DFB-Team in der Einzelkritik Neuer war der Beste - und das ist schlecht

Eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause hat die DFB-Elf in Nordirland noch einmal vor Schlimmerem bewahrt. Dennoch ist es selten ein gutes Zeichen, wenn sich der Torwart besonders auszeichnen kann.
Manuel Neuer

Manuel Neuer

Foto: John Sibley / REUTERS

Es ist schon sinnvoll, dass ein Fußballspiel in zwei Halbzeiten aufgeteilt ist. So kann ein Team in der zweiten Hälfte den Eindruck der ersten 45 Minuten noch korrigieren - die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw hatte beim EM-Qualifikationsspiel in Belfast gegen die Nordiren die zweite Halbzeit jedenfalls bitter nötig, sonst wären die folgenden Einzelkritiken tendenziell erschütternd ausgefallen. Am Ende stand es 2:0 (0:0) für Löws Elf.

Nach dem Wechsel funktionierte deutlich mehr, es waren deutsche Kombinationen und Torchancen zu sehen, die Abwehr fand zu einer gewissen Ruhe zurück. All das hatte man in der Anfangsphase vermisst. Und so bringt der Abend im Windsor Park zumindest eine positive Erkenntnis aus DFB-Sicht: Der Bundestrainer hat offenbar immer noch die Möglichkeit, in der Pause auf sein Team einzuwirken. Auch daran war ja schon gezweifelt worden.

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