Drei Jahre nach seinem Rücktritt aus der Nationalelf Gibt es doch noch eine Aussprache zwischen Özil und Löw?

Nach der Erdoğan-Affäre, dem WM-Aus 2018 und seinem Rücktritt aus der Nationalelf herrschte lange Funkstille zwischen beiden. Doch nun hofft Mesut Özil, dass ihn Ex-Bundestrainer Joachim Löw in Istanbul besucht.
Mesut Özil und Joachim Löw bei ihrem letzten gemeinsamen Spiel 2018: Die 0:2-Niederlage gegen Südkorea, die das Aus bei der WM besiegelte

Mesut Özil und Joachim Löw bei ihrem letzten gemeinsamen Spiel 2018: Die 0:2-Niederlage gegen Südkorea, die das Aus bei der WM besiegelte

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Ina Fassbender/ dpa

Drei Jahre nach seinem von Rassismusvorwürfen begleiteten Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Mesut Özil Bereitschaft zu einem Treffen mit dem ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw signalisiert. Im am Mittwoch erschienenen neuen DFB-Journal schrieb Özil im Rahmen der Würdigungen für den nach der Europameisterschaft ausgeschiedenen Löw: »Ich weiß ja von Jogi, dass er Sympathien für Fenerbahce hat. Daher hoffe ich, dass er uns in der kommenden Saison auch mal bei einem Heimspiel in Istanbul besuchen wird. Er wäre auf jeden Fall eingeladen!«

Löw hatte nach dem Achtelfinal-Aus bei der EM erklärt, er rechne fest mit einer Aussprache mit Özil, der inzwischen beim türkischen Topklub Fenerbahçe Istanbul spielt. »Es wird die Zeit kommen, wo wir uns miteinander wieder unterhalten und uns wieder treffen werden. Irgendwann wird der Tag kommen«, hatte der 61-Jährige gesagt.

Seit Januar spielt Özil für Fenerbahçe Istanbul

Seit Januar spielt Özil für Fenerbahçe Istanbul

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- / AFP

Özil erinnerte nun daran, dass Löw ihn schon als 20-Jährigen in die Nationalmannschaft geholt habe, wofür er ihm sehr dankbar gewesen sei. »Wir waren ein Jahrzehnt gemeinsam extrem erfolgreich und mit Spanien die erfolgreichste Mannschaft bei den großen Turnieren«, betonte der 32 Jahre alte Weltmeister von 2014. »Den gemeinsamen Erfolg in Brasilien 2014 werde ich mein Leben lang nicht vergessen – dass wir am Ende den Pokal gewonnen haben, war auch eine sehr große Leistung unseres Trainers; das ist das Größte, was man als Trainer überhaupt erreichen kann.«

Der 92-malige Nationalspieler war nach Querelen um ein umstrittenes Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland zurückgetreten. Dass er mit Özil in den drei Jahren danach nicht persönlich gesprochen habe, sei »eine große menschliche Enttäuschung«, hatte Löw gesagt.

Nun scheint es, als könnte es doch noch eine Aussprache geben.

mey/dpa
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