Deutscher Nationalstürmer "Politische Gründe" - Gomez will nicht nach Istanbul zurück

Keine Rückkehr in die Türkei: Mario Gomez will nach dem gescheiterten Putschversuch nicht mehr für Besiktas Istanbul spielen. Der deutsche Stürmer wandte sich persönlich an seine türkischen Fans.

Mario Gomez
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Mario Gomez hat "die politische Situation" in der Türkei als Grund dafür angegeben, nach der Sommerpause nicht nach Istanbul zu Besiktas zurückzukehren. Das teilte der deutsche Nationalstürmer den Fans auf seiner Facebook-Seite mit. Gomez steht in Florenz bei AC Fiorentina unter Vertrag, war in der vergangenen Saison von den Italienern aber nach Istanbul ausgeliehen worden.

Mit Besiktas hatte Gomez den Meistertitel in der Süper Lig gefeiert und war selbst mit 26 Treffern Torschützenkönig der Liga geworden. Bei der Europameisterschaft in Frankreich hatte Gomez starke Leistungen für die deutsche Auswahl gezeigt und zwei Tore erzielt. Besiktas hätte den Stürmer gerne behalten, aber auch vor dem gescheiterten Militärputsch und den anschließenden Umwälzungen in der türkischen Gesellschaft hatte Gomez gezögert, das Leihverhältnis in einen festen Vertrag umzuwandeln.

In seiner persönlichen Erklärung schrieb Gomez jetzt jedoch: "Der Grund dafür ist ausschließlich die politische Situation! Weder sportliche noch andere Gründe haben mich dazu bewegt. Einzig und allein die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage." Zum Zeitpunkt des Putschversuchs war Gomez im Urlaub.

Wo Gomez in Zukunft spielen wird, ist noch völlig offen. Grund dafür, dass Florenz ihn verkaufen möchte, soll auch sein Gehalt in zweistelliger Millionenhöhe sein. Nach seinen guten Leistungen der vergangenen zwölf Monate kommt am ehesten ein Klub in England oder Spanien infrage, der solche Summen zu zahlen bereit wäre.

Gomez beschloss seine persönliche Botschaft aber mit der Andeutung, er könne dereinst in die Türkei zurückkehren: "Ich hoffe, dass diese politischen Probleme bald friedlich gelöst werden. Dann ist es mein großer Wunsch noch mal für Besiktas zu spielen! Der Verein und das Land sind mir in diesem einen Jahr sehr ans Herz gewachsen. Hoffentlich bis bald."

rae/dpa/sid

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