Bayern gegen Dortmund Neuer Zank um Marco Reus

Wechselt BVB-Profi Marco Reus zum FC Bayern? Zumindest bleibt der Nationalspieler Thema bei den Münchnern, sagt Karl-Heinz Rummenigge. Die Reaktion aus Dortmund lässt nicht auf sich warten.
BVB-Profi Reus: Vertrag mit Ausstiegsklausel

BVB-Profi Reus: Vertrag mit Ausstiegsklausel

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

Hamburg - Normalerweise geht Hans-Joachim Watzke keinem Konflikt aus dem Weg, im Gegenteil: Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund hat beim BVB eine eigene "Abteilung Attacke" etabliert, wie man sie zuvor nur von Uli Hoeneß gekannt hatte, dem früheren Manager und Präsidenten des FC Bayern München. Doch beim Thema Marco Reus ist Watzke dieses Mal sehr zurückhaltend.

"Alles was Rummenigge gesagt hat, bestätigt mich in meiner schon vorhandenen Meinung. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte Watzke der "Bild"-Zeitung. Zuvor hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge die Spekulationen um einen Wechsel von Reus nach München neu befeuert.

"Wir werden das in aller Ruhe intern diskutieren und dann eine Entscheidung fällen", hatte Rummenigge am Montag gesagt. Er betonte vor der Abreise zum Champions-League-Spiel in Rom (Dienstag, 20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) aber auch: "Am Ende des Tages muss der Spieler das ja auch entscheiden. Die Klausel ist bekannt, mehr möchte ich dazu gar nicht sagen."

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Der bis zum 30. Juni 2017 laufende Vertrag von Reus beim BVB soll angeblich eine Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro für einen Vereinswechsel am Ende dieser Saison beinhalten. Der BVB ist offenbar bemüht, den Vertrag zu modifizieren und den 25-Jährigen weiterhin langfristig zu binden. Auch Mario Götze hatte eine entsprechende Klausel, wegen der er für eine Ablösesumme in Höhe von 37 Millionen Euro von Dortmund zu den Bayern wechseln konnte.

Reus' Ausstiegsklausel hatte Anfang August für Streit zwischen dem BVB und FCB gesorgt. Rummenigge hatte damals der "Sport Bild" gesagt: "Es ist bekannt, dass der Spieler bei Borussia Dortmund ist und eine Ausstiegsklausel hat, die, so Gerüchte, bei 25 Millionen Euro liegen soll."

Watzke reagierte verärgert: "Borussia Dortmund registriert mit einer gewissen Verärgerung, dass sich Karl-Heinz Rummenigge über die Medien zurzeit im Drei-Tage-Rhythmus zu internen BVB-Angelegenheiten äußert", sagte er in einer Stellungnahme auf der BVB-Homepage. Rummenigge nehme durch sein Verhalten "billigend in Kauf, dass das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München weiter beschädigt wird", kritisierte Watzke.

ham/dpa