DFB-Rücktritt Hoeneß tritt nach

Scharfe Kritik aus München: Bayern-Boss Uli Hoeneß gibt sich erleichtert über den DFB-Rücktritt von Mesut Özil und sagt, Özil verstecke "seine Mist-Leistung" hinter seinem Foto mit Erdogan.
Uli Hoeneß

Uli Hoeneß

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat Mesut Özil nach dessen Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in drastischer Form kritisiert. "Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist. Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt. Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen", sagte Hoeneß der "Sport Bild" vor dem Abflug des deutschen Rekordmeisters zu einer Testspielserie in die USA.

Die Entwicklung in unserem Land sei, so Hoeneß weiter, "eine Katastrophe. Man muss es mal wieder auf das reduzieren, was es ist: Sport. Und sportlich hat Özil seit Jahren nichts in der Nationalmannschaft verloren."

Özil schied bei der WM in Russland mit Deutschland in der Vorrunde aus. Seine Leistung blieb wie die der Teamkollegen hinter den Erwartungen zurück. Viele Experten sind sich jedoch einig: Der 29 Jahre alte Özil gehörte noch zu den besseren deutschen Spielern bei der WM, das zeigen seine Werte gegen Südkorea: Im dritten Vorrundenspiel bereitete er die meisten Abschlüsse vor. Sieben Mal brachte Özil seine Mitspieler in Situationen, die zu Torschüssen führten. Der Profi des FC Arsenal gewann zudem 62,5 Prozent seiner Zweikämpfe - ein solider Wert für einen offensiven Mittelfeldspieler.

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Hoeneß ignoriert diese Zahlen. Er sagt, Özil verstecke "sich und seine Mist-Leistung hinter diesem Foto. Außerdem sagte Hoeneß: "Seine 35 Millionen Follower-Boys - die es natürlich in der wirklichen Welt nicht gibt - kümmern sich darum, dass Özil überragend gespielt hat, wenn er einen Querpass an den Mann bringt."

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Özil hatte am Sonntag erstmals über sein mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gesprochen und war nach 92 Länderspielen aus dem DFB-Team zurückgetreten. Der 29-Jährige kritisierte in einem Statement die Medien und den Deutschen Fußball-Bund (DFB), insbesondere attackierte er Präsident Reinhard Grindel. Er kritisierte "Rassismus und fehlenden Respekt". Grindel unterstellte er "Inkompetenz".

Hier finden Sie weitere Reaktionen zum Rücktritt von Mesut Özil:

jan
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