Europa League Aubameyang-Drama in der Verlängerung, Ajax' Aufholjagd kommt zu spät

Zwischen Traumtor und Alptraum lagen für Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang in der Europa League nur zehn Minuten. Brügges Verteidiger Simon Deli entdeckte gegen Manchester United den Torhüter in sich.
Pierre-Emerick Aubameyang vergab Arsenals Chance auf das Weiterkommen in letzter Sekunde

Pierre-Emerick Aubameyang vergab Arsenals Chance auf das Weiterkommen in letzter Sekunde

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Julian Finney/ Getty Images

FC Arsenal - Olympiakos Piräus 1:2 (0:0, 0:1)

Pierre-Emerick Aubameyang war die tragische Figur der 1:2-Niederlage des FC Arsenal im Europa-League-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus: Noch in der 113. Minute schien der Ex-Dortmunder die Gunners mit einem Seitfallzieher ins Achtelfinale geschossen zu haben.

Dann traf Youssef El-Arabi spät zur Führung für die Griechen (119.), Arsenal brauchte noch ein Tor. Das hatte nach einer Flanke Mesut Özils erneut Aubameyang auf dem Fuß - doch der Gabuner schoss in der Nachspielzeit der Verlängerung aus fünf Metern Entfernung neben das Tor von Olympiakos (120.+3).

Nach 90 Minuten hatte es 0:1 in London gestanden. Pape Abou Cissé hatte per Kopf nach einer Ecke getroffen (53.) und damit die Hinspielniederlage der Griechen wieder ausgeglichen. Arsenals Alexandre Lacazette erzielte zuvor einen Treffer, dem ein Abseits vorausgegangen war (39.). Piräus' Giorgos Masouras traf in der Verlängerung die Latte (107.).

Manchester United - FC Brügge 5:0 (3:0)

Manchester United steht im Achtelfinale der Europa League und ist seit sieben aufeinanderfolgenden Pflichtspielen ungeschlagen. Auf das 1:1 im Hinspiel beim FC Brügge ließen die Red Devils ein 5:0 (3:0) zuhause folgen.

Dabei profitierte United stark von einem frühen Platzverweis: Brügges Innenverteidiger Simon Deli parierte einen Schuss von Daniel James mit ausgestrecktem Arm und sah die Rote Karte (22. Minute). Den fälligen Strafstoß verwandelte Bruno Fernandes (27.).

Odion Ighalo, der im Winter von Shanghai Shenua gekommen und wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus anfangs von seinen Teamkollegen isoliert worden war, traf aus kurzer Distanz zum 2:0 (34.). Scott McTominay entschied die Partie aus gut 16 Metern endgültig (41.), Fred setzte spät mit einem Doppelpack den Schlusspunkt (82., 90.+2).

Ajax Amsterdam - FC Getafe 2:1 (1:1)

Im Mai 2019 fehlten Ajax Amsterdam nur Sekunden zum Einzug ins Champions-League-Finale. Neun Monate später scheiterte der Tabellenführer der niederländischen Eredivisie knapp in der Runde der letzten 32 der Europa League: Gegen den FC Getafe siegte Ajax zuhause zwar 2:1 (1:1), das Hinspiel hatten die Spanier aber 2:0 gewonnen.

Bereits nach fünf Minuten traf Jaime Mata für die Gäste, nachdem er sich im Ajax-Strafraum um Gegenspieler Lisandro Martínez herumgewunden hatte. Danilo glich noch in der Anfangsphase für Ajax aus (10.), vor dem Treffer des Brasilianers hatte Donny van de Beek sich durchgesetzt.

Dank eines abgefälschten Freistoßes von Carel Eiting drehten die Niederländer die Partie (63.), den Rückstand aus dem Hinspiel konnte Ajax jedoch trotz dreifachem Glück bei Aluminiumtreffern der Gäste nicht mehr aufholen.

Inter Mailand - Ludogorez Rasgrad 2:1 (2:1)

In der 26. Minute kam der große Auftritt des Cauly Oliveira Souza: Der Deutsch-Brasilianer, im Sommer vom SC Paderborn nach Bulgarien gewechselt, räumte Diego Godín in Inter Mailands Abwehrzentrum mit einem fairen Körpereinsatz aus dem Weg und traf zur Führung für Rasgrad.

Spannend machte das die Paarung, in die die Bulgaren mit einer 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel gegangen waren, allerdings nur für wenige Minuten: Dann glich Linksverteidiger Cristiano Biraghi mit einem abgefälschten Schuss aus (31.).

Romelu Lukaku traf noch vor der Pause mit einem Kopfball im Liegen zum Sieg für die Mailänder (45.+1), deren Einzug ins Achtelfinale vor leeren Rängen stattfand: Aufgrund der Verbreitung des neuen Coronavirus in Norditalien wurde die Partie im San Siro als Geisterspiel ausgetragen.

cev