterling (12.) und Joel Matip (78.) 1:1 gestanden. Der vom FC Bayern umworbene Leroy Sané musste verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden (13.).

Eigentlich wird das Community Shield zwischen dem Meister der Premier League und dem FA-Cup-Sieger ausgespielt. Da City in der vergangenen Saison das Double gewann, spielten die Citizens im Londoner Wembley Stadion gegen den Vizemeister.

Überraschend bot City-Trainer Pep Guardiola den beim FC Bayern begehrten Sané auf. Aufgrund des angeblich bevorstehenden Wechsels war vermutet worden, Sané werde nicht für den Kader nominiert. Doch der 23-Jährige stand in der Startelf. Nach wenigen Minuten die Schrecksekunde für City und den FC Bayern: Nach einem Foul von Trent Alexander-Arnold ging Sané zu Boden und hielt sich das Knie. Der Angreifer humpelte nach kurzer Behandlung vom Rasen. Für ihn wurde wenig später Gabriel Jesus eingewechselt (13.). Zunächst war unklar, wie schwer die Verletzung ist, Sané blieb bis zum Ende des Spiels im Stadion.

"Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich glaube, es ist nicht schlimm", sagte Guardiola. Das genaue Ausmaß der Verletzung kenne er aber nicht. "Ich warte ab, was die Ärzte sagen", betonte Guardiola, "aber ich glaube, ihm geht es gut."

Foul an Sané führt zum Tor

Seine Teamkollegen auf dem Rasen ließen sich von der Verletzung jedoch nicht beirren. In Folge des Freistoßes kam Raheem Sterling auf Vorlage von David Silva aus kurzer Distanz zum Schuss und tunnelte Torwart Alisson Becker zur 1:0-Führung (12.). Als wenig später Joe Gomez mit hohem Bein gegen David Silva agierte, beschwerte sich Guardiola so vehement über das Foul, dass er die Gelbe Karte sah (42.). Zur Pause blieb es bei Citys Führung.

Raheem Sterling (r.) bejubelte seinen Führungstreffer
Laurence Griffiths / Getty Images

Raheem Sterling (r.) bejubelte seinen Führungstreffer

Kurz nach Wiederanpfiff hätte Sterling fast auf 2:0 erhöht. Freistehend traf er aus halbrechter Position im Strafraum aber nur den Pfosten (48.). Die bis dato größte Chance zum Ausgleich hatte Virgil van Dijk, als er nach einer Ecke die Latte traf und der Ball von der Torlinie zurück ins Feld sprang (57.). Die Szene erinnerte an das Ligaduell Anfang Januar, als Liverpool 1,12 Zentimeter zu einem Tor gegen City gefehlt hatten. Die Reds drängten nun auf den Ausgleich, aber auch Mohamed Salah traf mit seinem Schuss vom rechten Strafraumeck nur den Pfosten (58.).

Bis der Ausgleich fiel, dauerte es aber noch fast 20 Minuten. Nach einem Freistoß bediente Virgil seinen Abwehrkollegen Joel Matip im Zentrum und der traf aus wenigen Metern zum 1:1 (78.). Vier Minuten später hatte Naby Keita die Führung auf dem Fuß, doch Claudio Bravo parierte den Schuss des Einwechselspielers (83.). In der Nachspielzeit war Salah dem Siegtreffer nah, aber Kyle Walker rettete den Ball mit einem spektakulären Scherenschlag von der Linie (90.+2).

Im Community Shield gibt es keine Verlängerung, so ging es direkt ins Elfmeterschießen. Georginio Wijnaldum verschoss den zweiten Elfmeter der Reds, alle anderen Spieler trafen. Nach fünf Elfmetern beider Mannschaften bejubelte City die Titelverteidigung.

Manchester City - FC Liverpool 6:5 n.E. (1:0, 1:1)
1:0 Sterling (12.)
1:1 Matip (78.)
Elfmeterschießen:
1:2 Shaqiri
2:2 Gündogan
2:2 Wijnaldum verschießt
3:2 Bernardo Silva
3:3 Lallana
4:3 Foden
4:4 Oxlade-Chamberlain
5:4 Zinchenko
5:5 Salah
6:5 Gabriel Jesus
Manchester: Bravo - Walker, Stones, Otamendi, Zinchenko - Rodri - De Bruyne (89. Foden) David Silva (61. Gündogan) - Bernardo Silva, Sterling, Sané (13. Jesus)
Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold (67. Matip), Gomez, Van Dijk, Robertson; Henderson (79. Lallana), Fabinho (67. Keita), Wijnaldum; Salah, Firmino (79. Shaqiri), Origi (79. Oxlade-Chamberlain)
Gelbe Karten: De Bruyne / -
Schiedsrichter: Atkinson
Zuschauer: 77.565

ptz



insgesamt 6 Beiträge
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inge-p.1 04.08.2019
1. Glückwunsch Manchester City
Glückwunsch auch an den Spiegel, der dann doch noch die Kurve bekommen hat und über das Spiel berichtete und sich nicht als Sprachrohr der Kaderpolitik von Bayern München machte. Es gibt eben auch noch etwas anderes, als das ewige und langsam peinliche Geschacher um diesen Leroy Sané, dem ich gute Besserung und eine gute Zeit bei Manchester City wünsche.
Lontrax 04.08.2019
2. Placebo.
City hat Spieler besser, teurer und nützlicher als Sané. Der Hype um ihn findet nur statt, weil Bayern München ihn unbedingt will, um wenigstens einen bekannten Namen geholt zu haben. Zur Zeit will nämlich niemand so richtig nach München.
Mr T 04.08.2019
3.
Bewenn man das Spiel gesehen hat, kann man nur saven, dass Bayern und Dortmund sich auf die Bundesliga kontrollieren sollten. Wenn das noch nicht vollaustranierte und eingespielet Spieler waren, dann gute Nacht C hampions league fuer die Bundesligisten.
beathovenr66 05.08.2019
4. 100 Millionen +...
für einen Ergänzungsspieler ? Viel Geld um wenigstens noch einen spektakulären Transfer über die Bayernbühne zu bringen. Die Münchner haben neben einer grossen Klappe "Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben" , nichts zu bieten. Also muss Sane als Alibi herhalten und Coman sich hinten anstellen ? Ein wahres Bayerntheater, nur nicht so lustig wie der Komödienstadel.
bulle.roth 05.08.2019
5. Finden Sie?
Zitat von LontraxCity hat Spieler besser, teurer und nützlicher als Sané. Der Hype um ihn findet nur statt, weil Bayern München ihn unbedingt will, um wenigstens einen bekannten Namen geholt zu haben. Zur Zeit will nämlich niemand so richtig nach München.
Man City hat gute Spieler, ohne Frage. Aber einen zweiten Sane sehe ich da nicht. Der Hype findet nicht statt, weil Bayern München den Spieler will, sondern weil die deutsche Presse mit der Story um den möglichen Wechsel ihr Sommerloch füllt. Die Presse hätte auch einen vergleichbaren Zirkus um den Wechsel von Lukebakio zu Hertha machen können. Hat sie aber nicht.
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