Bundesliga Sammer hört als TV-Experte auf

Matthias Sammer wird in der kommenden Bundesligasaison nicht mehr als Experte bei Eurosport aktiv sein. Der Europameister führte für die Entscheidung persönliche Gründe an.

Matthias Sammer auf der Spobis
Roland Weihrauch / DPA

Matthias Sammer auf der Spobis


Nach zwei Jahren gibt Matthias Sammer seine Tätigkeit als TV-Experte auf. Das teilte der Sender Eurosport mit. An der Seite von Moderator Jan Henkel analysierte der 51-Jährige über zwei Spielzeiten Bundesligapartien. Für ihre Art der Präsentation hatten die beiden viel Lob erhalten. Über eine Nachfolge ist bislang nichts bekannt.

"Ich habe für mich persönlich und für meine Familie die Entscheidung getroffen, künftig beruflich etwas kürzer zu treten", sagte der Fußball-Europameister von 1996. "Aus diesem Grund werde ich meine Expertentätigkeit bei Eurosport in der kommenden Saison nicht weiter fortführen. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen."

Der Sender Eurosport äußerte Bedauern über die Entscheidung. "Es war fantastisch zu sehen, mit welcher Intensität und Begeisterung er unsere Vorstellung der Fußballanalyse ausgestaltet und mit welchem Perfektionismus er sich auf seine Sendungen vorbereitet hat. Es ist schade, dass wir ihn verlieren", sagte Gernot Bauer, Head of Sports bei Eurosport in Deutschland. Auch Geschäftsführerin Susanne Aigner Drews würdigte die Verdienste Sammers und sagte, er habe dem Bundesligaprogramm bei Eurosport "von Anfang an ein Gesicht gegeben und selbst eine neue Paraderolle gefunden".

Beim Sender wird er auch in Zukunft beratend tätig sein. Weiterhin fungiert Sammer als externer Berater beim Bundesligisten Borussia Dortmund, bei dem er bereits als Spieler und Trainer aktiv war. Zuvor war er von 2006 bis 2012 Sportmanager des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und von 2012 bis 2016 Sportvorstand beim FC Bayern München, wo er wegen eines leichten Schlaganfalls eine Auszeit genommen und später seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst hatte.

Dass sein Abschied bei Eurosport nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolge, teilte Sammer dem Sport-Informations-Dienst (SID) mit. Der Aufwand für seinen Expertenjob sei ihm schlicht zu viel geworden. Er sei mit Vor- und Nachbereitung seiner Auftritte rund 250 Tage im Jahr für den Sender aktiv gewesen.

tip/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Jacek G 21.06.2019
1. Sehr schade!
Obwohl mir Sammer früher nicht unbedingt sympathisch war, habe ich seine Kommentare geliebt. Mit Herzblut und Ahnung hat er seine interessante Meinung dargestellt. Ich hoffe bei ihm und seiner Familie ist alles okay.
RamBo-ZamBo 21.06.2019
2. Alte Sammermasche
Auf die Art und Weise geht er ja immer.
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