Genervter BVB-Star "Den alten Mario Götze wird es nicht mehr geben"

Mario Götze hält die Vergleiche mit seiner ersten Phase bei Borussia Dortmund für "Quatsch". Die drei Jahre in München bewertet er positiv. Auch über seine bisherigen Trainer sprach der Offensivspieler.

Mario Götze
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Mario Götze ist von den Diskussionen um seine frühere Form zunehmend genervt. Er halte das für "absoluten Quatsch", sagte der Offensivspieler von Borussia Dortmund im Interview der "Bild". "Soll ich mich jetzt wieder zum 18-Jährigen machen?", fragte der 24-Jährige - und rechtfertigte sich: "Ich habe inzwischen fast 60 Länderspiele, sechs Jahre Erfolg bei Bayern und Dortmund gehabt, bin fünfmal Meister geworden - das sind Fakten." Jeder Fußballer entwickele sich weiter. "Diesen alten Mario Götze wird es nicht mehr geben", sagte er weiter.

Götze musste sich zuletzt viel Kritik anhören. Von seiner Leichtigkeit und seiner Genialität aus seiner Zeit als Jungstar beim BVB sei nicht mehr viel zu sehen. Seit seiner Rückkehr zum BVB hat er elf von 17 Pflichtspielen bestritten, nur drei davon über die gesamte Spielzeit. Außerdem hatte Götze in den vergangenen Jahren immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. So fiel er zum Beispiel in seiner letzten Saison bei den Bayern vier Monate am Stück aus.

Götze selbst fühlt sich beim Nationalteam genauso wie beim BVB sehr gut aufgehoben. "So gut, dass ich meine Leistung mehr und mehr abrufen kann." Aber auch seine drei Jahre beim FC Bayern bereut er nicht. "In München habe ich viel dazu gelernt, habe mit Weltklasse-Spielern gespielt, bin gereift", sagte er. "Insgesamt war ich in München glücklich und bin es jetzt in Dortmund auch."

Auch über seine bisherigen Trainer äußerte Götze sich. Immer wieder wurde darüber diskutiert, dass Josep Guardiola bei den Bayern zu wenig auf den Nationalspieler setze "Ich habe von allen Trainern immer sehr große Wertschätzung erfahren", sagte Götze nun. Einen Vergleich der Trainer Guardiola, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel findet er schwierig und "unfair", weil er sich unter allen Trainern in "unterschiedlichen Lebenssituationen" befunden habe.

aev/dpa



insgesamt 32 Beiträge
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Anna156464641156 11.11.2016
1. Nicht nur Götze...
Man kann das absolut verstehen, daß die ständigen vergleiche mit der alten Form nerven. Auch andere Spieler beim BVB werden nicht mehr zurück finden. Wenn Sahin wie in seinen Meister-Saisons spielen würde oder Kagawa an die alte stärke anküpfen könnte und Reus nicht dauernd verletzt wäre, könnte man sich ausmalen wo die Truppe jetzt stehen würde. Das findet aber alles im Konjunktiv statt und ich kann mich da nur den Worten von Götze anschließen: Die alte Form wird es nicht mehr geben.
muellerthomas 11.11.2016
2.
"Seit seiner Rückkehr zum BVB hat er elf von 17 Pflichtspielen bestritten, nur drei davon über die gesamte Spielzeit. " Bis zum zweiten Bundesliga-Spieltag war er verletzt, konnte daher nicht zum Einsatz kommen. In den neun BuLi-Spiele seitdem kam er sechs Mal zum Einsatz, davon fünfmal in der Startelf, in den drei anderen Spielen wurde er geschont. In allen vier CL-Spielen kam er zum Einsatz, ebenso in dem einen Pokal-Spiel, wo er gesund war. Alles alles gut.
jz3n3f 11.11.2016
3. großer Fehler von ihm...
wieder nach Dortmund zurück zu gehen. Natürlich wird er dort immer mit dem früheren Mario Götze verglichen. Und das wollte er ja auch. Nach dem Motto: ich geh zurück, dann wird alles so wie früher. Er hätte zu nem anderen Verein (ohne persönliche Vorgeschichte) gehen solle, wie z.B. Tottenham. Da hätte praktisch mit einem Neustart zeigen können was er drauf hat. Aber dazu hätte er sich halt aus seine Wohlfühloase raus gemusst. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob er überhaupt entsprechende angebote hatte (Großverdiener mit überschaubarer Leistung haben nicht soooo die reisen Auswahl)
alaba27 11.11.2016
4. Das klingt ja wie Musik
in den Ohren aller BVB-Fans. Ich glaube, dass in München v.a. sein Bankkonto gereift ist. Und dass er sich mit der Situation in München und auch jetzt so abfindet, sagt doch alles. Da hatte ja selbst Andy Möller mehr Biss. Vielleicht wird er ja noch "altersweise" - aber wer soll sich das Trauerspiel zu so einem Gehalt bis dahin angucken ?
briancornway 11.11.2016
5. Neue Qualitäten
Zitat von Anna156464641156Man kann das absolut verstehen, daß die ständigen vergleiche mit der alten Form nerven. Auch andere Spieler beim BVB werden nicht mehr zurück finden. Wenn Sahin wie in seinen Meister-Saisons spielen würde oder Kagawa an die alte stärke anküpfen könnte und Reus nicht dauernd verletzt wäre, könnte man sich ausmalen wo die Truppe jetzt stehen würde. Das findet aber alles im Konjunktiv statt und ich kann mich da nur den Worten von Götze anschließen: Die alte Form wird es nicht mehr geben.
Er meinte, dass es den "alten" Götze nicht mehr geben wird, also jenes junge, unerfahrene Talent, dass uns allen frisch und unbekümmert Freude machte. Da ist was dran. Er spielt viel besser, wirkt in der Offensive zuweilen wie der große Bruder der anderen, aber er ist nicht mehr so auffällig mit spektakulären eigenen Aktionen. Ich hoffe, das ganze Bohei fehlt ihm nicht wirklich.
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