Premier League Mourinho bricht TV-Interview ab

Nach dem 0:0 von ManUnited gegen Hull City lenkte José Mourinho die Aufmerksamkeit mal wieder auf sich. Er brach ein Interview ab, kritisierte den Schiedsrichter - und stichelte gegen Kollege Jürgen Klopp.

José Mourinho
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José Mourinho


Manchester United hat es durch ein torloses Remis beim Abstiegskandidaten Hull City verpasst, näher an die Champions-League-Plätze heranzurücken. Derzeit beträgt der Rückstand auf den FC Liverpool auf Rang vier der Premier League vier Punkte. Trotzdem entschied sich Trainer José Mourinho nach dem enttäuschenden Ergebnis, von Fehlern seiner Mannschaft abzulenken.

Mourinho stellte sich wieder einmal als Opfer der Schiedsrichter dar und ließ seinen Frust an einem TV-Reporter aus. Direkt nach Spielschluss kanzelte der Portugiese einen BBC-Moderator ab und beendete vorzeitig das Interview. "Wenn sie keine Ahnung von Fußball haben, sollten sie kein Mikrofon in der Hand halten", sagte Mourinho. Zuvor hatte er sich darüber beschwert, dass Schiedsrichter Mike Jones den Hull-Profis seiner Meinung nach zu viel durchgehen ließ. Als der Reporter den Trainer bat, dies genauer auszuführen, ging Mourinho.

Der 54-Jährige, der in dieser Saison vom englischen Verband FA bereits zweimal für jeweils ein Spiel gesperrt wurde, fühlte sich vor allem im Vergleich mit Jürgen Klopp vom FC Liverpool benachteiligt. "Gestern hat der vierte Offizielle zu einem Trainer gesagt, dass er seine Leidenschaft mag", äußerte Mourinho mit Blick auf den Emotionsausbruch von Klopp in der Partie gegen Spitzenreiter FC Chelsea (1:1): "Mir wurde dagegen heute gesagt, dass ich mich hinsetzen soll, sonst werde ich auf die Tribüne geschickt."

Auf der Pressekonferenz konkretisierte er seinen Tadel für Schiedsrichter Jones. "Ich will nicht den Gegner kritisieren, Hull kämpft um jeden Punkt, jeder Punkt ist Gold für sie", sagte Mourinho. "Sie haben ausprobiert, was erlaubt ist, und der Schiedsrichter gab ihnen das Feedback. So konnten sie ihre Linie über 90 Minuten durchziehen."

Wegen seiner Vorgeschichte beendete er das Thema dann allerdings: "Ich will nicht mehr über Schiedsrichter-Entscheidungen sprechen, denn wenn ich spreche, werde ich bestraft, und ich will nicht bestraft werden."

krä/sid



insgesamt 5 Beiträge
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viceman 02.02.2017
1. wenn man sich das mal vorstelle,
das große manu gibt zu hause vor 75.000 zuschauern einen punkt gegen den vorletzten ab, da muß mann schon mehr als angefressen sein! natürlich , typisch mo sind die anderen dran schuld ... das ändert sich nie!
Hans_Suppengrün 02.02.2017
2.
Hat Mourinho eigentlich schon mal ein Spiel verloren, an dessen Ausgang NICHT die Schiedsrichter Schuld waren???
sven17 02.02.2017
3.
Ja, aber dann waren es die Platzverhältnisse.
oaonorm1 02.02.2017
4. tja lieber José,
leider wirkst du auf die meisten wie ein arrogantes A... Klopp hingegen wirkt wie ein netter Typ, dem beim Spiel die Sicherungen durchbrennen. Klopp sagt einen Tag später halt wie hässlich er ist und du wirkst am nächsten Tag leider immer noch wie ein arroganter A... Ich schreibe wirkt, weil ich ihn ja nicht kenne, aber er müsste schon ein sehr guter Schauspieler wenn er sich so verstellt ;)
skeptikerjörg 02.02.2017
5. Ist eben the Special One
Klar, dass der 'Special One' angefressen ist. Mit ManU hinkt er der Musik hinterher und muss mit ansehen, wie Antonio Conte mit Chelsea die Kapelle anführt - und das mit demselben Kader, mit dem Mourinho in der letzten Saison abgestürzt ist. Dann lässt er gegen Hull zwei Punkte liegen, die er wohl schon abgehakt hatte. Und dann gibt es noch welche, die an Mourinhos Einmaligkeit und Klasse zweifeln. Ist das überhaupt erlaubt?
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