Marc Bartra "Die härtesten 15 Minuten meines Lebens"

Marc Bartra wurde als einziger Spieler beim Bombenanschlag auf den BVB-Bus verletzt. Nun meldet er sich erstmals ausführlich zu Wort.

Marc Bartra
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Marc Bartra


Marc Bartra hat sich erstmals ausführlich zu dem Anschlag auf den BVB-Teambus und zu seiner eigenen Verletzung geäußert: "Ich wünsche diese Erfahrung niemandem auf der Welt. Der Schmerz, die Panik und die Unsicherheit nicht zu wissen, was passiert oder wie lange es dauert. Das waren die längsten und härtesten 15 Minuten meines Lebens", schrieb der Spanier auf Instagram. Der Angriff sei das Schlimmste gewesen, was er bislang erlebt habe.

Bei dem Sprengstoffanschlag waren am Dienstagabend drei Sprengsätze mit Metallstiften detoniert. Bartra hatte sich bei dem Anschlag den Bruch einer Speiche sowie Fremdkörpereinsprengungen zugezogen. Schon bald will er aber wieder zu 100 Prozent fit sein. Zudem erlitt ein Polizist ein Knalltrauma. Bartra schrieb weiter, dass der Schock des Erlebten nun langsam nachlasse. Gleichzeitig wachse bei dem 26-Jährigen der Wunsch, zu leben, zu lachen und wieder Fußball zu spielen.

Hoy he vuelto a recibir en el hospital la visita que más feliz me hace. Ellas son mi todo, la razón por la que lucho para superar siempre los obstáculos y este ha sido el peor de mi vida, una experiencia que no desearía a nadie en este mundo. El dolor, el pánico y la incerteza de no saber lo que estaba pasando, ni cuánto tiempo duraría... fueron los 15 minutos más largos y duros de mi vida. A todo esto os quiero decir, que creo que el shock de estos días va disminuyendo cada vez más y a la vez se suman las ganas de vivir, de luchar, de trabajar, de reír, de llorar, de sentir, de querer, de creer, de jugar, de entrenar, de seguir disfrutando de mi gente, seres queridos, compañeros, de mi pasión, de defender, de oler el césped como hago antes de que empiece el partido y motivarme. De ver las gradas llenas de personas que aman nuestra profesión, gente buena que sólo quiere que le hagamos sentir emociones para olvidarse del mundo y sobre todo de este mundo en el que vivimos, cada vez más loco. Lo único que pido, LO ÚNICO, es que vivamos TODOS en paz y dejemos atrás las guerras. Estos días cuando me miro la muñeca, hinchada y malherida, sabéis qué siento? Orgullo. La miro orgulloso pensando en que todo el daño que querían hacernos el martes, se quedó en esto. Gracias a los doctores, enfermeras, fisioterapeutas y personas que me ayudan a recuperar y que la muñeca quede perfecta. A las miles y miles de personas, medios, organizaciones de todo tipo, el BVB y compañeros, que me habéis hecho llegar vuestro apoyo y cariño. Por pequeño que sea, me ha llenado increíblemente de fuerzas para seguir SIEMPRE adelante. Necesitaba escribir y desahogarme y así zanjar todo para ya solo pensar en ponerme al 100% lo más pronto posible! Un saludo muy grande! Marc ��

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Wenn er auf sein schwer verletztes Handgelenk blicke, sei er stolz, dass dies der einzige Schaden sei, den die Täter angerichtet hatten. "Ich bitte nur um eines, dass wir alle in Frieden leben und die Kriege hinter uns lassen", schrieb Bartra. Er bedankte sich unter anderem beim Krankenhauspersonal, seinen Fans und dem BVB für die Unterstützung. Dies habe ihm viel Kraft gegeben.

aev/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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Tharsonius 14.04.2017
1. Wäre schön
wenn nicht nur dem BvB sondern auch dem schon oft erwähnten Polizisten ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt würde.
Spiegelleserin57 14.04.2017
2. dann werden wir Leser dies tun...
also BEIDEN Betroffenen alles Gute und wir wünschen eine baldige Genesung. Ein Knalltrauma ist sicherlich auch furchtbar und vielleicht könnte SPON den Herrn besuchen und berichten wie es ihm geht. Hoffentlich bleiben keine Schäden zurück. Es wird als viel zu selbstverständlich angesehen dass die Polizisten für unsere Sicherheit da sind. Wie man sieht sind das Berufe die mit einem sehr hohen Risiko für das eigenen Leben einhergehen. Diese Menchen haben sich zwar den Beruf ausgesucht, aber wir haben letztendlich auch den Nutzen davon. DANKE für den Einsatz!
markus.w77 14.04.2017
3. @tharsonius
Woher wissen Sie das der Polizist wie ein Profi in die Öffentlichkeit gezerrt werden möchte? Erwähnt wird er jedes mal, aber ich zb wollte das gar nicht.
Beat Adler 14.04.2017
4. Gute Genesung an BEIDE, den Spieler und en Polizisten
Gute Genesung an BEIDE, den Spieler und en Polizisten Hoffentlich kann dieser Sprengstoffanschlag vollstaendig aufgeklaert werden. Die Fragen dazu sind noch zuviele: Warum haben die Terroristen 3 Bomben gezuendet und nicht 1 mit dem Sprengstoff fuer 3? Warum haben sie nicht die Methode der RAF gegen den Bankier Herrhausen verwendet? Beides in Kombination haette sehr viel mehr Schaden angerichtet. Wollten sie ein Zeichen setzen, statt zu schaden? Viel zuviel Fragen! Viel Erfolg den Untersuchungsbehoerden! mfG Beat
FrankDr 14.04.2017
5.
Mich stört auch schon die ganze Zeit, dass Spon und die anderen Medien den Polizisten geringschätzig ignorieren, wobei ein Knalltrauma ggf lebenslange Folgen mit Tinnitus, Schlaflosigkeit, Schwerhörigkeit, etc mit sich bringen kann, wobei die Hand des Fußballers volle Aufmerksamkeit widerfährt.
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