US-Fußballstar Megan Rapinoe "Du kannst kein Turnier ohne Homosexuelle gewinnen"

Bei der Fußball-WM überragt Megan Rapinoe auf dem Platz. Doch auch sonst bestimmt die US-Amerikanerin die Themen des Turniers. In einem Interview hat sie nun gesagt, wie wichtig Homosexuelle für ein Team sind.

Megan Rapinoe ist der Star des US-Teams bei der WM
AFP

Megan Rapinoe ist der Star des US-Teams bei der WM


Sie ist das Gesicht der diesjährigen Fußball-WM der Frauen: Megan Rapinoe. Mit zwei Toren gegen Frankreich schoss die 33-Jährige die USA ins Halbfinale des Turniers. Ihr Team gilt als großer Favorit auf den Titel. Doch nicht nur auf, sondern vor allem auch neben dem Platz sorgt sie für Schlagzeilen.

Im Anschluss an die Viertelfinalbegegnung sagte Rapinoe in einem TV-Interview, dass ein Team ohne Homosexuelle kein großes Turnier gewinnen könne. "Es ist noch niemals zuvor passiert", so die Mittelfeldspielerin der Vereinigten Staaten.

"Ich werde angetrieben von Leuten, die mich mögen und für die gleichen Dinge kämpfen", fügte Rapinoe an. Für sie sei es schön, lesbisch zu sein - gerade während des Pride Month und der Weltmeisterschaft.

Der Juni gilt in den USA als Pride Month. In dieser Zeit feiern Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und werben für mehr Toleranz.

Megan Rapinoe vs. Donald Trump

Viele US-Fans feiern ihren neuen Star. Doch nicht überall stoßen ihre Leistungen und Aussagen auf Begeisterung. Das gilt vor allem für das Weiße Haus: Donald Trump kümmerte Rapinoes neuerliche Glanzleistung offenbar wenig. Via Twitter hatten sich die beiden einen Schlagabtausch geliefert. Rapinoe hatte erklärt, im Falle des WM-Triumphs "garantiert nicht in das f***ing Weiße Haus zu kommen". Der Präsident reagierte prompt: "Sie sollte nicht respektlos gegenüber unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge sein, zumal so viel für sie und ihre Mannschaft getan worden ist."

Rapinoe solle "erst mal GEWINNEN, dann REDEN", und ihre Arbeit erledigen: "Bisher habe ich sie oder die Mannschaft nicht eingeladen - jetzt tue ich es, ob Sieg oder Niederlage."

Als erste weiße Person und erste Frau hatte sich die Olympiasiegerin und Weltmeisterin 2016 dem "Knie-Protest" des Football-Quarterbacks Colin Kaepernick gegen Rassismus und Polizeigewalt angeschlossen. Bis heute singt sie aus Protest nicht mit und legt im Gegensatz zu ihren Teamkolleginnen auch nicht die Hand aufs Herz.

Alles Wichtige zum Turnier lesen Sie hier.

bam/sid

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