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16. Juni 2019, 16:10 Uhr

Europa-League-Sieger

Trainer Sarri wechselt von Chelsea zu Juventus

Nach nur einem Jahr beim FC Chelsea zieht es Trainer Maurizio Sarri in seine Heimat zurück. Als Nachfolger in London wird Ex-Profi Frank Lampard gehandelt.

Europa-League-Gewinner FC Chelsea muss sich nach einem neuen Trainer umsehen. Der Klub hat sich mit Juventus Turin auf einen Wechsel des 60 Jahre alten Maurizio Sarri geeinigt. Zuvor hatten italienische und englische Medien übereinstimmend berichtet.

Der Coach habe um die vorzeitige Auslösung seines Zweijahresvertrags nach einer Saison gebeten, teilten die Londoner mit. In Turin erhält der 60-Jährige einen Vertrag bis 30. Juni 2022.

Medienberichten zufolge soll der italienische Serienmeister bis zu sechs Millionen Euro Ablöse für Sarri zahlen, der die Nachfolge des zurückgetretenen Massimiliano Allegri antreten wird. Allegri trainierte den Verein seit 2014, legt nun aber ein Sabbatjahr ein. Sechs Millionen Euro sind bei einem Trainerwechsel keine außergewöhnliche Summe mehr. Für Julian Nagelsmann soll RB Leipzig fünf Millionen Euro an die TSG Hoffenheim gezahlt haben.

Sarri war erst im Sommer 2018 aus Neapel zu Chelsea gewechselt. Er führte die Londoner auf Platz drei der Premier League, was die Qualifikation für die Champions League bedeutete. Ende Mai gewann Chelsea unter Sarri zudem im Finale gegen den FC Arsenal die Europa League.

Damit steht in London ein größerer Umbruch an. Nach Superstar Eden Hazard, den es zu Real Madrid zog, verlässt nun auch der Trainer den Klub.

Als Nachfolger wird der frühere Chelsea-Spieler Frank Lampard (640 Pflichtspiele) gehandelt. Der 40-Jährige, der 2012 als Spieler mit den Londonern die Champions League gewann, hatte in seiner ersten Saison als Trainer beim Zweitligisten Derby County nur knapp den Aufstieg verpasst. Mehrere britische Medien, darunter der "Guardian" berichten, Chelsea wolle nun Gespräche mit Lampard führen.

Lampard würde es allerdings nicht leicht haben: Derzeit ist gegen den FC Chelsea eine einjährige Transfersperre verhängt. Die Blues waren durch die Fifa am 22. Februar mit der Sperre belegt worden, weil sie in 29 Fällen bei internationalen Transfers und Anmeldungen von minderjährigen Spielern gegen Regeln verstoßen haben sollen. Der Klub hatte daraufhin bekannt gegeben, die Sperre vor vor dem Internationalen Sportgerichtshof anfechten zu wollen.

mey/ngo

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