Mesut Özil beim FC Arsenal Im Abseits

Seit März hat Mesut Özil beim FC Arsenal kein Spiel mehr gemacht. Die Londoner wollten den Weltmeister von 2014 loswerden, doch er wollte bleiben. Nun wurde Özil nicht einmal in das Europa-League-Aufgebot berufen.
Mesut Özil ist beim FC Arsenal nur noch Reservist - und manchmal nicht einmal das

Mesut Özil ist beim FC Arsenal nur noch Reservist - und manchmal nicht einmal das

Foto: Andy Rowland / imago images/PRiME Media Images

Mesut Özil ist Topverdiener beim FC Arsenal, rund 350.000 Pfund pro Woche soll er dort verdienen. Für einen Platz im Europa-League-Kader seines Klubs reicht es jedoch nicht: Der Premier-League-Klub hat bei der Nominierung auf Weltmeister von 2014 verzichtet. Das geht aus der von der Uefa veröffentlichten Kaderliste hervor.

Özil spielt seit Monaten keine Rolle mehr bei Arsenal, obwohl er ein gutes Verhältnis zu Trainer Mikel Arteta haben soll. Seinen bislang letzten Einsatz bestritt er Anfang März noch vor der Corona-Unterbrechung, seit Ende Juni stand Özil nicht mehr im Kader.

Durch die Nichtberücksichtigung für das 24 Spieler fassende Europa-League-Aufgebot ist Özil bis zur K.-o.-Phase nicht für den Wettbewerb spielberechtigt. Das gilt auch dann, sollte Özil wieder in den Premier-League-Kader zurückkehren und gute Leistungen zeigen.

Der Vertrag des gebürtigen Gelsenkircheners läuft am Saisonende aus. Die Klubführung will ihn schon seit geraumer Zeit abgeben, auch aufgrund des hohen Gehalts. Zuletzt hatte Özil im August in einem Interview mit "The Athletic" jedoch ausgeschlossen, den Klub vor Vertragsende zu verlassen.

Unter der Woche hatte Özil angeboten, das Gehalt des Maskottchens des FC Arsenal zu zahlen, solange er noch im Klub spielt. Der Klub wollte es wegrationalisieren. Von den Fans gab es dafür viel Anerkennung für Özil.

Auch Özils ehemaliger Teamkollegen aus der Nationalmannschaft, Sami Khedira, wurde von seinem Klub Juventus nicht für den Europapokal gemeldet. Unter Neu-Trainer Andrea Pirlo hat der 33-Jährige keine Perspektive mehr, im Sommer wehrte sich Khedira gegen eine Auflösung seines bis 2021 laufenden Vertrags.

hba/dpa/sid
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