Keine Aussprache in London Löw sucht vergeblich Kontakt zu Özil

Joachim Löw muss weiter auf ein Gespräch mit Mesut Özil warten. Bei einem London-Besuch soll der DFB-Delegation um Löw sogar der Zutritt zum Trainingsgelände des FC Arsenal verweigert worden sein.

Joachim Löw
FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

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Bei einem kürzlichen Besuch des Bundestrainers Joachim Löw in London ist eine persönliche Aussprache mit Ex-Nationalspieler Mesut Özil nicht zustande gekommen. Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff, die wegen des Fifa-Trainerkongresses und der Weltfußballerwahl in Englands Hauptstadt waren, suchten am Montag beim Training des FC Arsenal vergeblich den Kontakt. "Wir hätten uns gerne mit Mesut unterhalten. Aber wir müssen akzeptieren, dass er momentan das Gespräch mit uns nicht haben will", sagte Bierhoff der "Bild".

Demnach soll Arsenal der DFB-Delegation sogar den Zutritt zum Trainingsplatz verboten haben, obwohl Bierhoff das Kommen im Vorfeld angekündigt habe, berichtet "Bild". Stattdessen hätten Löw und Bierhoff im Besucherzentrum unter anderen die deutschen Arsenal-Profis Bernd Leno und Shkodran Mustafi sowie den früheren Nationalspieler Per Mertesacker, der die Fußballakademie der Gunners leitet, getroffen. Zu den Gründen für Özils Abwesenheit wollte sich Berater Erkut Sögüt nicht äußern. Auch der FC Arsenal ließ eine Anfrage des SPIEGEL zu diesem Thema unbeantwortet.

Löw hatte sich von der Art und Weise von Özils Rücktritt "enttäuscht" gezeigt und eigenen Angaben zufolge mehrfach vergeblich versucht, den Weltmeister-Spielmacher telefonisch zu erreichen. "Normalerweise war es in der Vergangenheit immer so: Wenn Spieler zurücktreten, wenn sie Probleme haben, dann gab es immer sehr gute Gespräche. Mesut hat sich für einen anderen Weg entschieden", hatte Löw Ende August gesagt.

Kurz vor der Vergabe der EM 2024 am morgigen Donnerstag steht Özil besonders im Fokus, ist doch die Türkei Deutschlands einziger Mitbewerber um das Turnier.

sak/sid



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