+++ Transferticker +++ FC Bayern dementiert angeblichen Sané-Wechsel

Nicht so schnell: Der FC Bayern hat auf Medienberichte reagiert und auf Twitter zu einem ausdrücklichen Dementi ausgeholt. Hertha BSC und der FC Arsenal stellen neue Transferrekorde auf.

Leroy Sané spielt seit 2016 bei Manchester City
Charly Triballeau / AFP

Leroy Sané spielt seit 2016 bei Manchester City


GERÜCHTE

Bayern widersprechen Medienberichten

Am Abend kursierten Gerüchte, denen zufolge Leroy Sané sich für einen Transfer zu Bayern München entschieden hätte. "Kicker" und "Bild" berichteten, der Wechsel sei auf der Zielgeraden und es seien nur noch vertragliche Details zu klären. Demnach werde aktuell noch über die Ablösesumme für den 23-Jährigen Flügelspieler verhandelt, die angeblich mehr als 100 Millionen Euro betragen soll.

Es dauerte nicht lange, bis auf die Medienberichte ein Dementi der Bayern folgte - ein äußerst ungewöhnlicher Schritt.

Am Rande eines Vorbereitungsturniers hatte Karl-Heinz Rummenigge zuletzt gesagt, dass die Münchner zu ihren Bemühungen auf dem Transfermarkt keine "Wasserstandsmeldungen" mehr abgeben würden.

Angeblich soll sich Manchester City zuvor über die öffentlichen Äußerungen der Bayern bezüglich eines möglichen Sané-Transfers beschwert haben. Laut "Kicker" erhielten die Münchner "vor rund zwei Wochen" sogar ein offizielles Schreiben aus der Chefetage des englischen Meisters mit der Bitte, jegliche Diskussionen und Offerten bezüglich des 23-Jährigen nicht mehr öffentlich zu kommentieren. Kürzlich hatte Rummenigge Kovac öffentlich kritisiert, weil der sich optimistisch über die Verhandlungen mit Sané geäußert hatte.

Götze denkt über Wechsel nach

Mario Götze hat vor den anstehenden Vertragsverhandlungen mit Vizemeister Borussia Dortmund erneut einen Wechsel ins Ausland ins Gespräch gebracht. "Es ist natürlich ein Thema, weil es jetzt eben meine zehnte Bundesligasaison ist", sagte 27-Jährige im Interview mit DAZN und "Spox".

Götzes Vertrag beim BVB läuft im Juni 2020 aus. Laut Medienberichten sollen beide Seiten bei den Gehaltsvorstellungen für einen neuen Kontrakt auseinanderliegen. Der BVB will mit dem 27-Jährigen verlängern, das Gehalt aber reduzieren. "Wir werden in Kürze Gespräche führen. Es ist das Ziel, mit ihm zu verlängern", sagte Sportdirektor Michael Zorc laut Sport-Informations-Dienst. Götzes Wechselgedanken könnten also auch Taktik in den Gehaltsverhandlungen sein.

Keine Einigung mit Bailey

Am Mittwochabend berichtete "transfermarkt.de" unter Berufung auf Quellen "aus dem engsten Umfeld" des Spielers, der FC Bayern und Leverkusens Offensivakteur Leon Bailey hätten sich auf einen Wechsel geeinigt. Der Jamaikaner werde im Sommer nach München wechseln. Doch nach dem Finale des Münchner Vorbereitungsturniers dementierte Trainer Niko Kovac die vermeintliche Einigung. "Ich finde es außerordentlich kurios, wenn man einfach was in die Welt setzen kann. Wenn man so etwas kommuniziert, muss es stichfeste Beweise geben", sagte Kovac: "Ich würde es überprüfen. Das ist nicht wahr."

Leon Bailey wird angeblich vom FC Bayern umworben
REUTERS

Leon Bailey wird angeblich vom FC Bayern umworben

Laut des Berichts hatten sich die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters am vergangenen Wochenende mit Baileys Beratern getroffen. Der 21-Jährige besitzt in Leverkusennoch einen Vertrag bis 2023. Der Klub hatte vor zweieinhalb Jahren 13,5 Millionen Euro an den belgischen Erstligisten KRC Genk überwiesen. Seitdem hatte Bailey 67 Ligaspiele für Bayer absolviert und dabei 14 Treffer erzielt.

WECHSEL PERFEKT

Stürmer Dodi Lukébakio wird Herthaner

Hertha BSC hat auf dem Transfermarkt für einen Vereinsrekord gesorgt: Die Berliner gaben die Verpflichtung des belgischen Offensivspielers Dodi Lukébakio bekannt, die Ablöse für den 21-Jährigen soll bei rund 20 Millionen Euro liegen. Die bisherige Rekordverpflichtung war Stürmer Davie Selke, der 2017 für etwa 8,5 Millionen Euro von RB Leipzig kam.

Lukébakio wechselt vom FC Watford aus der Premier League nach Berlin. Allerdings war der U21-Nationalspieler in der vergangenen Saison an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen und mit zehn Toren in 31 Ligaspielen maßgeblich am Ligaverbleib beteiligt. Beim 3:3 bei Meister Bayern München im vergangenen November erzielte er alle drei Treffer für die Fortuna.

Der Lukébakio-Deal ist der bislang spektakulärste Einkauf seit dem Einstieg von Lars Windhorst. Der Investor hatte Ende Juni 37,5 Prozent der Anteile an der ausgliederten Profi-Tochter des Vereins übernommen, wofür Hertha 125 Millionen Euro erhält. In der kommenden Saison kann Windhorst seinen Anteil auf 49,9 Prozent aufstocken. Dadurch würde der Investitionsbetrag auf über 200 Millionen steigen.Hertha-Manager Michael Preetz hatte mitgeteilt, mit dem Geld im Laufe der kommenden Jahre auch die Profimannschaft verstärken zu wollen.

(Hier lesen Sie eine Analyse zum Windhorst-Einstieg.)

Nicht kommen soll dagegen Offensivspieler Maximilian Philipp von Vizemeister Borussia Dortmund. "Ein toller Spieler, dazu ein Berliner Junge. Aber eine Verpflichtung ist derzeit nicht darstellbar", teilte Klubchef Michael Preetz per Twitter mit.

Rekordeinkauf des FC Arsenal

Der ivorische Nationalspieler Nicolas Pépé vom OSC Lille wechselt zum FC Arsenal. Das verkündete der Londoner Klub auf seiner Website. Zuvor hatte Lilles Präsident Gerard Lopez bereits dem französischen Fernsehsender "RMC Sport" gegenüber offen von dem Transfer gesprochen. Demnach soll sich die Ablösesumme auf "80 Millionen Euro plus Bonuszahlungen" belaufen. Damit wäre Pépé Arsenals Rekordzugang, teuerster Einkauf war bislang Pierre-Emerick Aubameyang, für den die Gunners 63,75 Millionen Euro an Borussia Dortmund bezahlt hatten.

"Die Verpflichtung eines hochkarätigen Flügelspielers, war eines unserer Hauptziele in diesem Transferfenster", sagte Arsenal-Trainer Unai Emery über Pépés Transfer: "Er wird Tempo, Kraft und Kreativität mitbringen."

Pépé hat in der vergangenen Saison mit starken Leistungen in der französischen Ligue 1auf sich aufmerksam gemacht. 22 Tore schoss der Flügelstürmer in 38 Ligaspielen und bereitete elf weitere vor. Lille hatte Pépé 2017 für zehn Millionen Euro vom SCO Angers geholt. Auch der FC Bayern soll am 24-Jährigen interessiert gewesen sein.

Hinteregger-Rückkehr fix

Der Wechsel von Martin Hinteregger zu Eintracht Frankfurt steht fest. Der österreichische Innenverteidiger erhält in Frankfurt einen Vertrag bis 2024. Das teilte der Klub kurz vor dem Europa-League-Qualifikationsspiel am Donnerstagabend gegen den FC Flora Tallinn mit. Im Zweitrunden-Rückspiel ist Hinteregger allerdings noch nicht einsatzberechtigt.

"Die Vertragslaufzeit ist ein klares Signal: Wir wollen unseren Kader nachhaltig gestalten", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Martin hat in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt, dass er ein Gewinn für uns ist."

Der 26-jährige Abwehrspieler war in der vergangenen Rückrunde vom FC Augsburg ausgeliehen worden und zum 1. Juli zunächst dorthin zurückgekehrt. "Die Eintracht ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das letzte halbe Jahr war unglaublich und ich fühle mich sehr wohl in Frankfurt. Daher bin ich froh, dass der Wechsel geklappt hat", sagte Hinteregger.

Über die Ablösesumme machten die Klubs keine Angaben. Augsburg hatte Medienberichten zufolge zunächst 15 Millionen Euro gefordert, die Frankfurter wollten anfangs nur zehn Millionen Euro bezahlen.

jan/ptz/mrk/dpa/sid



insgesamt 82 Beiträge
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Seite 1
timtom2222 01.08.2019
1.
Kovac hat ja einen Maulkorb bekommen, was soll er sagen? Und Götze, nach dem Desaster bei Bayern würde ich mir einen Wechsel gut überlegen. Vielleicht mit 10 Jahren Vertrag.
gregor17 01.08.2019
2. Verkaufen!
Mitarbeiter, die ihrem Arbeitgeber mit Weggang drohen, sollten konsequent und unverzüglich verkauft werden. Diese arroganten Wichtigtuer sollten sich mal lieber wieder auf das konzentrieren, wofür sie bezahlt werden. Und die letzte Saison war für Götze nun wahrlich nicht der Brüller!
Papazaca 01.08.2019
3. Wenn er will, sollte Götze wechseln
Beim BVB hat sich Götze wieder stabilisiert. Er wurde, trotz aller vorheriger Querellen , wieder voll akzeptiert. Der Club wiederum hat Götze viel Zeit gegeben, seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Wenn Götze jetzt meint, mit einem Wechsel drohen zu können, sollte der BVB ihn gehen lassen. Ohne Bedauern, ohne Nachtreten. Ist vielleicht das Beste!
amasan 01.08.2019
4. Götze Posse
Die Götze Posse amüsiert mich jetzt schon seit der Winterpause. Der BVB macht ein ums andere Mal öffentlich, dass man gerne verlängern will, aber Mario denkt gar nicht daran auf Gehalt zu verzichten. Jetzt hat er 1 Jahr sehr gute Leistungen gezeigt und bringt seinen Verein in Zugzwang. Ablösefrei nächstes Jahr oder jetzt noch eine vllt eigentlich zu geringe Ablöse kassieren? Dankbarkeit geht anders, ich frag mich nur, ist es wirklich der Spieler, der so tickt oder ist es das Management dahinter? Oder ist das BVB Management mit der Gehaltskürzung so hart, dass er quasi zu einem Wechsel gezwungen ist?
thorgur 01.08.2019
5. Der BvB sollte Götze verkaufen
Vielleicht möchte der FCB ihn ja wieder haben ? Die sind grad etwas dünn besetzt. Ganz ehrlich, der BvB hat ihn über Jahre mit viel Geduld und Geld wieder hochgepäppelt und dann sowas. Solche Leute braucht niemand im Team.
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