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08. Oktober 2015, 12:09 Uhr

Mario Götze

"Unglaublich viele Missverständnisse"

In einem Interview hat Mario Götze über sein negatives Image gesprochen. Der Nationalspieler fühlt sich falsch verstanden, räumt aber auch eigene Fehler ein. Und zu Trainer Josep Guardiola stellt der Bayern-Profi etwas klar.

Mario Götze hat in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" Fehler rund um seinen Wechsel zum FC Bayern 2013 eingeräumt. Der Nationalspieler fühlt sich aber auch oft falsch verstanden und betont, dass es mit Trainer Josep Guardiola "kein Problem" gegeben habe.

"Es gibt unglaublich viele Missverständnisse, die mit meiner Person zusammenhängen", sagt Götze, der beklagt, "wie schwer es für mich ist, mich öffentlich zu äußern". Seine Äußerung aus dem Sommer ("Es wird sich zeigen, ob der Trainer mehr mit mir spricht") sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, so der Spieler. Er sei suggestiv genau danach gefragt worden, ob Guardiola "mehr mit ihm sprechen werde", und habe das lediglich abwartend beantwortet.

Seine Zurückhaltung gegenüber den Medien erklärt Götze generell damit, dass seine Aussagen oft falsch verstanden würden: "Eigentlich müsste man manchmal nach einem Interview gleich noch ein zweites Interview geben, um das erste Interview zu erklären, und dann müsste man vielleicht noch eines geben, um das zweite zu erklären."

Dass sein Image im Zusammenhang mit seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach München für 37 Millionen Euro im Sommer 2013 Schaden genommen habe, erklärt Götze sich damit, dass er sich damals in Dortmund in einer schwierigen Situation befunden habe: "Ich war verletzt, total mit meinem Körper beschäftigt, und dann war ich traurig, als klar wurde, dass ich das Finale in London nicht spielen kann." In München sei es dann auch nicht einfach gewesen: "Ich wohne im Hotel, der Trainer ist neu, und, und, und. Das war alles ein bisschen viel." Daher habe er sich damals nicht öffentlich zu seinem Wechsel und den Beweggründen dafür geäußert.

Auch dass er damals bei der Vorstellungspressekonferenz mit einem T-Shirt seines Werbepartners Nike beim Adidas-Klub Bayern München aufgetreten war, erklärt Götze heute damit, mit anderen Dingen beschäftigt gewesen zu sein: "Und deswegen habe ich mir keine Gedanken gemacht, als mein Ausrüster mir das Shirt in die Hand gedrückt hat."

Seine Zukunft beim FC Bayern beschreibt der 23-Jährige professionell optimistisch: "Ich würde sehr gerne ein Gesicht des FC Bayern werden. Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier, ich bin froh, Bayern-Spieler zu sein." Nie habe er daran gedacht, München zu verlassen.

rae

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