Schiedsrichter Gräfe "Videobeweis hätte geholfen"

Manuel Gräfe hat Bayer Leverkusen um Entschuldigung gebeten. Sein Fehler hatte Wolfsburg auf die Siegerstraße gebracht. Der von Rudi Völler kritisierte Schiedsrichter hätte sich über einen Videobeweis gefreut.
Schiedsrichter Gräfe: offen für technische Hilfsmittel

Schiedsrichter Gräfe: offen für technische Hilfsmittel

Foto: Peter Steffen/ dpa

Schiedsrichter Manuel Gräfe hat sich nach dem Bundesligaspiel VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen (2:1) bei den Gästen entschuldigt. "Es war mein Fehler und das tut mir sehr leid. Die Leverkusener können zu Recht sauer sein", sagte Gräfe nach dem Spiel.

Der Referee hatte vor dem irregulären 1:0 des VfL durch Nicklas Bendtner (34. Minute) bei einer Abseitsposition des Vorlagengebers Vieirinha seinen Linienrichter überstimmt, der die Fahne gehoben hatte. "Ich war mir einfach hundertprozentig sicher, dass der Leverkusener Spieler Kampl den Ball gespielt hat", berichtete Gräfe. Sein Assistent sei sich dagegen nicht so sicher gewesen.

Stattdessen hatte jedoch Wolfsburgs André Schürrle den Ball als Letzter gespielt. Gräfe befragte nach der Szene beide Spieler, erhielt jedoch keine eindeutige Antwort. "Ich habe leider von den Spielern keine Hilfestellung bekommen, das kann ich aber auch nicht erwarten", sagte Gräfe, der auch um Fairness bat: "Spieler machen Fehler, Trainer und Manager machen Fehler und Schiedsrichter eben auch. Man sollte nur fair und vernünftig miteinander umgehen."

Gräfe bekannte auch, dass ihm technische Hilfsmittel in diesem Moment recht gewesen wären. "Der Videobeweis hätte in dieser Szene geholfen". Er schränkte jedoch ein: "In vielen anderen Szenen stochert man weiter im Nebel."

rae/dpa