Financial Fairplay ManCity und PSG müssen je 60 Millionen Euro zahlen

Die Uefa macht Ernst: Wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay sind Manchester City und Paris St. Germain zu deftigen Millionenstrafen verurteilt worden. Die Klubs müssen zudem ihre Champions-League-Kader verkleinern.

ManCity-Profis: Der Klub hat gegen das Financial Fairplay verstoßen
AP/dpa

ManCity-Profis: Der Klub hat gegen das Financial Fairplay verstoßen


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die Uefa greift wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay hart durch. Wie der europäische Fußballverband am Freitag bekanntgab, müssen der englische Meister Manchester City und der französische Titelträger Paris St. Germain jeweils eine Strafe in Höhe von 60 Millionen Euro zahlen. Es sind die höchsten jemals verhängten Bußgelder in der Geschichte der Uefa.

Zudem dürfen beide Mannschaften in der kommenden Champions-League-Saison nur einen Kader von maximal 21 statt 25 Spielern melden. ManCity ist zudem dazu verurteilt worden, die Transferausgaben "deutlich zu reduzieren". Demnach ist es City verboten, in der nächsten Saison mehr als 60 Millionen Euro für Neueinkäufe auszugeben - es sei denn, der Klub nimmt durch Verkäufe zusätzliches Geld ein. Zudem dürfen die Ausgaben für Gehälter nicht höher als in dieser Spielzeit sein.

Das Ziel des Financial Fairplay ist, dass die europäischen Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben und sich so Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Klubs sollen nur noch so viel ausgeben dürfen, wie sie einnehmen. Die beiden von arabischen Investoren alimentierten Vereine sollen sich mit überbordenden Investitionen unerlaubte Vorteile verschafft haben.

Beide Vereine können bis zu 40 Millionen Euro zurückerhalten

Manchester City hatte sich angeblich am heftigsten gegen die Uefa-Sanktionen zur Wehr gesetzt. Es gebe "fundamentale Meinungsverschiedenheiten" in der Bewertung der Transferaktivitäten des Klubs vor 2010, teilte City mit. Dennoch hat sich der Verein jetzt entschieden, die Strafe anzuerkennen. Auch Paris St. Germain akzeptiert die verhängten Sanktionen.

Sollten Manchester und PSG in den kommenden zwei Jahren die Finanz-Vorgaben erfüllen, können die Beschränkungen am Ende der Saison 2015/2016 aufgehoben werden. Beide Vereine können dann auf eine Straf-Rückzahlung von bis zu 40 Millionen Euro hoffen.

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge begrüßte das Urteil in seiner Funktion als Vorsitzender der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) als "Die Uefa setzt das Financial Fairplay konsequent um. Daher rufe ich alle Klubs in Europa auf, die Regeln zu respektieren und auf der Weg weiter zu gehen, den wir zusammen mit der Uefa gewählt haben."

tpr/rtr/dpa



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